Amanohara

die Welt liegt in Trümmern, wer wird sich um sie kümmern? Wer wird sie beherrschen? - deutschsprachiges Fantasy-RPG
 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Das Dorf Eneswe

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NSC
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Do Dez 01, 2011 1:03 am

Bei den Worten von Beoris und Mei hob Bajur vorsichtig eine Augenbraue. Ihr meint also wirklich, dass ihr mit einem Holzspeer ausziehen wollt? Entweder seid ihr wahre Meister im Umgang mit dem Speer, oder ihr habt Sehnsucht nach dem Tod. Dass die zweite Alternative wohl auch eine gewisse Dummheit mit sich führen musste, erwähnte Bajur nicht, er wollte seine jungen Gäste schließlich nicht beleidigen. In gewisser Hinsicht war das Dorf auf sie angewiesen, denn in letzter Zeit waren immer weniger und weniger Abenteurer hierher gekommen um sich der Gefahr zu stellen. Als die beiden ihm nicht zeitig genug antworteten, zuckte Bajur lediglich mit den Schultern und erklärte das Thema mit den Worten "Eure Entscheidung..." für beendet. Er würde Lanug dennoch bitten, ein oder zwei Speere mit Metallspitzen anzufertigen, nur für den Fall. Bajur selbst würde sich ja nicht nocheinmal in den Wald trauen, aber der Dorfälteste wäre ihm böse, wenn er es den jungen Menschen nicht wenigstens angeboten hätte.
Schnell räumte er die kaum angerührten Teller vom Tisch und öffnete die Tür. Lange Äste dürften leicht zu finden sein, dachte er sich, und griff zu seiner Holzfälleraxt die er sich schwungvoll auf die Schulter legte, ehe er das Haus verließ. Wenn sie Glück hatten, würden sie einige der benötigten Hölzer bei ihm in der Hütte finden, sodass er sie nicht brauchen würde, wenn nicht...dann mussten sie wohl oder übel zum Waldrand laufen und dort nach einigen Ästen umschauen. Nach Möglichkeit würde Bajur dies vermeiden wollen.

€: Der nächste der postet darf entscheiden, ob wir an der Hütte (siehe "Waldrand") Holz finden oder nicht. Wenn keiner will werde ich am Freitag abend einen Post ansetzen.

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Beoris
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Dez 05, 2011 12:35 pm

Er gab Bajur keine Antwort. Man musste kein Meister mit einem Speer sein, um ihn nutzen zu können. Nicht umsonst war er die Standardwaffe der Infanterie, die größtenteils aus Bauern bestand, die ohne echte Ausbildung in den Kampf geschickt wurde. Konnte man sie richtig herum halten, konnte man mit ihnen umgehen. Auch wenn das gegen das Wesen, was auch immer es war, welches sie jagen wollten, wohl nicht reichen würde. Trotzdem, er hatte keine Lust sich mit dem Holzfäller zu streiten. Also stimmte er zu, am Waldrand nach geeigneten Ästen zu suchen. Er trat aus der dunklen Hütte hinaus ins Freie. Es nieselte ein wenig. Er liebte Regen und so machte es ihm nicht aus, während er pfeifend dem Holzfäller folgte.

tbc: Waldrand
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Mei
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Dez 06, 2011 3:34 pm

Der Holzfäller wusste offensichtlich nicht all zu viel von Waffen und ihrer Anwendung, wenn er glaubte, dass Holzspeere nicht ausreichend wären. Ganz egal was für ein Tier es war, selbst ein Drache würde von einem angespitzen Holzpfahl durchstoßen werden, wenn er nur schnell genug darauf zuhielt. Da Wildschweine und Konsorten meistens eben jene Taktik anzuwenden pflegten, war es wohl das einfachste sie in eine Falle laufen zu lassen, in der sie dann gepfählt würden. Er wusste, dass solche Methoden auch in der Kriegsführung eingesetzt wurden, dort hießen sie Mördergruben und dienten dazu Ross und Reiter gleichsam aufzuspießen. Mit durchschlagendem Erfolg wie man hörte.
Der Holzfäller wusste dies offensichtlich nicht, aber Mei hatte auch keine große Lust es ihm zu erklären.
Wortlos folgte er dem Holzfäller und überlegte sich, wie die Bestie wohl am besten in eine Falle zu locken sei. Die Aussagend Bajurs waren da wenig hilfreich, da sich die Gelüste des Untiers wohl eher nicht nur auf Holzfäller beschränkten, falls doch hatten sie ja Bajur dabei. Diesen gedachte er mitzunehmen, zur Not würde er immer noch einen guten Köder abgeben.

tbc: Waldrand


Zuletzt von Mei am Mo Dez 12, 2011 8:37 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Dez 12, 2011 9:32 am

Mehr und mehr wurde es Daewyn unwohl in ihrer Haut. Ein Monster zu besiegen war nicht gerade das, womit sie tagtäglich zu tun hatte. Ihre Kampfkünste waren zwar ziemlich gut, aber an die beiden Männer käme sie wohl nicht ganz heran, schon weil die beiden mehr Erfahrungen haben als sie. Jetzt, da sie sich lagnsam darauf vorbereiteten, dem Monster zu begegnen, kamen ihr Zweifel auf.
Würde sie in dem Versuch, das Dorf vom Monster zu retten, umkommen? Verdammt, ihr war schon übel davon geworden, einem Menschen einen Arm abzuschneiden! Ja, Monster oder Tiere waren eigentlich etwas anderes, aber trotzdem. Sie war eine Diebin, keine... Jägerin.
Ihren Unmut behielt sie jedoch für sich und folgte den Männern nach draussen, nachdem sie ihre Schüssel geleert hatte.

tbc: Waldrand
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   So März 24, 2013 11:56 am

[cf: Der Grünling]

Bereits am Waldrand wartete Bajur auf sie. Freudig sprang er auf, als er die Truppe vollzählig erblickte. Er mochte nicht der gescheiteste sein, aber sein Gedächtnis war offensichtlich gut genug, sich an die Geschehnisse des Vortages zu erinnern und zudem bis vier zählen zu können. Hocherfreut rief er mehrmals aus, wie glücklich er war, sie vollzählig zurück kommen zu sehen, und während er noch Quans Hand schüttelte, ohne dabei die Wunde an dessen Bein zu bemerken, erkundigte er sich atemlos, ob das Monster nun besiegt war. Auf ein Nicken von Quan antwortete er mit einem erneuten Freudeschrei und eilte vor ihnen ins Dorf, um die Rückkehr der Helden zu verkünden.

So hatte sich bereits eine Gruppe von Dorfbewohnern vor ihren Haustüren eingefunden und beobachteten die Truppe mit zaghafter Hoffnung in den Augen. Einige tuschelten aufgeregt miteinander oder traten einige Schritte auf sie zu, aber alle hielten sie dennoch einen Sicherheitsabstand ein. Vor der Hütte in der Mitte des Dorfes sass auf seiner Holzbank immer noch der Dorfälteste. Er allein schien nicht von der Aufregung angesteckt worden zu sein. Als die Truppe näher kam, hob er lediglich den Kopf und starrte sie nacheinander eindringlich an. „Was wollt ihr denn schon wieder hier?“, verlangte er mit zittriger Stimme zu wissen. „Es mit der Angst zu tun bekommen und so schnell wie möglich wieder aus dem Wald gekrochen?“

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Beoris
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Sa Apr 06, 2013 2:38 pm

