Amanohara

die Welt liegt in Trümmern, wer wird sich um sie kümmern? Wer wird sie beherrschen? - deutschsprachiges Fantasy-RPG
 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Das Dorf Eneswe

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NSC
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BeitragThema: Das Dorf Eneswe   Do Feb 24, 2011 8:21 pm


.: :.

Das Dorf Eneswe ist ein kleines Dörfchen am Rande der großen
Handelsstraße zwischen Lenadur und Saneyd. Es hat nur drei Eingänge,
einen zur Straße, einen zu den Feldern und einen zu einem dichten Wald. Zwar besitzt es keine
Mauern, doch die Häuser sind so gebaut, dass ihre fensterlosen Rückwände
diese ersetzen. Die Häuser sind einfache Holzhütten, deren Bewohner im
Grunde alle in der Landwirtschaft tätig sind und die nahe gelegene Stadt
Landana versorgen. Wie im gesamten Hügelland nahe Saneyd wird hier auch
viel Weinbau betrieben.


In diesem Monat sind bereits 7 Menschen spurlos verschwunden und die Bewohner sind verzweifelt.
Da sie das Problem selbst nicht in den Griff bekommen, hoffen sie, dass vielleicht ein Aussenstehender das Rätsel lösen kann.

Der Dorfälteste hält eine Belohnung für den/die Wohltäter/in bereit.

.: :.

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Zuletzt von NSC am Do Okt 20, 2011 12:03 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Mei
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Do Aug 25, 2011 9:50 pm

out: Da sich hier sonst keiner zuständig fühlt fang ich mal an, bevor alles wieder einschläft...

in: Eneswe war nicht sehr groß, die Häuserfronten wiesen alle nach innen auf einen Platz und bildeten ein Oval, an dessen Enden jeweils eine Lücke in der Mauer aus Häusern war. In der Mitte des Ovals steht ein größeres Gebäude, vermutlich eine Versammlungshalle, davor saß ein alter Mann in einem Stuhl und schaute den Kindern und Tieren auf dem Platz beim Spielen zu, seine Augen erfassten die drei Reiter die durch das Tor zur Straße hin ritten sofort. Mei stellte fest, dass er sich nicht bewegte und doch war klar, dass er sie gesehen hatte. Die Kinder und Tiere, die soeben noch überall herumgewuselt waren, liefen schnell zur Seite, als die drei Reiter den Platz überquerten.

Der Alte musterte sie misstrauisch und die Kinder waren ängstlich bis zu den Hütten zurückgewichen, an deren Fenstern sich nun weitere alte Gesichter zeigten und nur die Neugierde hielt sie davon ab ebenfalls hinter den schützenden Holzwänden zu verschwinden. Das Dorf musste schon oft ausgeraubt worden sein, oder eine Horde missmutiger Söldner hatte die Leute hier einmal getriezt, dass sie beim Anblick von Bewaffneten so erschraken.
Sie ritten bis vor das Haus, an dem der Alte immer noch auf seinem Stuhl saß und sich seit ihrer Ankunft noch nicht gerührt hatte. Seine Augen funkelten trotzig unter faltigen Lidern und grauen Augebrauen hervor, Mei wollte gar nicht wissen, was diese Augen schon sehen mussten. Offensichtlich hielt der Mann sie für Räuber. Das war gar nicht so abwegig, da ein Mann in schwarz und eine Frau in schwarz, jeweils mit einem Schwert und dazu ein Krieger mit großem Schwert auf einem Schlachtross ziemlich ungewöhnlich waren. Es lag also nahe, dass der Alte nicht dachte; das ist bestimmt ein hoher Tinaer Adliger, der aus Zufall mit einem Meuchelmörder zusammen los zog und als die Diebin sie ausrauben wollte brachen Unruhen aus, weshalb sie zusammen aus der Stadt fliehen mussten, zum Haus des Mörders in den Wald gingen und dort beschlossen einen unbedeutenden Dorf auszuhelfen. Wobei diese Variante wohl auch nur bedingt beruhigend gewesen wäre, da niemand gerne eine Diebin und einen professionellen Mörder im Dorf hat, am besten sie ließen diese Details bei Seite und stellten nur klar, dass sie nicht gekommen waren um das Dorf auszurauben.
"Habt keine Angst, wir sind die Lösung, nicht das Problem." sagte er, als alle drei Pferde vor der Stuhl zum stehen kamen von dem der Mann sie immernoch beobachtete. Er hatte keinen Zweifel daran, dass der Mann verstehen würde, man wird nicht Dorfältester, weil man der dümmste Vollidiot weit und breit ist und sein erster Eindruck schien das zu bestätigen. Da sein Meister ihm ein paar Tricks gezeigt hatte um Menschen einzuschätzen konnte er sich auf seinen ersten Eidnruck meistens gut verlassen. Zur Deutlichmachung holte er jedoch trotzdem nochmal einen der Anschläge hervor, welchen er in Landana von der Tormauer abgerissen hatte.
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Daewyn
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Sa Aug 27, 2011 7:54 pm

out: Quan wird den NPC spielen - Wär ein wenig doof, wenn ich einen Plot für mich selbst ausdenken würde... ^^