Bajur hatte bereits am Waldrand gewartet. Er schien zumindest eine treue Seele zu sein, auch wenn er keinen Preis für seine Intelligenz gewinnen würde. Nachdem Quan mit einem Nicken auf Bajurs hoffnungsfrohe Frage geantwortet hatte, rannte der Holzfäller ausgelassen in Richtung des Dorfes, die ganze Zeit "Sie sind wieder da!" rufend.
Er selbst lächelte leicht über diese überschwängliche Reaktion, wenngleich er sie verstehen konnte. Das Biest hatte einige Dorfbewohner und mutige Männer getötet; zudem hinderte es die Holzfäller ihrer Arbeit nachzugehen. Es musste eine enorme Genugtuung sein, dass sie nun wieder zur Normalität zurückkehren konnten.
Als sie die ersten Häuser erreichten, warteten schon viele Leute aufgeregt tuschelnd. Respektvoll hielten sie Abstand, so als wären sie unsicher, ob es tatsächlich Grund für so überschwängliche Freude gab, wie Bajur sie gezeigt hatte. Als sie den Dorfplatz mit der Hütte des Dorfältesten erreichten, saß er vor seiner Hütte auf einer Bank. Er schien sich nicht von der Aufregung anstecken zu lassen und fragte nur sehr unhöflich, warum sie schon so schnell wiedergekehrt waren. Beoris liess es sich nicht nehmen mit spöttischem Lächeln zu antworten:
"Eine warme Mahlzeit wäre nicht schlecht. Das dürfte ja wohl drin sein. Zusätzlich zu unserer versprochenen Belohnung meine ich. Wenn wir Euch allerdings zu schnell waren können wir auch gerne noch einmal in den Wald gehen und morgen wiederkehren. Ich wusste nicht, dass es eine vorgeschriebene Mindeszeit gibt, wenn man ein Monster jagt, das ein Dorf terrorisiert. Verzeiht, dass ich die Sitten hierzulande offenbar schlechter kenne als ich glaubte."
Da er sich die Reaktion des Alten denken konnte, kramte er die Ohren, die sie der Leiche abgeschnitten hatten, hervor. Und wenn ihm das immernoch zu wenig war, hatten sie noch Quan dabei. Auf dessen Wort würden sie ja wohl hören. Und wenn nicht würde diese alte Kröte mit großer Wahrscheinlichkeit den nächsten Tag nicht mehr erleben. Sein Nachfolger wäre dann vermutlich freigiebiger.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Apr 08, 2013 9:54 pm

Bajur hatte sie überschwänglich begrüßt und war sofort ins Dorf geeilt, um ihren Sieg zu verkünden, sie kamen mit Quan nur langsam voran, weshalb schon das halbe Dorf auf sie wartete, auch wenn sie sich nicht herantrauten, wie Leute in der Stadt. Dort wurde man für gewöhnlich beim Durchschreiten des Stadttores von neugierigen Kindern umzingelt, von denen mindestens die Hälfte versuchte einem den Geldbeutel zu stehlen. Die Leute hier hingegen waren viel zurückhaltender, ihre Not war noch nicht so groß, dass sie den natürlichen Respekt vor Waffen verloren hätten.

Der Dorfälteste bestätigte hingegen den negativen Eindruck, den er schon am Anfang vermittelt hatte. Anstatt sie zu beglückwünschen, zu gratulieren, oder die Belohnung auszuhändigen, saß er einfach missmutig wie immer auf seinem Schemel und stellte unqualifizierte Fragen. Beoris antwortete spöttisch und leicht herablassend, so wie er das erwartet hatte. Er konnte sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. Vor allem der Blick des Alten, nachdem ihm die überdimensionalen Ohren vor die Füße geworfen worden war unbezahlbar. Nichtsdestotrotz wollte er seine Belohnung und ein warmes Bett wäre auch schön. Prinzipiell hatte er kein Problem damit den Alten zu töten, dieses Misstrauen war einfach keien Basis um vernünftig Geschäfte machen zu können und ab und zu musste man, vor allem in dieser Branche, Akzente setzen, die die Verbindlichkeit von Abmachungen unterstrichen. Es war wohl davon auszugehen, dass die Dorfewohner kein Problem darstellen würden. Mit einer gewissen Mordlust in den AUgen sah er den Alten an, sollte er ruhig wissen, dass sein Leben auf Messers Schneide stand und er keinerlei Skrupel hatte.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Apr 16, 2013 10:04 am

Wie schon am Tag zuvor überging der Alte einfach, was ihm die Gruppe erzählte. Wieso auch auf das Gerede dieser Jungspunne hören? Nur warme Luft, und mehr nützen tat es auch nicht. Dass der alte Quan dabei war, machte die Sache nur noch schlimmer. Dann kramte auch noch der junge Möchtegern-Held aus seinem Beutel zwei übelriechende, schwarze, haarige Bündel hervor und warf sie ihm vor die Füsse. Angeekelt verzog der Alte das Gesicht. „Mehr Respekt vor dem Alter scheint ihr nicht gewonnen zu haben“, brummte er missmutig und kniff die Augen zusammen, um dieses … Ding vor sich auf dem Boden genauer zu erkennen. „Was soll ich damit?“ Die Mordlust in den Augen der beiden Männer bemerkte er nicht, oder es kümmerte ihn einfach kein bisschen.

„Gorun!“, ertönte da eine laute Stimme von der anderen Seite des Platzes. Eine ebenfalls alte Frau näherte sich mit entschlossenen Schritten der Versammlung. Trotz ihres wahrscheinlich hohen Alters ging sie noch recht gerade und mühelos, ihr graues Haar hatte sie zu einem Knoten geschlungen und ihr Gesicht war von zahlreichen Falten gefurcht, aber unter der faltigen Haut blitzten zwei wache, blaue Augen. Ihr auf dem Fuss folgte eine zweite Frau, sie mochte in den Dreissigern sein und sah aus wie eine jüngere Ausgabe der anderen. Das noch weniger faltige Gesicht zeigte dieselben Züge, die Augen dasselbe Blau, die Haare noch blond und zu einem Zopf geflochten.
Mit energischen Schritten trat die Ältere zum Dorfältesten, baute sich vor der Bank mit in die Seiten gestützten Händen auf und funkelte ihn an. „Jetzt reicht es aber, du trotziger alter Narr!“, schimpfte sie lautstark. „Murrst nur herum, wo du dich doch eigentlich freuen solltest! Ich schäme wirklich, so jemanden in meiner Familie zu haben.“ Der Alte brummte etwas, doch es ging unter ihm Geschimpfe der Frau. „Siehste, jetzt murrst du schon wieder! Den ganzen Tag hockst du auf diesem Holzklotz und brummst missmutig jeden an, der sich dir auch nur nähert.“ Wieder erwiderte der Alte etwas und die Frau lachte laut auf. „Sich um wichtige Dinge kümmern? Du? Dass ich nicht lache! Auf den Feldern oder im Gemüsegarten, da gäbe es einige wichtige Dinge, um die sich jemand kümmern muss!“ Der Alte stand nun auf, wobei er sich stark auf seinen Stock stützte und holte Luft, um seiner Gegnerin mit gleicher Lautstärke, auf gleicher Augenhöhe und mit wahrscheinlich ähnlicher Wortwahl entgegenzutreten, doch diese liess ihn gar nicht zu Wort kommen. Verärgert warf sie die Hände in die Luft. „Ich weiss schon, davon verstehen wir Frauen ja rein gar nichts! Kannste du dir nicht eine neue Ausrede einfallen lassen, um nicht zugeben zu müssen, dass du dich wieder einmal wie ein Hornochse aufgeführt hast?“

Während die beiden Alten stritten, trat die Jüngere auf die Gruppe zu. „Wir danken euch vielmals für euren Einsatz. Es ist schön, euch wohlbehalten zurück zu sehen“, begrüsste sie jeden einzelnen mit einem Lächeln. „Ich bin Livia, die Nichte des Dorfältesten. Aber ihr müsst müde sein – und verletzt“, ergänzte sie mit einem Blick auf Quan. „Kommt erst einmal herein und setzt euch“, lud sie die Gefährten ein und drehte sich um. „Kümmert euch gar nicht um die beiden Streithähne“, fügte sie hinzu, während sie die Truppe zu einem der Häuser führte. „Die geraten sich sicherlich jede Woche einmal in die Haare. Aber Mutter wird schon dafür sorgen, dass Ihr Eure Belohnung erhaltet.“
Damit öffnete sie die Holztüre und trat vor ihnen in die Hütte. Diese bestand aus einem einzelnen grossen Raum, in dem ein grosser Tisch, eine paar Schränke und Regale mit diversen Vorräten sowie drei Betten standen. Eine schmale hölzerne Treppe führte an der gegenüberliegenden Wand ins Obergeschoss. In der Mitte des Raumes befand sich die Kochstelle, wo über dem prasselnden Feuer ein Kessel Eintopf blubberte.
„Nyla! Petrim!“ Livia holte einen Stapel Holzschüsseln von einem der Regale herunter und trat dann zum Kessel. Auf ihren Ruf hin kamen ein Mädchen und ein Junge durch die offene Hintertür, beide so um die 15. „Nyla, bitte hilf mir, für unsere Gäste etwas aufzustellen. Petrim, sei so nett und verbrenn diese stinkenden Ohren da draussen etwas weiter hinter dem Haus. Ich möchte nicht, dass der Gestank bis zu den Häusern weht“, wies sie die beiden an, während sie den Eintopf umrührte. „Und sag deinen Geschwistern, dass es Mittagessen gibt.“
Der Junge verschwand und das Mädchen begann sofort damit, Teller, Löffel, Becher, einen Krug mit Wein und Esswaren auf den Tisch zu schichten. Livia schöpfte vier Schale Eintopf und stellte sie vor die Gefährten auf den Tisch. „Lasst es euch schmecken!“

[Daewyn:] Die Diebin hatte sich im Hintergrund gehalten. Was hätte sie auch sagen können, mit dem Alten war nicht zu diskutieren. Wo er immer von Respekt sprach, hatte er wohl selbst den Respekt vor einem guten Gespräch verloren. Sie würde schon noch zu ihrer Belohnung kommen, falls sie ihnen nicht ausgehändigt wurde, würde sie sich einfach in der Nacht einen ansprechenden Teil besorgen. So achtete sie gar nicht gross auf ihn, sondern liess ihren Blick gedankenverloren über die Leute und die Häuser schweifen.
Völlig unerwartet wurde sie aus ihren Gedanken gerissen, als eine Frau zu ihnen trat und sie freundlich ansprach. Also gab es doch noch höfliche Leute in Eneswe – oder sie hatten einfach den mörderischen Ausdruck in den Augen ihrer beiden Begleiter erkannt und beschlossen einzuschreiten, bevor sie sich einen neuen Dorfältesten aussuchen mussten. Jedenfalls kam ihr die Störung absolut nicht ungelegen, spätestens dann nicht mehr, als sie am Tisch in der Hütte sass und den ersten Löffel Eintopf in den Mund geschoben hatte. „Vielen Dank für Eure Gastfreundschaft“, sagte sie an die Frau gewandt und erwiderte ihr Lächeln. „Euer Dorfälteste mag uns für unfähig halten, aber meine Begleiter sind schlagfähiger, als er denkt. Wir konnten das Biest besiegen. Ich hoffe, dass Ihr nun wieder in Ruhe leben könnt.“

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Apr 16, 2013 6:54 pm

Gerade als er dem Alten erwidern wollte, dass das einzige, das er an ihm respektierte die Tatsache war, dass er bei so viel Dummheit so alt geworden war, kamen zwei Frauen auf sie zu. Genüsslich hörte er jedes Wort aus dem Mund der älteren der beiden Frauen und musste sich sehr anstrengen, um nicht breit zu grinsen. Allerdings war er sicher, dass er dabei voll und ganz versagte. Also sah er in der Gegend umher und versuchte einen ruhigen und einigermaßen neutralen Gesichtsausdruck zurückzugewinnen. Wie schaffte sein Vater das bloss? Ein Politiker ohne diese Fähigkeit war nichts wert, bei all den mehr oder weniger offenen Beleidigungen seiner Gegner oder auch wenn er schamlos log, warum auch immer, konnte er es sich nicht leisten, sich irgendeine Entgleisung anmerken zu lassen.
Doch die andere Frau, die sich als Nichte der Dorfälstesten Livia vorstellte, erlöste ihn schon von seinen Bemühungen. Er war erstaunt über so viel Freundlichkeit bei so naher Verwandschaft zu dem alten Giftzwerg. Sich seiner Erziehung erinnernd gab er ihr zur Begrüßung einen Handkuss, bevor sie ihr in ihre Hütte folgten, wo sie ihnen Eintopf servierte. Mit freundlichem Lächeln bedankte er sich bei der durchaus hübschen Frau. Irgendwie waren gute Manieren deutlich einfacher, wenn das Gegenüber ein schöne Frau war. Dummerweise war das nicht der Maßstab und er musste sich eingestehen, dass er den Alten recht unhöflich behandelt hatte. Er hatte es zwar verdient, doch er hatte ihn unnötig früh und heftig provoziert. Wenn sein Vater ihn heute erlebt hätte, hätte er sich wahrscheinlich die verbliebenen Haare gerauft bei dem Gedanken, dass er einst dessen Besitz und politischen Einfluss erben würde. Erneut leicht lächelnd schob er sich einen Löffel Eintopf in den Mund. Er war noch sehr heiß, schmeckte aber, nachdem er ein paar Mal auf den Löffel gepustet hatte, sehr gut.
"Habt Dank für dieses einfache, jedoch nicht minder köstliche Mahl, Livia."
Nach Daewyns Worten fügte er hinzu:
"Unsere werte Begleiterin stellt ihr Licht unter den Scheffel. Ohne sie wäre die Skepsis Eures Onkels wohl berechtigt gewesen. Dieses Biest wirkte fast wie nicht von dieser Welt. Ich will nicht wissen, wie lang es schon durch diese Wälder striff. Ein vermutlich unbezwingbarer Feind für einen einzelnen Mann. Oder auch drei. Aber ich wäre Euch verbunden, wenn Ihr ihm das nicht sagtet."
Bei seinen letzten Worten zwinkerte er ihr zu. Tatsächlich war er nicht sonderlich erpicht darauf die besserwisserische Miene des Alten Mannes zu sehen, wenn er von diesen Worten erfuhr.
Er besah sich seine Begleiter, während er den Eintopf genoss. Seltsame Zufälle hatten sie bisher geführt. Sowohl die Tatsache, dass sie gemeinsam reisten, als auch der Sieg über diese Kreatur. Doch was nun? Würden sie sich nun wieder trennen, oder zogen sie erst einmal gemeinsam durch das Land?
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Sa Apr 20, 2013 2:04 pm

Die ganze Situation war ihm nun doch sehr unangenehm, der Alte hatte zwar sein Fett weg bekommen, aber seine Erziehung erlaubte ihm nicht ein solches Verhalten von einer Frau gut heißen zu können, was bildete sich dieses Weib eigentlich ein? Und dann gab Beoris, ein Adliger, einer einfachen Bauerntochter einen Handkuss, manchmal verstand er den Mann einfach nicht. Er beschloss einfach nichts zu sagen und schloss sich seinen Begleitern an.

Der Eintopf war wirklich gut, er hatte sich sogar von einem der Kinder Nachschlag bringen lassen, der Wein war zwar verdünnt, aber dennoch nicht schlecht für diese Verhältnisse, alles in allem sehr zufrieden stellend. Langsam vermutete er Beoris habe sich heimlich verliebt, so poetisch wie er diesen Eintopf lobte, er selbst beließ es bei einem einfachen "Sehr lecker."
Auch aus der Diskussion über die Jagd hielt er sich heraus, zum einen weil es dazu nichts zu sagen gab, es wurde ohnehin selten so viel gelogen wie nach der Jagd, zum anderen weil er vermutlich unweigerlich mit Daewyn aneinander geraten würde. Wie ginge es jetzt weiter? Er hatte noch eine Rechnung mit dieser komischen Sekte offen, dessen Angehörigen sie im Gasthaus getötet hatten, dann war da noch dieses merkwürdige Symbol und die Bibliothek von Saneyd. Oder würden sie alle wieder ihrer Wege gehen? Es würden sich hier bestimmt viele Aufträge finden lassen, vor allem nach den letzten Gefechten in Lenadur. Dorthin würde wohl auch Daewyn wieder gehen, ob diejenigen die sie dort zu finden hoffte noch lebten? Und Beoris? Was hatte er eigentlich getan bevor sie sich getroffen hatten? Drachen gejagt? Er hatte gehört Adlige täten das öfter, für gewöhnlich starben sie dabei aber recht schnell. Vielleicht jagte er auch Räuber? Ein fahrender Ritter? Vielleicht wartete auch ein großes Besitztum zu Hause und er musste sich erst bewähren. Wenn das die Wahrheit war, dann hatte er es in den letzten Tagen mehr als einmal getan.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   So Mai 12, 2013 2:08 pm