Langsam ritten sie in das Dorf Eneswe, dem man die Trostlosigkeit ein wenig ansehen konnte. Auch wenn sie sah, wie die Kinder gespielt hatten, so lag doch eine Unruhe über dem Dorf und das nicht nur, weil drei Fremde soeben angekommen waren.
Sie lies den Blick ein wenig über die Gesichter, die man noch sehen konnte, schweifen und kam zum Schluss, dass sie richtig entschieden hatten. Diese Leute brauchten Hilfe und diese sollten sie auch bekommen... Mei hielt geradwegs auf einem alten Mann in einem Stuhl zu. Er gab Daewyn den Eindruck, hier ein wichtier Mann zu sein, und dies schien auch Mei bemerkt zu haben. Sie kamen vor ihm zum Stehen, doch er beobachtete die Ankömmlinge momentan nur. Er war wohl sehr vorsichtig.
Mei sprach ihn als erstes an, Daewyn nickte dem Mann zur Bestätigung einfach nur zu und liess sich danach von ihrem Sattel gleiten. Es wäre für den Mann im fortgeschrittenen Alter nicht gerade angenehm, dauernd den Kopf in den Nacken legen zu müssen, um zu den Reitern hochzuschauen. Mei hatte währenddessen den Zettel herausgeholt, den die Dorfbewohner in Amanohara ausgehängt hatten. Der Mann hob eine Augenbraue und sagte aber nichts weiteres. Da ergriff Daewyn das Wort. "Erlaubt uns, uns vorzustellen. Mein Name ist Daewyn und meine Gefährten sind Mei" Sie deutete auf ihn "und Beoris." Sie war sich nicht sicher, ob sie beim Letzten noch einen Titel hinzufügen sollte oder aber sagen sollte, dass er der Adelige und sie die 'Leibgarde' wahren. Das würde wohl am meisten Sinn machen, aber sie überlies es den anderen.
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NSC
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Aug 29, 2011 4:17 am

Missmutig blickte der Alte den Reitern entgegen, während diese das Dorf betraten. Bereits seit einigen Tagen hatte sich niemand mehr hierher gewagt und er hatte die Hoffnung beinahe aufgegeben, Hilfe von außerhalb zu erhalten. Allerdings hatte er auch nicht gerade auf solch zwielichtige Gestalten gehofft. Der junge Mann, der ihn zunächst angesprochen hatte wirkte mehr wie ein Meuchelmörder und Dieb, als wie ein disziplinierter Soldat. Lediglich die dritte Person schien mehr oder weniger anständig zu sein. Einige Minuten verstrichen, in denen der Greis jedes der drei jungen Gesichter genau musterte und sich einprägte. So jung und schon dreht sich in ihrem Leben alles um Gewalt, dachte er und schloss für einen Moment die Augen. Was sollten sie schon ausrichten können, wenn selbst die besten Männer des Dorfes keine Chance gehabt haben...vielleicht sollte er sie einfach direkt wieder dort hin zurückschicken, woher sie gekommen sind. Damit würde er ihren Familien sicherlich einen großen Gefallen tun. Jedoch, sie wirkten fest entschlossen zu bleiben und seine Menschenkenntnis hatte ihn in all den Jahren, die er bereits erlebt hatte nie im Stich gelassen.
Schließlich öffnete er die Augen wieder und schaute die kleine Gruppe an. Soso, die Lösung wollt ihr also sein? Langsam stand er auf und trat etwas näher an die ihm nächste Person heran. Kaum sprießt der erste Flaum im Gesicht, wollen sie alle sofort den Helden spielen... Langsam drehte er sich um und setzte sich wieder auf seinen Stuhl. Wisst ihr überhaupt, was euch erwartet? Habt ihr die Risiken und Gefahren gut abgewägt bevor ihr hergekommen seid? Er hatte dies alles mit lauter Stimme gesagt und warf ihnen nun einen leicht abfälligen Blick zu.
Als die erste Person antworten wollte unterbrach er sie. Nein, natürlich nicht!? Wie denn auch, wo ihr kaum älter als mein Neffe seid. Bei diesen Worten senkte er langsam seinen Blick und flüsterte: Und selbst er hat es nicht geschafft... Dabei dachte er an den jungen Mann, der sich erst vor kurzem, bewaffnet mit einer Holzfälleraxt und begleitet von einigen anderen Männern des Dorfes, aufgemacht hatte um ihr Problem zu lösen. Lediglich einer der Männer kam wieder.
Trauer überkam ihn, wenn er an das Streitgespräch dachte, dass er am Vorabend mit seinem Neffen gehabt hatte. Und jetzt geht, verschwindet...ich möchte nicht am Tod von Kindern Schuld sein.