[Daewyn:] Die Diebin lächelte kurz ob Boeris Worten, sie hatte einfach Glück gehabt. Ebenso gut hätte sie dabei zwischen die Krallen des Biestes kommen können. Aus den Augenwinkeln warf sie Mei einen Blick zu. Ob der Assassine wirklich glaubte, dass dies ihre Absicht gewesen war? Inzwischen war ihr Zorn wieder verflogen, auch wenn sie ihm noch nicht verzeihen wollte. Wahrscheinlich würden sie sich sowieso bald trennen, dann spielte es gar keine Rolle mehr, was er von ihr hielt.
Wie weiter? Diese Frage stand auch ihren Begleitern deutlich ins Gesicht geschrieben. Livia schien es ebenso zu bemerken. „Ihr seid willkommen, länger zu verweilen, aber wir wollen euch auch nicht aufhalten“, begann sie zögernd. „Es ist erst Mittagszeit und eure Pferde sind ausgeruht.“ Etwas unsicher blickte sie die fremde Gruppe an und es bereitete Daewyn keine grosse Mühe, ihre Gedanken zu erraten. Einerseits fühlte sie sich dazu verpflichtet, die Retter ihres Dorfes zu bewirten und ihre Wünsche zu erfüllen, andererseits waren sie doch Fremde und selbst eine einfache Bäuerin wie Livia merkte, dass es sich bei zwei von ihnen um zwielichtige Gestalten handelte. Dementsprechend erleichtert wäre sie trotz ihrer Tat, wenn sie das Dorf wieder verliessen, auch wenn sie sich für diese Gedanken etwas schämen mochte.

Während sie gegessen hatten, waren vier weitere Kinder zu ihnen gestossen. Erst hatten sie sich noch ganz ruhig und ehrfürchtig verhalten, aber schon bald hatten sie nicht mehr stillsitzen können und nun plapperten sie fröhlich miteinander, während sie eifrig Eintopf in den Mund schaufelten – oder auch zum grossen Teil um den Mund herum verschmierten. Mit einem gutmütigen Lächeln schöpfte ihnen ihre Mutter einen kleinen Nachschlag und putzte ihnen die Schmiererei weg.
Dann wandte sich Livia wieder an ihre Gäste. „Wollt Ihr auch noch etwas?“, erkundigte sie sich und hob den Löffel. „Euer Gepäck liegt immer noch in Bajurs Hütte und die Pferde sind hinter dem Gemüsegarten angepflockt, falls Ihr Euch ungestört besprechen wollt. Danach sollten Mutter und Onkel auch ihre Diskussion beendet haben und sie wird Euch Eure Belohnung auszahlen.“

Daewyn schaute ihre Begleiter nur kurz an, ihre Mienen zeigten immer noch dieselbe Unsicherheit wie wohl ihre auch. Eine Beratung war wirklich angezeigt und ihr war es lieber, diese nicht vor der Bauernfamilie zu führen. Also stellte sie ihre Schüssel mit einem „Danke“ auf den Tisch, erhob sich und verliess die Hütte durch die Hintertüre.
Die Pferde zu finden war nicht schwierig, direkt hinter dem grossen Gemüsegarten waren auf der Ebene im Abstand von einigen Schritten drei Pflöcke in die Erde geschlagen und ihre Rösser daran festgebunden worden. So konnte jedes von ihnen ungestört in einem Kreis um seinen Pflock grasen.

Gedankenverloren streichelte Daewyn ihre Stute, während diese gemütlich Gras rupfte. Wohin sollte sie nun gehen? Eigentlich hätte sie schon längst nach Lenadur zurückkehren sollen, um nachzusehen, was aus ihren Freunden von der Diebesgilde geworden war. Einige von ihnen mussten den Brand überlebt haben – hoffentlich auch San – und ihre Hilfe beim Wiederaufbau wäre sicherlich nützlich. Doch irgendetwas brachte sie dazu, ihre Rückkehr immer weiter hinauszuschieben. Lag es wohl an ihren Begleitern? Jedes Mal beim Gedanken an einen Abschied kam in ihr ein Gefühl von Wehmut auf. Obwohl sie ihren Beruf kannten, verachteten sie sie nicht deswegen, weshalb sich Daewyn in ihrer Gesellschaft so wohl fühlte. Selbst in Meis, solange er nicht weiter nach ihrer Vergangenheit bohrte.


[Quan:] Der alte Krieger hatte schweigend seinen Eintopf gelöffelt. Ihn selbst ging das Ganze ja auch nicht wirklich etwas an, er erwartete keine Belohnung und gedachte auch nicht, mit den Jünglingen weiter herumzuziehen. Sobald sein Bein wieder stark genug war, würde er seine einsame Wanderung fortsetzen. So viele Jahre hatte er nun damit verbracht, in seinem Alter gewöhnte man sich nicht mehr um. So blieb er auch ruhig sitzen, als die junge Diebin aufstand, und liess sich lieber noch einmal Nachschlag schöpfen.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Mai 28, 2013 8:17 pm

Er dachte nur kurz über das Angebot von Livia nach. Doch er war nicht losgezogen, um lange irgendwo zu bleiben. Er hatte in diesem Ort sein Abenteuer bestanden, es war also an der Zeit weiterzuziehen. Doch wohin? Vielleicht ergab sich ja eine Möglichkeit bei Mei und Daewyn zu bleiben. Man fühlte sich recht schnell verbunden, wenn man gemeinsam Blut vergossen hatte. Insbesondere, nach einem Kampf wie diesem. Und sie durften nicht den Attentäter vergessen, der Mei hatte töten wollen. Nachdem er sein Mahl beendet und sich noch einmal bedankt hatte, folgte er Daewyn. Sie streichelte ihr Pferd und er beschloss es ihr gleich zu tun. Während er seinem Hengst ein wenig Gras verfütterte, sah er in Richtung Wald. Man sah nur einige Wipfel hinter den Häusern des Dorfes aufragen. Erneut fragte er sich, ob es noch mehr Monster dort gab. Bei der Größe schien im das fast sicher.
Er musste nun auch an seine Heimat denken. Zwar war Wald nicht gleich Wald, auch wenn viele das denken mochten, dennoch lag der Gedanke nahe, an seine heimatlichen Wälder zu denken, wenn man eine riesige Waldfläche vor sich hatte. Wie es wohl seiner Familie ging? Insbesondere die Mädchen vermisste er. Es war nicht schwer sie von sich einzunehmen, wenn man in der ganzen Stadt bekannt war. Auf seinen Reisen hatte sich das deutlich schwieriger gestaltet. Einen Moment dachte er an Livia. Aber das verwarf er sofort wieder. Deswegen war er nicht hier. Und wenn man in Gesellschaft reiste hatte man selten Zeit für solche Dinge. Das wäre ein Grund für eine Trennung. Aber der gestrige Tag hatte ihm gezeigt, wie leicht man an seine Grenzen stieß, wenn man alleine kämpfte. Er schloss die Augen und schmiegte sich an Gewittersturm. Wenigstens sein Pferd war ein Stück Heimat. Und sie folgte ihm überall hin.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mi Mai 29, 2013 9:12 pm

Livias Angebot war genau so nett wie unaufrichtig. Er machte ihr keinen Vorwurf, würde er einen ehrlichen Beruf ausüben und ein anständiges Leben führen, dann würde er auch alle Menschen, die Waffen tragen, von seinen Liebsten fernhalten wollen. Ein Sprichwort aus dem Süden besagte: "In jedem Mensch steckt eine Bestie, die sich regt, wenn man ihm eine Waffe in die Hand legt". Vermutlich stimmte das auch. Aber dennoch hatte die Erinnerung an die letzten Tage etwas...besonderes. Die Geschehnisse in Lenadur, der Herberge und letztlich im Wald zogen vor seinem Auge vorbei und trotz all der Gewalt und Gefahr konnte er sich bei der Erinnerung ein Lächeln nicht verkneifen. Er mochte Beoris und wenn er ehrlich war, dann mochte er auch Daewyn und es war ein Fehler gewesen sie so hart anzugehen. Sie hatte schließlich nichts falsch gemacht, im Gegenteil, er verdankte ihr sein Leben. Sie waren sich irgendwie ähnlich und was noch wichtiger war, sie akzeptierten einander, nur er tat das nicht, indem er Daewyn misstraute. Inzwischen bereute er nichts in den letzten Jahren so sehr, wie das, obwohl es vieles zu bereuen gab, für einiges würden sie seinen Kopf wollen, aber Daewyn bedeutete ihm etwas, alle Anderen, denen er etwas getan hatte waren ihm vollkommen gleichgültig. Nie hätte er gedacht, dass das so einen großen Unterschied machte.

Er war so in Gedanken versunken gewesen, dass er gar nicht gemerkt hatte, wie die Beiden gegangen waren. Nur der mürrische Quan saß noch am Tisch und aß inzwischen wohl schon die dritte Portion Eintopf. Abrupt stand er auf, entschuldigte sich bei Livia für die Umstände, die er als Gast gemacht hatte und folgte seinen Gefährten.
Draußen angekommen sah er, wie beide wortlos ihre Pferde striegelten. Er würde sein eigenes Pferd auch füttern und gleich aufsatteln, schließlich wollte keiner der Beteilighten, dass sie noch lange hier blieben. Als er an Daewyn vorbeikam blieb er kurz stehen und sagte so leise, dass Beoris es nicht hören konnte: "Es tut mir Leid, ich hätte...Ich hätte vermutlich einfach den Mund halten sollen, das war sehr unverschämt von mir." Er meinte es ehrlich, das war ein heikles Thema, was er da angesprochen hatte, auch er hatte Themen über die er nicht sprach, im Nachhinein verstand er sie völlig.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Fr Mai 31, 2013 3:48 pm

[Daewyn:] Boeris war ihr gefolgt und hatte sich draussen wortlos zu seinem Hengst gestellt, auch er schien mit den Gedanken irgendwo anders zu sein. Dann jedoch dauerte es eine ganze Weile, bis Mei ebenfalls auftauchte. Daewyn hatte sich bereits gefragt, ob er seinen Entschluss schon gefasst hatte – unabhängig davon, was sie und Boeris entscheiden würden. Als er schliesslich doch auftauchte, drehte sie sich weg und starrte in die Ferne. Das war doch lächerlich, eigentlich konnte es ihr doch egal sein, wenn er wieder seinen eigenen Wegen folgte. Zumindest wäre sie so sein lästiges Nachhacken los.
Ob seiner Worte stockte sie, drehte sich dann zu ihm um und starrte ihn überrascht an. Er entschuldigte sich? Scherzte er? Dann breitete sich ein warmes Gefühl in ihr aus, als sie bemerkte, dass er seine Worte ehrlich meinte, und ein freudiges Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Obwohl sie sich doch eigentlich vorgenommen hatte, noch eine Weile zu schmollen, konnte sie einfach nicht anders, als ihm zu verzeihen. Sie drückte kurz versöhnlich seinen Unterarm, dann drehte sie sich auch zu Boeris.
„Wie geht es jetzt weiter?“, stellte sie ihren beiden Begleitern laut die Frage, welche ihnen wohl allen durch den Kopf ging. „Trennen sich hier unsere Wege oder ziehen wir noch eine Weile gemeinsam weiter?“, fragte sie weiter und blickte zwischen ihnen hin und her. „Wir sind gemeinsam aus Lenadur geflohen und haben uns bis jetzt durchgeschlagen, aber wohin zieht es euch jetzt?“

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Sa Jun 01, 2013 7:25 pm

Inzwischen war auch Mei aus der Hütte gekommen. Er hielt bei Daewyn an, die ihn irgendwie seltsam ansah. Er konnte nicht genau sagen wie Frauen das machten, aber sie schafften es einem mühelos zu zeigen, dass er etwas falsch gemacht hatte. Mit einem solchen Blick wurde der Mörder nun bedacht. Er sagte ein paar Worte, so leise, dass er sie kaum hörte, geschweige verstand. Es war nicht viel, nur etwa ein oder zwei Sätze. Doch scheinbar verfehlte es seine Wirkung nicht, Daewyns Gesicht schien sich aufzuhellen. Sie drückte Meis Unterarm und kam nun auf ihn zu. Sie schien auf einmal bessere Laune zu haben, als den gesamten bisherigen Tag. Vermutlich hatte Mei sich für irgendetwas entschuldigt, was sonst konnte so eine Reaktion hervorrufen?
Er dacht kurz über ihre Frage nach. Was sollte er machen? Irgendwie hing er an den beiden, auch wenn er sie erst kurz kannte. Aber man merkte für gewöhnlich recht schnell, ob man sich mit einer Person verstand oder nicht. Normalerweise hätte er sich niemals mit solchen Gestalten abgegeben. Aber wenn er darüber nachdachte, wurde ihm klar, dass sie nicht unbedingt unehrenhafter waren als viele Adelige und andere angesehene Mitglieder der Gesellschaft. Wer entschied sich schon freiwillig für einen solchen Weg? Jeder Mensch nahm hunderte Abzweigungen, die ihn zu dem machten, was er war. Vermutlich hatte keiner von beidem absichtlich anderen Menschen schaden wollen, sondern lediglich eine Möglichkeit gesucht, wie sie überleben konnten. Und sie hatten den Bewohnern dieses Dorfes genauso geholfen, wie er selbst. Insofern war er wohl nicht besser als sie. Zumindest stand es ihm nicht zu, darüber zu entscheiden.
"Ich hätte keine Einwände, solltet ihr euch dazu entschließen können, mir weiterhin Gesellschaft zu leisten. Im Gegenteil, ich wäre sogar hocherfreut. Und da mein Ziel zwar klar, der Weg dorthin aber von Nebeln umhüllt ist, wird es mir nicht schaden, diesen von euch mitbeeinflussen zu lassen."
Er lächelte. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass sie noch einige interessante Dinge erleben würden.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Sa Jun 01, 2013 11:09 pm

Daewyn schien ihm zu verzeihen, das war mehr als er sich erhofft hatte, auch wenn er wusste, dass damit das Thema noch nicht aus der Welt war. Er lächelte sie versöhnlich an, als sie seinen Arm drückte und ging dann weiter zu seinem Hengst, nahm einen Futtersack Hafer aus den Satteltaschen und fütterte das Tier. In diesem Moment fragte Daewyn, was ihn schon umtrieb seit sie wieder zurückgekehrt waren. Er hatte keine Heimat, vielleicht sein Haus in Saneyd, aber das war mehr eine Eitelkeit, die er sich durch einige profitable Aufträge leisten konnte. Er hatte nicht das Gefühl nach Hause zurückzukehren, wenn er dort war.
Dennoch, die Idee nach Saneyd zu reisen hatte etwas merkwürdig attraktives an sich, er konnte es schlecht beschreiben, aber ihm war als drängte ihn sein Unterbewusstsein dort hin. Sicherlich war Saneyd eine beeindruckende Stadt, mit vielen Möglichkeiten und wenn man genug Geld hatte, dann blieb kein Wunsch unerfüllt, aber trotzdem hatte er nie das Gefühl gehabt zurückkehren zu müssen .
Früher wäre er einfach weiter von Stadt zu Stadt gezogen und hätte Aufträge erledigt, vielleicht noch sieben oder acht Jahre, dann hätte er genug Geld um bis ins hohe Alter gut davon zu leben. Aber jetzt bot sich ihm plötzlich eine neue Möglichkeit, in einer Gruppe weiterziehen. Er hatte die letzten Tage genossen, einfach weil er nicht mehr so einsam war, wie in den letzten Jahren, Daewyn und Beoris akzeptierten ihn einfach, er musste ihnen auch nichts vormachen. Noch vor zwei Wochen hätte er nicht gedacht jemals so zu denken, damals kannte er es aber auch nicht anders. Vielleicht erklärte das auch seine Sehnsuch nach Saneyd, war er schon so alt, dass er sich zur Ruhe setzen wollte? Er musste innerlich lachen, ganz Gewiss nicht, dafür wären Beoris und Daewyn die gänzlich ungeeignetste Gesellschaft. Er beschloss Saneyd als Reiseziel vorzuschlagen, dort würden sie auch über das Amulett nachforschen können und er würde vielleicht herausfinden, was genau sein Unterbewusstsein sich davon erhoffte.
"Ich habe keinerlei Pläne, die es mir verbieten würden weiter mit euch zu reisen, ganz im Gegenteil finde ich es eine gute Idee. Wenn ihr keinen besseren Vorschlag habt, dann lasst uns doch nach Saneyd ziehen, wir müssten einfach der großen Handelsroute nach Norden wenige Stunden weiter folgen, dort habe ich ein Haus, sogar einen Diener, der das Haus in Schuss hält und dafür darin mit seiner Familie wohnen darf. Wir könnten uns dort ausruhen und weiter planen, so das denn nötig ist, was sagt ihr?."
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mi Jun 12, 2013 3:19 pm