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Zuletzt von NSC am Mo Okt 10, 2011 1:27 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beoris
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mi Aug 31, 2011 3:11 pm

Er selbst schwieg. Auch wenn er wohl die Gestalt war, die den Leuten die wenigste Angst bereitete, so überliess er Mei und Daewyn das Reden. Sie waren wohl besser im Umgang mit Menschen. Bei allem was er gelernt hatte, hatte man ihm nie beigebracht mit dem Pöbel zu reden. Er stieg auch nicht vom Pferd. Sie würden wohl nicht lange bleiben. Einerseits weil Arbeit wartete und andererseits, weil diese Menschen wohl kaum einen von ihnen zum Essen einladen würden. Er hatte zwei Dinge über Landbevölkerung gelernt. Erstens mochten sie keine Fremden. Und zweitens noch viel weniger, wenn sie Ärger machten oder auch nur so Aussahen als ob. Der Alte begann nun zu reden. Nun sah er sich genötigt doch etwas zu sagen.
Er lächelte selbstsicher auf den Mann herab und war sich sicher, dass er eine eindrucksvolle, wenn auch vielleicht ein wenig überhebliche Figur machte. In seinen Kreisen übte man sein Auftreten.
"Guter Mann. Ich bin sicher, Ihr habt schon bemerkt, dass meine Begleiter nicht die Art von Menschen sind, die gewöhnlich den Helden spielen. Und ich bin auch sicher, dass Ihr erkannt habt, dass jeder von uns sich seiner Fähigkeiten sicher ist und trotz unseres Alters, dass Euch vielleicht zu jung vorkommen mag, einige Erfahrung hat. Ich kämpfe nunmehr seit fünf Jahren, den Umgang mit Waffen übe ich noch viel länger. Konnte das auch Euer Neffe von sich behaupten?"
Er wusste, dass es womöglich hart klang und den Dorfältesten verärgerte, dass er so über seinen Neffen sprach. Doch es war ihm gleich. Er war nicht hier um einem alten Narren zu geben was er wollte.
"Ihr mögt richtig liegen. Ich persönlich habe die Risiken und Gefahren nicht abgewogen. Aber wie könnte ich auch, wenn Ihr Euch weigert zu sprechen? Ich werde schon wissen, ob ich mich der Aufgabe gewachsen fühle. Aber gut, wenn Ihr Euer Gewissen nicht mit dem Tod von drei "Kindern", wie Ihr uns nennt, belasten wollt, dann richtet Euch schon einmal darauf ein, dass es dafür mit der Schuld am Tod einiger weiterer Bewohner dieses schönen Dorfes belastet wird. Also entscheidet Euch, wer lieber sterben soll: Mit ein wenig Pech drei junge aber fähige Fremde, die sich der Gefahr bewusst waren und jederzeit hätten gehen können, oder aber mit großer Sicherheit unzählige Eurer Freunde und zwar jedes Alters. Alte und Kinder. Ist nicht meine Sache, aber ich wüsste, wie ich mich entscheiden würde."
Er lehnte sich im Sattel zurück, saß aber dennoch genauso gerade, wie er es tat, seit sie das Dorf erreicht hatten. Er war sich sicher, dass er den Kerl überzeugt hatte. Und wenn nicht würde er bestimmt nicht versuchen ihn zu überreden. Sollte der alte Trottel doch sehen wo er blieb.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mi Aug 31, 2011 8:51 pm

Mei hörte sich die Reden des alten Mannes und quittierte sie mit einem leicht verärgerten Stirnrunzeln. Der Mann litt offensichtlich an Demenz, da er offenbar sowohl vergessen hatte, dass auf den Gesuchen nicht die Rede davon war mit welcher Art Problem man es hier genau zu tun hatte, weshalb man wohl nur schwerlich die Risiken abwägen konnte, als auch die ausgeschrieben Belohnung. Schließlich waren sie keine reichen Adeligen, Beoris mal ausgenommen, die aus Lust und Laune durch die Landschaft reisten und sich nur von Luft und Liebe ernähren, sie also nicht "Helden" spielen wollten, sondern schlicht und einfach Geld verdienen, Beoris eingeschlossen. Außerdem bezweifelte er, dass Daewyn jemals mit einem Flaum im Gesicht zu kämpfen hatte und selbst wenn wäre das wohl eher Grund zur Depression als zu spontanen Heldentaten und was ihn und Beoris angeht hätten sie wohl beide schon bevor auch nur der Hauch eines ersten Flaumes gesprossen wäre, Leute vom Schlage dieses erwähnten Neffen nach Strich und Faden vermöbeln können. Er musste zugeben, dass die Frechheit des alten Mannes ihn ziemlich in Rage versetzte und nicht nur leicht verärgerte, das war genau die Art Mensch, die er nicht ausstehen konnte.

Beoris sprach bevor ihm ein bissiger Kommentar herausrutschen konnte, der gewiss höchst undiplomatisch gewesen wäre, der Adelige konnte das vermutlich besser, zumal ihm selbst gerade ohnehin nur wenig schmeichelhafte Vergleiche zwischen Tieren und besagten Neffen beziehungsweise dem Alten einfielen, es war einfach eine Frechheit das ein Mann aus dem Pöbel so zu sprechen wagte, immerhin war Beoris ein Adeliger, er sollte den Mann am besten sofort für diese Respektlosigkeit hinrichten, sein Vater hätte das vermutlich sofort getan. Tatsächlich war Beoris aber ein Meister der Redekunst und der Beherrschtheit, dieser löste die Situation mit dem alten Klugscheißer höchst diplomatisch, während Mei ihm am liebsten verprügelt und enthauptet hätte war Beoris seelenruhig und sachlich, bewundernswert, wenn auch etwas zu liberal für seinen Geschmack. Beoris Rede beruhigte ihn jedoch soweit, dass er beschloss den Alten nicht zu enthaupten, zumindest nicht sofort, dafür fiel ihm etwas anderes ein:
"Wir sollten aufhören uns gegenseitig zu beharken und zum Geschäftlichen kommen, vielleicht können wir etwas für euren heldenhaften Neffen tun, aber dafür müsstet ihr aufhören uns Angst zu machen und uns erzählen was denn jetzt genau euer Problem ist."
Der Alte schien die Sache tatsächlich für ein großes Problem zu halten und das nur weil sein vermutlich vertrottelter und debiler Neffe vergeblich versucht hatte ihm Herr zu werden, mit ein bisschen Verhandlungsgeschick würden sie die Belohnung um einiges erhöhen können, Geld stinkt schließlich nicht wie es so schön heißt, auch nicht wenn es von einer alten Labertasche kommt.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Fr Sep 16, 2011 1:15 am

Achja? Hab ich das, ja? Und wie soll ich das bitte erkannt haben hä? Die Stimme des Alten klang erstaunlich laut, trotz des krächzenden Untertons. Man hörte ihm an, dass er sie bereits seit vielen, vielen Jahren auf diese Art verwendete. Das einzige, was ich erkannt habe ist, dass ihr Drei öffensichtlich keinen Respekt vor dem Alter habt! Aber nungut, wie mir scheint kann ich euch nicht von eurem Vorhaben abbringen... Bei den zuerst gesprochenen Wortern war er aufgestanden, nun jedoch setzte er sich langsam wieder. Zudem habt ihr nebenbei auch Recht...Ich würde tatsächlich eher die Schuld an eurem Tod auf mich nehmen, als die Kinder dieses Dorfes tot zu sehen. Wenn ihr uns also weiterhin helfen wollt, dann geht zu Bajur. Mit seinem knochigen Finger deutet der alte Mann auf eines der kleinen Häuser aus dessen Schatten gerade ein groß gebauter, muskulöser Mann trat. Er ist der Einzige, der weiß was euch erwartet und wird euer Führer sein. Und jetzt geht und lass einen alten Mann in Ruhe in seinen Erinnerungen schwelgen. Nachdem Bajur einige Schritte in ihre Richtung getan hatte und sich somit in Hörweite befand senkte der Älteste seinen Kopf womit seine Augen und ein Großteil seines Gesichtes in den Schatten verschwand und schwieg.

Bajur, der genauso groß wie Beoris und beinahe doppelt so breit zu sein schien, war ein Mann, dem man sowohl seine Arbeit als auch seine Lebensfreude ansah. Seine Arme glichen den Baumstämmen, die er vermutlich täglich hackte und in seinem Gesicht saß ein ehrliches Lächeln als er zu der Gruppe trat. Er trug nichts als eine schlichte Stoffhose und eine lederne Weste unter der man leicht drei Narben erkennen konnte.
Ahahaha! Seid ihr die neuen Kerle, die in den Wald wollen? Mit diesen Worten musterte er die Drei, ehe er mit seiner Begrüßung fortfuhr: Wie euch Ältester Gorun bestimmt schon verraten hat, heiße ich Bajur und bin Holzfäller. Ich und meine Jungs... bei diesen Worten zeigt sich kurz ein schmerzerfüllter Knick in seinem Lächeln, ...waren die ersten, die das Biest gesehen haben. Leider...habe nur ich den Vorfall überlebt...Auch wenn ich zugeben muss, ihr seht nicht gerade nach der Sorte Personen aus, die uns helfen könnte, ich wünsche euch alles Glück der Welt und hoffe, dass ihr den Kampf übersteht. Während er laut auflacht, verzieht sich seine große Brust und unter dem dunklen Haar sieht man die drei, parallel verlaufenden, Narben etwas genauer.