Saneyd also. Dieser Vorschlag rief bei Daewyn zwiespältige Gefühle hervor. Der Gedanke, an ihren Geburtsort und in die Nähe ihrer leiblichen Familie zurückzukehren, gefiel ihr nicht besonders. Doch seit ihrem Weggang waren bereits so viele Jahre vergangen, die Erinnerungen an jenen Teil ihrer Kindheit waren nur noch sehr verschwommen, wahrscheinlich hatte ihre Familie inzwischen vergessen, dass es Daewyn überhaupt gegeben hatte. Ausserdem, Saneyd war gross – die Chance jemandem ihrer Familie zu begegnen war winzig – die Chance von ihnen erkannt zu werden verschwindend. Eine Absage würde nur wieder Fragen zu ihrer Vergangenheit aufwerfen. Und zudem war sie irgendwie neugierig auf die Stadt, wie sie heutzutage wohl aussehen mochte.

Also zuckte sie nur mit den Achseln und entgegnete: „Saneyd ist so gut wie jede andere Stadt und wenn sie wirklich so nah liegt, habe ich nichts gegen einen Zwischenhalt dort einzuwenden.“ Zwar hatte sie kurz nachdenklich Löcher in die Luft gestarrt, aber ihrem Tonfall war nicht anzumerken, dass sie einen besonderen Bezug zu dieser Stadt hatte.
„Könnten wir noch heute dort eintreffen, wenn wir bald aufbrechen?“, erkundigte sie sich bei Mei. Denn tatsächlich waren ihr die Distanzen nicht mehr in Erinnerung, aber sie wollte auch nicht den Anschein erheben, als würde sie die Stadt kennen. Bei all diesen Gedanken vergass sie völlig, sich darüber zu wundern, wie sich Mei ein Haus mit Diener leisten konnte.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Sa Jun 15, 2013 9:34 pm

Er dachte über Meis Vorschlag nach. Nirgends stand geschrieben, dass Abenteuer nur außerhalb von Städten zu finden waren. Im Gegenteil, für gewöhnlich waren immer irgendwelche anderen Menschen involviert und je mehr davon auf einem Haufen waren, desto wahrscheinlicher wurde es doch auch, dass man einem interessanten Exemplar begegnete. Und wie Daewyn sagte: Saneyd war so gut wie je andere Stadt auch. Warum also nicht? Daewyn schien kurz nachzudenken, dann fragte sie, wie schnell man dort sein könnte. Sie schien den Gedanken im freien zu lagern nicht zu mögen. Er selbst fand es befreiend unter dem weiten Sternenzelt zu schlafen, wenngleich es bisweilen mit Unannehmlichkeiten verbunden war. Doch im Wald hatte sie sich auch nicht beschwert. Er runzelte ein wenig die Stirn.
"Ich gebe zu, dass ich auch keine bessere Idee habe. Allerdings können wir in den Archiven dort womöglich etwas über das seltsame Wappen herausfinden. Und da Saneyd die nächste wirklich große Stadt ist, haben wir dort vermutlich die besten Chance, nicht wahr?"
Er lächelte leicht. Er war doch sehr froh, dass sie vorerst gemeinsan weiterreisten. Obwohl seine Gesellschaft extrem ungewöhnlich und eigentlich nur wenig vertrauenswürdig war, mochte er sie sehr gerne. Und schließlich hatten sie sich ja auch bewiesen. Er sah nachdenklich in die grobe Richtung von Saneyd. Er war schon gespannt, was dort auf sie warten würde.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Jun 18, 2013 4:57 pm

Sein Vorschlag wurde angenommen, nicht überschwänglich, aber das hatte er auch nicht erwartet, schließlich war es Saneyd und nicht das Schlaraffenland. Über Daewyns Frage musste er kurz nachdenken, es war früher Mittag, wenn sie schnell ritten und ihre Pferde nicht vorher starben würden sie es wohl schaffen mit der Dämmerung in Saneyd einzutreffen, wenn nicht würden sie vor der Stadt die Nacht verbringen müssen, da die Tore des Nachts geschlossen wurden. Natürlich gab es davon Ausnahmen, Ritter und Edelleute kamen nachts hinein, ebenso wie reiche Händler, die danach etwas ärmer waren und natürlich diejenigen, die sich widerrechtlich Zugang verschafften; sei es indem sie über die Mauern kletterten, durch die Abwasserröhren, was nicht sehr zu empfehlen war, dort gab es Ratten so groß wie Hunde und genauso hungrig, oder mit Gewalt durch eines der kleineren Tore. In der Tat hatte es seitdem er in Saneyd lebte zwei Vorfälle gegeben in denen größere Gruppen nachts durch ein Tor gebrochen waren, die Wachen töteten, die Häuser in der Nachbarschaft plünderten und ins Dunkel des Majora-Waldes verschwanden bevor die Stadtwache sie schnappen konnte. Es würde knapp werden noch heute in die Stadt zu gelangen, aber einen Versuch war es wert.
"Wenn wir die Pferde nicht schonen könnten wir es noch schaffen bevor sie die Tore schließen, falls nicht gibt es vor der Stadt genügend Wirtshäuser, die wir uns mit der Belohnung, die man uns hier noch schuldet, ohne Probleme leisten können."
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Jul 29, 2013 10:26 am

„Super“, erwiderte Daewyn erfreut auf Meis Aussage. „Dann lasst uns keine Zeit verschwenden.“ Die Aussicht, die nächste Nacht wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können, verlieh ihr neue Energie. Bereits drehte sie sich um und ging zügig auf Bajurs Hütte zu, um ihre Sachen zu holen – und deren Zustand zu prüfen.
Der Holzfäller kam eben aus seiner Hütte, die Axt über der Schulter. Er winkte ihr fröhlich zu und entfernte sich dann Richtung Wald. Wahrscheinlich war er froh, endlich wieder gefahrlos Holz hacken zu können. Daewyn dagegen betrat die dunkle Hütte, im Gegensatz zu Livias Haus wirkte diese geradezu winzig, aber hier wohnte ja auch keine ganze Familie von drei Generationen drinnen.
Ihre Sachen lagen immer noch genauso in der Ecke, wie sie diese am Vortag hingestellt hatten. Wobei – wenn sie so durchzählte, bemerkte sie doch, dass Meis Sattel fehlte. Für sich kein schwerer Verlust, aber die einzige Alternative zu dem unbequemen Ding war, auf dem blanken Pferderücken weiterzureisen und das war in Daewyns Augen ein noch grösseres Desaster. Doch wo könnte der Sattel wohl hingekommen sein?