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Beoris
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Fr Sep 23, 2011 7:16 pm

Der alte Kauz war offenbar nicht ganz so geistig verwirrt, wie es zu Beginn den Anschein gehabt hatte. Auch wenn er weiterhin nicht zu begreifen schien, dass man eher Respekt vor einem großen Schwert als vor seiner Leistung haben musste, eine zugegeben beachtliche Zahl an Jahren nicht durch seine eigene Dummheit umgekommen zu sein. Außerdem äußerte er unverblümt, dass er sich nicht groß um ihren Tod scherte, was dann doch Beoris' Respekt vor ihm steigerte. Er musste in der Tat eine Kakerlake sein, um bei so viel Dummheit so lange überlebt zu haben. Fast war er versucht zu überprüfen, ob er, wie auch Kakerlaken, ohne Kopf weiterleben konnte. Da dies allerdings nicht besonders gut zu seiner Erziehung und seinem Ruf passte, überließ er Mei eventuelle Versuche. Er wandte sich wortlos ab und ging zu dem Bajur genannten Mann.
Er war ein großer Kerl, etwa so groß wie er selbst, allerdings schien er doppelt so breit zu sein. Fast wunderte man sich, dass er keine Wurzeln schlug, wie die Bäume, die er zu fällen pflegte. Er war hässlich genug um ihn mit einem Baum zu verwechseln. Er hatte sich wohl das letzte Mal vor einigen Jahren gewaschen, falls überhaupt. Vermutlich war sogar das unfreiwillig geschehen, vielleicht als er in einen Bach gefallen war, überlegte Beoris. Auch seine Kleidung änderte nichts daran, dass man ihn bei völligem Stillstand für einen Baum hielt. Allerdings bemerkte Beoris drei Narben auf des Holzfällers Brust. Ob die von dem geheimnisvollen Wesen stammten? Ihm fiel kein Tier ein, dass solche Krallen hatte beziehungsweise einfach so Menschen angriff und zahlreiche von ihnen, auch wenn es noch so große Trottel gewesen sein mochten, erledigte.
"Tja, auch wenn offenbar jeder hier zu glauben scheint, dass wir die Waffen zum Spaß tragen und damit schlechter gerüstet sind als eine Horde unausgebildeter Kinder mit Äxten, können wir doch tatsächlich mit unseren Schwertern umgehen. Also sagt Ihr mir jetzt am besten, was Sache ist. Warum Ihr überlebt habt und was Euch wo angegriffen hat."
Er lächelte weder, noch wollte er in irgendeiner Weise die Freundlichekeit dieses Mannes erwidern. Mal ehrlich, nur weil er ein wenig breiter war hielt er sich jetzt wohl für überlegen und bezeichnete sie als Kinder? Der Plan aus dem Kerl statt eines gleichgroßen und doppelt so breiten Mannes zwei nicht minder kleine, aber in ihrer Breite ihm ebenbürtige Klumpen zu machen zuckte durch seinen Kopf. Zu schade, dass er kein Raubritter war. Man war doch wirklich von Trotteln umgeben. Zum ersten Mal verstand er seinen Vater richtig, wenn dieser wieder einmal resigniert heimgekommen war und über die unglaubliche Dummheit der Menschen klagte.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Sa Sep 24, 2011 7:58 pm

Er fiel beinahe ungläubig vom Pferd. Dieser Alte machte ihnen hier lange Vorträge von wegen sie wüssten nicht auf was sie sich einlassen und so weiter und nun gab er freimütig zu, dass er selbst keinen blassen Schimmer hatte, um was es sich bei diesem Problem handelte. Die Wut in ihm stieg, zum einen nahm sich der Mann ziemlich viel raus, das störte ihn weniger weil er herablassend zu Daewyn oder ihm war, sie musste man in dieser Gesellschaft schließlich nicht mit Respekt behandeln, aber Beoris war ein Adeliger und man zollte Adeligen, auch wenn sie von der anderen Seite des Kraters kamen, Respekt. Sein Vater hätte diesen Alten ohne große Umschweife enthauptet, aber das wäre ihrem Ziel doch ziemlich abträglich gewesen, also ließ er es und richtete sich nach seinem Meister, einem bekennenden Pragmatiker, allerdings würde er keine weiteren Respektlosigkeiten von seiten des Kauzes dulden.

Der Mann der nun endlich Licht ins Dunkel dieser Angelegenheit bringen sollte hatte eine beeindruckende Statur und sah eigentlich ziemlich freundlich aus, das wurde nur durch die drei großen,parallelen Narben zerstört, die sich über seine Brust zogen. Er nahm an, diese stammten von dem Tier auf das sie Jagd machen sollten. Es musste ziemlich wild und vermutlich groß sein, wenn es einen Mann dieser Größe angriff und solche Narben hinterließ und er hatte den Speer zu Hause gelassen.
Als der Mann schließlich sprach schaute er erstmal zu Daewyn hinüber, zum einen um zu sehen, ob sie nun einmal reagieren würde, nachdem jetzt schon der zweite die Drei als eine reine Männergemeinschaft tituliert hatte, zum anderen, um zu sehen, ob Daewyn vielleicht tatsächlich ein Mann war und er einfach bisher mit Blindheit geschlagen gewesen war. Er stellte fest, dass Daewyn keinerlei Reaktion zeigte, sie hatte sich, abgesehen von der Begrüßung ohnehin bisher rausgehalten und dass sie kein Mann war, auch wenn er das noch nicht mit Bestimmtheit sagen konnte, da ihm die nötigen Einblicke fehlten. Aber was er sah war doch recht weiblich und er bezweifelte, dass diese zwei Männer Näheres wussten als er.
Als er seinen Blick von Daewyn abwand war der Mann mit sprechen fertig und Beoris hatte zu einer bissigen Antwort angesetzt, offensichtlich war seine Geduld auch begrenzt und er wurde langsam grantig. Allerdings war es schon spät und sie diskutierten hier schon eine Weile rum, sie würden vor der Dämmerung ohnehin nicht mehr mit der Aufgabe fertig werden, also konnten sie auch warten, sich genaueres anhören und morgen die Bestie töten. Es hatte also keinen wirklichen Sinn den Mann nun zu drängen, auch wenn er Beoris voll und ganz verstehen konnte.
Er beugte sich zu seinem Gefährten und flüsterte: "Lass es gut sein, der Mann meint es nur gut, sollte er je so frech werden wie der Alte wird es mir ein Vergnügen sein ihm in deinem Namen Manieren beizubringen, aber ihn jetzt zu hetzen hat keinen Sinn. Wir haben schon zu lange den Mist des Alten anhören müssen, die Sonne geht bald unter und wir wären Narren eine Bestie die mehrere Menschen getötet hat des Nachts zu jagen. Ich schlage vor wir übernachten hier, quetschen diesen Bajur über das Vieh aus, dass ihn angegriffen hat, am besten bei einem warmen Abendessen und schreiten dann morgen frisch gestärkt zur Tat. Wer weiß vielleicht findet sich ja auch noch die ein oder andere trauernde Witwe deren Bett ihr zu kalt ist." Den letzten Satz sagte er schon in einem frivoleren Ton und mit einem Grinsen, er konnte Beoris Wut verstehen und vielleicht würde er dem alten Narren heute Abend, wenn alles schlief, die Kehle durchschneiden, oder etwas Gift in seinen Becher schütten, aber letzten Endes waren sie doch wegen des Geldes hier und alle Aggressionen würden den Gewinn nur schmälern. Allerdings hielt er es trotzdem für angebracht Bajur noch vorzuwarnen, dazu ritt er näher an den Riesen heran, sodass dieser den Kopf in den Nacken legen musste um ihn anzusehen: Ich rate dir dringlichst zu ausgesuchter Höflichkeit, du sprichst hier nicht mit einem Vagabunden, oder einem stinkenden Söldner wie sie sonst vermutlich hier durchkommen, sondern mit einem hohen Adelsmann aus Tinae. Zeig Respekt, Leute wurden schon wegen weniger umgebracht, glaub mir. Und was eure Bestie angeht schlage ich vor ihr erzählt uns näheres bei einem Abendessen, wir haben eine lange Reise hinter uns und es wird bald Dunkel, da können wir das Viech sowieso nicht jagen."

out: sry für den etwas längeren Post, aber Vayshan, Leda und Safnir sind schon fertig für den Tageswechsel, deshalb dacht ich mir wir sollten hier mal zu einem Ende kommen, auch wenns mir Leid tut, dass wir Yona so oft überspringen müssen
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Daewyn
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   So Sep 25, 2011 1:39 pm

out: Gute Idee, ich wollt auch bald zum Schluss kommen. Und es muss dir nicht leid tun, mich zu überspringen, ihr wisst genau, dass es bei mir manchmal länger dauert...