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mi Okt 09, 2013 11:29 pm

Bevor sich jedoch irgendjemand über das Fehlen des Sattels beschweren konnte, trat ein grossgewachsener Mann mit Schmiedeschürze zu ihnen. und präsentierte ihnen einen Sattel, der erst nach dem zweiten Blick als denjenigen von Mei identifizierbar war. Lurd der Schmied lächelte schief und erklärte: „Ich bin sicher, ihr habt schon genug und bessere Waffen, als ich euch schmieden könnte. Aber“ – er legte den Sattel auf die Bank –„ dies hier werdet ihr auf eurer Weiterreise gut gebrauchen können.“
Anscheinend hatte Bajur nicht übertrieben, der Mann verstand sein Handwerk. Aus dem unbequemen Ding unterster Qualität war ein ansehbarer Sattel geworden, der mit neuem Leder überzogen, ausgepolstert und mit einer dicken Pferdedecke versehen wurde. Weder Pferd noch Reiter würden so künftig Druckstellen bekommen. Zusätzlich waren neue Lederbändel daran befestigt worden, deren Zweck schnell klar wurde, als eine Frau zwei passende Taschen danebenlegte.
Als Boeris, Mei und Daewyn wieder aus der Hütte traten, hatte sich bereits das ganze Dorf zusammengefunden. Die Leute reihten sich förmlich auf, um jeder den Helden eine Gabe zu überreichen.
Ein Schneider übergab ihnen je einen neuen Kapuzenumhang.
Mehrere Bauernfamilien brachten ihnen Proviant, stolz überreichten ihnen die Kinder die Beutel.
Ein Weinbauer trat mit zwei Weinschläuchen zu ihnen. „Es sieht vielleicht nicht nach viel aus, aber dieser Wein ist nicht unser gewöhnlicher sondern eine spezielle Mischung für den Tempel von Branwen in Sanneyd“, beeilte er sich zu erklären. „Die Priester haben schon lange Nachschlag bestellt, gewöhnlich lassen sie ihn sich schon etwas kosten.“ Damit bekam der Schlauchbeutel sofort eine neue Bedeutung und auch der Messwein wechselte den Besitzer.
Eine alte Frau überreichte Daewyn ein feines bronzenes Amulett. „Dies ist ein altes Familienerbstück. Eigentlich sollte es einmal meine Schwiegertochter bekommen, aber nun werde ich nie eine haben“, fügte sie hinzu und auf ihrem faltigen Gesicht breitete sich tiefe Trauer ab. „Ich bin euch dankbar, dass nicht weitere Männer unseres Dorfes das Schicksal meines Sohnes teilen mussten. Ich wünschte nur, ihr wäret früher gekommen.“ Damit drehte sie sich um und entfernte sich.
Eine Kräuterfrau übergab ihnen einen leichten Sack voller Heilkräuter, die sie entweder selber für ihre Wunden gebrauchen oder an die Heilergilde verkaufen konnten. Sie bekamen auch den Hinweis auf eine Verwandte in der Gilde, die ihnen einen angemessenen Preis dafür bezahlen würde.
Schliesslich kam die Reihe an den Dorfältesten und er überreichte ihnen einen Beutel mit Silbermünzen – unter dem wachen Blick seiner Schwester und mit üblichem mürrischem Gesichtsausdruck, der deutlich besagte, wie sehr ihm diese Handlung widerstrebte. Wahrscheinlich wünschte er sich die drei Helden gerade sonstwohin. Jedenfalls hüllte er sich in mürrisches Schweigen und weigerte sich schlicht, noch irgendein Wort an sie zu richten. So war es wieder einmal seine Schwester, welche sich an sie wandte. „Leider sind wir nicht besonders reich, aber durch den Weinbau sind doch einige Silbermünzen zusammengekommen. Zudem hat uns unser Fürst einen Teil der jährlichen Steuern erlassen“, sie lächelte verächtlich. „Ein paar Soldaten wären uns hilfreicher gewesen, aber seit den Gildenkriegen hat er wohl besseres zu tun.“ Sie verdrehte die Augen und brachte damit zum Ausdruck, wie viel sie von der Politik ihres Fürsten hielt.
Damit hatten die Leute ihren Teil getan, trauten sich aber trotzdem nicht wirklich davon zu gehen, sondern blieben unschlüssig auf dem Dorfplatz stehen und warteten auf die Reaktion der Helden.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Okt 14, 2013 11:39 pm

Als er das Fehlen von Meis Sattel bemerkte, stutze er einen Moment. Hatten die Dorfbewohner sich etwa doch an ihren Sachen bedient? Sofort ging er zu seinem eigenen Sattel, um seine Sachen zu untersuchen. Doch noch ehe er sich von der Vollständigkeit seiner Besitztümer überzeugen konnte, betrat der Schmied den Raum und die Sache klärte sich auf. Er lächelte, als die Dorfbewohner Mei stolz Sattel und Taschen übergaben. Zugegebenermaßen hatten sie daraus wohl das Bestmögliche gemacht, jedoch war der Sattel trotz allem nicht einmal halb so gut wie sein eigener. Naja, es würde wohl genügen. Besser als vorher war es für Mei allemal. Auch mit Wein und einigen Kräutern wurden sie ausgestattet. Er selbst wusste nur den Wein zu nutzen, doch er war sicher, dass Mei mit Kräutern zumindest einigermaßen umgehen konnte, denn wahrscheinlich wusste er das eine oder andere Gift und womöglich auch einige Gegengifte zu brauen. Und einen Wunumschlag oder ähnliches bekam er vielleicht auch hin. So oder so, er gedachte dem Wein an einem der nächsten Abende gut zuzusprechen, denn einen so edlen Tropfen, wie es dieser zu sein schien, hatte er seit langer Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen. Wenn man Glück hatte, war der wein in den meisten Gasthäusern genießbar, viele jedoch verkauften nicht einmal richtigen Wein, sondern eher extrem sauren Traubensaft. Insofern hatte er in der letzten Zeit sehr viel öfter Bier getrunken. Nicht, dass das Bier besser gewesen wäre, das war an den meisten Orten mit reichlich Wasser gestrecket. Doch immerhin überdeckte das wenige Bier im Becher den Geschmack des dreckigen Wassers.
Das Amulett, das Deawyn übergeben würde, schien eher einen ideellen Wert zu haben, es war zwar, soweit er es beurteilen konnte, recht gut gearbeitet, jedoch nur aus Bronze oder Kupfer.
Die Mäntel waren allerdings brauchbar. Sie waren aus Wolle und durchaus von guter Qualität. Sie waren schwarz eingefärbt. Einerseits sah man so zwar den Dreck nicht mehr so gut, andererseits würde der Straßenstaub darauf umso mehr zur Geltung kommen. Nichts destotrotz bedankte er sich freundlich lächelnd. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass sie alle diese Farbe bevorzugten, wenngleich auch aus unterschiedlichen Gründen. Für Meis Und Daewyns Tagwerk, wenngleich der Begriff "Tagwerk" an dieser Stelle schlecht gewählt schien, war schwarze Kleidung oft schlicht praktischer; für ihn selbst waren schwarz und silber schlicht die Farben seines Familienwappens.
Über nichts freute er sich jedoch so sehr, wie über den prall gefüllten Geldbeutel. Mit breitem Grinsen nahm er ihn entgegen. Allerdings ließ der Alte sich nicht dazu herab noch etwas zu sagen, weshalb seine Schwester das Wort ergriff. Irgendwie schien es ihm, je länger er hier war, dass seine Schwester mehr zu sagen hatte, als der Dorfälteste selbst. Auch diese Überlegung besserte seine Laune noch einmal. Mit einem Lächeln antwortete er:
"Habt dank für diese Gabe. Wir wissen es wohl zu schätzen und freuen uns, dass wir behilflich sein konnten. Jedoch bitte ich Euch, das Geld zu behalten. Ihr werdet es gut gebrauchen können, insbesondere, um die Schäden auszugleichen, die das Monster diesem Dorf beschert hat. Ihr könntet lange kein Holz mehr schlagen und habt einige gute Mitglieder eurer Gemeinschaft verloren. Es wird einige Zeit brauchen, bis es wieder normal läuft."
Mit diesen Worten gab er den Geldbeutel zurück. Ihr wohlgemerkt. Innerlich grinsend bemerkte er, dass diese Geste den Alten zur Weißglut trieb.
Er hatte außerdem beschlossen, bei erster Gelegenheit Mei und Daewyn einen Ausgleich für das eben zurückgegebene Geld zu geben, den sie dann unter sich aufteilen konnten. Er selbst besaß mehr als genug Gold, besonders jedoch für Daewyn musste der Inhalt dieses Beutels ein Vermögen sein.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Okt 15, 2013 7:34 pm