in: Auch Daewyn lauschte dem alten Mann und war schon ein bisschen amüsiert über die immer etwas... unzufriedener werdenden Gesichter der beiden Begleiter. Zwar passte es ihr auch nicht ganz, dass man sie als Kinder bezeichnete, geschweige denn nicht ein Mal genau hingeschaut hatte, ob bei ihr nun auch ein "Flaum spriesse". Sie nahm das allerdings relativ gelassen hin. Vielleicht hatte der Alte sie gar nicht richtig angeschaut und da sie Mei relativ ähnlich sah (schwarze Kleidung, schwarze lange Haare...) und der Alte diesen vielleicht genauer gemustert hatte, nahm er vielleicht an, dass die beiden Personen in Schwarz wohl beide Männer sein mussten. Wie dem auch sei, sie liess das Geplapper über sich ergehen und überliess erst mal den beiden Herren das reden.
Sie war trotzdem ein wenig erschrocken darüber, wie respektlos der Alte Beoris gegenüber war. Sie selbst war sich gewohnt, nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst zu werden, aber ihr war der Anstand gegenüber Adeligen in die Knochen hineingeprügelt worden und von diesem Respekt war nicht gerade viel zu erkennen. Dies schien Beoris auch ziemlich zu wurmen. Zwar sprach der Opa von Respekt vor dem Alter...

Wie dem auch sei - Das hier war ein kleines Dorf und keinen Adel gewohnt - oder zumindest sah es danach aus. Folglich glaubte Daewyn nicht, dass sie sich etwas aus dem Adel machten, schliesslich haben die das Dorf grösstenteils in Ruhe gelassen. Sie wurden an eine nächste Person mit beeindruckender Statur weitergereicht. Hätte sich Daewyn neben ihn gestellt, so sähe sie wohl nicht besser aus als eine kleine Handpuppe. Er liess auch schon erkennen, dass er von der Kampfkraft ihrer Truppe nicht gerade überzeugt war. Nun, das mag vielleicht auf Daewyn tatsächlich ein wenig zustimmen, aber mindestens Beoris sollte man ansehen, dass er im Kampf geübt war.

Sie war ganz darin vertieft, die Narben auf seiner Brust anzustarren und bekam nicht mit, wie Mei sie anstarrte. Zum Glück nicht, ansonsten hätte sie dies leicht falsch verstehen können.

Sie wartete auf Ergebnisse. Beoris fragte nach dem Biest, Mei schlug vor, dies bei einem Abendessen zu klären. Meis Vorschlag gefiel Daewyn eindeutig besser. Nun ja, die Entscheidung konnten sie wohl nur abwarten. Aber wie Mei mit Bajur umging, gefiel ihr nicht wirklich. Sie warf ihm einen etwas... unzufriedenen oder gar vorwurfsvollen Blick zu. Klar, Bajur war auch nicht gerade zimperlich mit ihnen gewesen, aber das gab noch lange nicht Anlass dazu, ihn so zur Höflichkeit zu erinnern. Und Meis Sprechweise zeugte auch nicht gerade von viel Respekt. Wenn man respektiert werden wollte, musste man die anderen erst mal respektieren. Deshalb versuchte sie nun etwas höflicher die Bitte zu formulieren. "Entschuldigt, wenn wir Euch so überfallen, aber wir sind wirklich müde. Gäbe es einen Ort um zu rasten und wo wir die Angelegenheit ungestört besprechen können? Wie auch schon erwähnt wäre gegen etwas Essbares nichts einzuwenden." Sie fand es ein wenig frech, dass Mei sich in gewisser Weise selbst eingeladen hatte, aber das konnte sie ja schlecht wieder rückgängig machen.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Okt 10, 2011 1:52 am

Etwas erstaunt blickte Bajur den schwarzgekleideten Jungen an, der da vor ihm im Sattel saß. Das ihr keine Vagabunden seid, hätte ich mir fast schon denken können, und stinken tut ihr wahrlich auch nicht. Aber wie ein Adliger seht Ihr, und das "Ihr" betonte er in diesem Satz, nun auch nicht wirklich aus. Dann lachte er abermals laut auf, was das Pferd unruhig auf der Stelle treten und die nächsten Worte Mei's ungehört im Lärm untergehen ließ. Als Daewyn aus dem Schatten der beiden Männer trat, wirkte Bajur zuerst unbeeindruckt und erst als sie zu sprechen anfing zeigte sich ein überraschter Ausdruck auf seinem Gesicht. Nanu? Ein Mädchen habe ich jetzt aber nicht erwartet in dieser Gruppe. Noch dazu ein so hübsches. Er grinste und erinnerte sich dann aber an die Worte von Daewyn und Mei. Ihr habt Recht, wir sollten etwas essen gehen, ich lade euch zum Abenessen zu mir ein und bei einem Essen redet es sich auch viel leichter. Zumal es bald dunkel werden wird und ihr wollt doch sicherlich nicht in der Nacht in den Wald gehen oder? Allerdings muss ich euch warnen, meine Kochkünste lassen stark zu wünschen übrig und ich habe leider nur einen freien Werkschuppen über. Bei diesen Worten kratzte sich der stämmige Holzfäller am Hinterkopf und man sah ihm an, dass ihm das Thema ein wenig peinlich war.
Nichtsdestotrotz drehte er sich kurz darauf um und marschierte auf eines der kleineren Häuser zu, an dessen einer Seite sich ein kleiner Anbau befand. Bereits von außen wirkte das Haus so, als ob sein Besitzer es nicht öfter als nötig aufsuchte.