Auf einmal kamen eine Menge Leute zu ihnen in die Pferdekoppel. Allen voran ging ein großer Mann mit einem Sattel, den er sichtlich stolz vor Mei auf die Bank legte. Erst jetzt fiel ihm auf, dass sein alter Sattel, sofern man dieses Stück Leder so hatte nennen können, nicht mehr da war. Bis auf die Satteltaschen, aus denen er sich gerade noch bedient hatte, war alles weg. Nun, jetzt nicht mehr, denn wie man ihm erklärte war dieser neue Sattel für ihn und tatsächlich sah er so aus, wie man das von einem Sattel erwartete und mehr. Ein komplett neuer Lederüberzug, Polster, neue Schnallen, er war beeindruckt, so lange waren sie auch nicht weg gewesen, der Mann musste fast durchgehen daran gearbeitet haben. Dankend nahm er den Sattel entgegen, sowie die zwei Satteltaschen, die seine schäbigen Alten mehr als ersetzen würden.
Zudem bekam jeder von ihnen einen schwarzen Kapuzenumhang, etwas das man tatsächlich brauchen konnte und sei es nur als Staubschutz seiner richtigen Kleidung. Beoris bekam einen Schlauch Wein in die Hand gedrückt, angeblich ein edler Tropfen, was sich wohl noch zeigen würde, Daewyn ein Amulett, das wohl mehr ideellen als materiellen Wert besaß, aber bei solchen Gelegenheiten war es ja eigentlich die Geste die zählt. Die örtliche Kräuterfrau drückte Daewyn einen Beutel mit Kräutern in die Hand, vermutlich dachte sie, dass die einzige Frau in der Gruppe damit am meisten anfangen konnte. Ob das so war wusste er nicht, aber er war auf diesem Gebiet kein gänzlich unbeschriebenes Blatt und würde auf jeden Fall mal einen Blick in den Beutel werfen. Nach und nach kamen noch mehr Bewohner und schenkten ihnen vor allem Nahrungsmittel und dergleichen. Was ihn sehr beeindruckte war die Anzahl der Schenkenden, das Dorf schien nicht sehr wohlhabend zu sein, trotzdem sah es so aus als brächte jede Familie ein eigenes Geschenk, so klein es auch sein mochte, wo doch ein Beutel Münzen gereicht hätte um sie loszuwerden. Irgendwie stimmte es ihn umso mehr zufrieden einen Teil zur Sicherheit dieser guten Leute beigetragen zu haben.
Zu guter Letzt trat der mürrische Alte vor und überreichte Beoris wortlos ein Säckchen voll Münzen und wieder einmal war es seine Schwester, die den Dank aussprach. Vielleicht würde der Alte bald an Griesgrämigkeit sterben, es wäre keine Schande, dachte Mei. Dann machte der junge Adlige etwas unfassbares, er gab das Geld zurück! Ungläubig starrte er auf das Säckchen, dass nun abermals seinen Besitzer wechselte. War er wahnsinnig geworden? Nur mit Mühe konnte er sich zurückhalten und sah Beoris nur verwundert an. Sie hatten wesentlich mehr bekommen als erwartet und zusammengenommen waren die Naturalien wohl mindestens genauso viel wie die Münzen wert, dennoch; er hatte es sich noch nie Leisten können einen Beutel voll Münzen ausschlagen zu können und bezweifelte, dass dies nun plötzlich der Fall war.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Sa Nov 02, 2013 12:30 pm

Leicht gerührt beobachtete Daewyn, wie die Dorfbewohner ihre Gaben vortrugen. Den Sack Heilkräuter nahm sie dankend entgegen. Bei den Gildenkämpfen gab es sicherlich genug Verletzte, die sie benötigen würden, und daher würde sie bei den Heilern einen guten Preis erwirtschaften können. In einer anderen Situation hätte sie die Kräuter wahrscheinlich in die Gilde gebracht, wo ihr jemand Tränke daraus mischen konnte. Sie selbst kannte und benutzte nur gerade zwei Kräuter, die sie nicht in diesem Beutel zu finden erwartete. Ein Blick konnte jedoch nicht schaden, ihre Vorräte waren nämlich in Lenadur zurückgeblieben.
Der Alte reichte ihnen schliesslich noch einen Geldbeutel, der angenehm gefüllt aussah. Dabei machte er jedoch ein Gesicht, als würde er die Münzen lieber aufessen und alle verbliebenen Zähne ausbeissen – was kein grosser Verlust wäre angesichts der gelben Stummeln –, als sie den jungen Abenteuern auszuhändigen. Dieser Gedanke zupfte an ihren Mundwinkeln und nur mit grosser Mühe konnte sie ein befriedigtes Grinsen unterdrücken. Und dann gab Boeris das Geld zurück!! Ihre Selbstbeherrschung war normalerweise sehr gut, worauf sie auch stolz war, nun jedoch versagte sie total. Völlig entgeistert starrte sie den jungen Adeligen an. Was dachte er sich eigentlich dabei!
Schnell jedoch verwandelte sich ihre Entgeisterung in Verärgerung. Sie warf Mei einen Blick aus zusammengekniffenen Augen zu, der Attentäter würde wohl mit Boeris Entscheidung wahrscheinlich auch nicht ganz zufrieden sein. Dann trat sie zu Boeris, packte ihn am Arm und murmelte durch zusammengekniffene Lippen: „Wir müssen reden! Sofort!“
Nach einem Nicken an die Alte, die ebenso perplex wirkte wie Daewyn kurz zuvor, drehte sie sich um und marschierte zurück zu den Pferden, wobei sie Boeris hinter sich herzog. Hier etwas sichtgeschützt vor den Dorfbewohnern, drehte sie sich um und starrte den Adeligen mit funkelnden Augen an.
Hornochse!“, fuhr sie ihn an. „Wie kommst du auf die Idee, du könntest einfach unseren Lohn ausschlagen!“ Ihre Worte kamen zwar nicht allzu laut, schliesslich sollten die Dorfbewohner nicht den ganzen Streit mitbekommen, aber das tat ihrer Schärfe und Angriffslust nichts ab.
„Nicht jeder hat das Privileg, mit mehr Geld als notwendig in der Tasche herumzureiten und jederzeit in einen schönen Palazzo zurückkehren zu können. Ich brauche das Geld, also spiel dich hier nicht als Wohltäter auf!“

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Nov 19, 2013 12:22 pm

Während Mei über seine Großzügigkeit einfach nur perplex wirkte, schien Daewyn regelrecht rasend vor Wut. Sie packte ihn kräftig und zog ihn am Arm von den Dorfbewohnern weg, die ihnen allesamt mit offenen Mündern hinterhersahen. Mei folgte ihnen auf dem Fuße. Wütend zischend machte sie ihrem Ärger luft. Er selbst bemühte sich sie zu beschwichtigen und lächelte leicht.
"Mir war klar, dass ihr damit nicht einverstanden sein dürftet. Allerdings reite ich, wie du richtigerweise bemerkt hast, mit mehr Geld als notwendig in der Tasche herum und kann jederzeit in einen schönen Palazzo zurückkehren, in dem noch mehr wartet. Deswegen kann ich mir diese Wohltätigkeit sehr wohl leisten. Ich hatte zu keiner Zeit vor euch um euren verdienten Lohn zu bringen, im Gegenteil. Ihr könnt von mir aus beide eine Sack mit Münzen haben, der so groß ist wie der, den ich eben zurückgegeben habe. Das habt ihr euch sogar verdient, schließlich könnte ich euch das wohl kaum geben, wenn ihr nicht mit mir im Wald gewesen wärt. Aber diese Menschen haben ihren kümmerlichen Besitz mühsam zusammengekratzt um uns zu bezahlen und dabei noch einen Haufen nützlicher Dinge draufgelegt. Ich werde gewiss kein Dorf hungern lassen, damit ich noch ein bisschen reicher werde!"
Er sah zu den Bewohnern zurück, die alle neugierig herübersahen. Gewiss merkten sie, dass diese Großzügigkeit nicht geplant gewesen war. Dann wandte er sich wieder seinen Begleitern zu.
"Wenn ihr gestattet regeln wir diese Angelegenheit später, wenn wir dieses Dorf verlassen haben. Nachdem ihr nun keine Angst mehr haben müsst, dass ihr leer ausgeht, werdet ihr euch hoffentlich noch solange gedulden können!"
Dann machte er sich auf den Weg zurück zu den Dörflern, die immernoch im Halbkreis um ihre Sachen und Pferde herum standen. Er machte sich daran ihre Geschenke zu verstauen und sein Pferd reitfertig zu machen, während er sich noch einmal freundlich lächelnd für die Gastlichkeit und ihre großzügigen Geschenke bedachte.
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