out: Ich lasse euch einfach mal die Wahl, ob ihr folgen wollt oder nich *g*
Achja und sorry, dasses so wenig geworden ist, aber ihr lasst mir da nich gerade viel Spielraum wenn wir damit iwann fertig werden wollen^^

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Beoris
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Okt 10, 2011 6:16 pm

Er ertrug stoisch die Antwort des Holzfällers. Dass er ihn nicht für einen Adeligen hielt verwunderte Beoris zwar etwas, da sein Familienwappen groß auf seiner Brust prankte. Die wenigsten Menschen konnten sich einen solchen Brustpanzer leisten und noch weniger, eigentlich nur Adelige, hatten Grund dazu. Dazu kam sein Auftreten, das jedoch dank Mei vermutlich nicht halb so beeindruckend wirkte, als wenn man von einer ängstlichen Bauernschar und womöglich einer schweigsamen Eskorte im Hintergrund umgeben war. Er muste ihm mal sagen, dass sein Ausehen bedrohlicher wirkte, wenn er schwieg. Eigentlich war er unauffällig, doch wenn man ihm erst einmal gewahr wurde, wirkte er wie ein düsterer Schatten über der gesamten Handlung. Dieser Eindruck wurde jedoch durch seine wütenden Antworten ein wenig kaputt gemacht. Selten konnten Worte so schrecklich sein wie die menschliche Fantasie. Doch eigentlich war es egal, da Daewyn so oder so das Bild zerstörte. Und ihm war es ja nicht einmal wichtig. Allerdings gefiel ihm die Bemerkung Bajurs über Daewyn nicht. Er warf ihm einen scharfen Blick zu. Hoffentlich verstand dieser dümmlich grinsende Trottel ein "Nein", sonst könnte das hier noch unangenehm werden. Wenn er erst einmal getrunken hatte, wurde er sicherlich unberechenbar. Sie mussten sehen, dass sie Informationen möglichst bekamen bevor sie ihn in seine Schranken wiesen, falls das überhaupt nötig werden würde.
"Nun gut. Wir sind denke ich alle schlechtes Essen gewohnt. Und ein Schuppen ist immerhin ein Dach über dem Kopf. Was bei diesem Wetter nicht das Schlechteste ist. Wir danken Euch also für Eure Gastfreundschaft, Herr Holzfäller."
Er wartete darauf, dass Bajur vorausging, dann folgte Beoris ihm. Er hoffte, dass besonders Mei nicht noch nachsetzen würde. Aber wahrscheinlich würde sich dieser, seinen geflüsterten Worten nach zu schließen, lieber auf die Suche nach einem richtigem Bett begeben. Sofern ein solches überhaupt in diesem Ort existierte.
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Mei
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Okt 11, 2011 6:51 pm

Er hielt sich mühsam zurück. Dieser Holzfäller forderte durch seine Respektlosigkeit die komplette Weltordnung heraus. Wohin würde es führen, wenn noch mehr stinkende Bauern wie Bajur den Respekt verlieren und am Schluss sogar nach der Macht greifen würden? Chaos, Hungersnöte, geistiger Verfall wären zweifelsohne die Folge. Adelige waren zwar oft nicht viel besser als ihre Untertanen, aber darum ging es nicht einmal, sie hatten das Recht zu herrschen, die Bauern nicht und ein Adeliger wurde dafür ausgebildet zu herrschen, ein Bauer dazu Felder zu bestellen. Man musste Adeligen als Bauer schließlich Respekt entgegen bringen, eigentlich sollte man derlei aufmüpfigen Pöbel einfach auf der Stelle erschlagen dürfen. Vielleicht würde er das auch noch machen, oder den Mann einfach vergiften. Er fragte sich, allein schon aus beruflichem Interesse, wie viel Gift er brauchen würde, um einen Mann von dieser beachtlichen Statur umzubringen.

Schließlich schob er, ob seines knurrenden Magens, die trüben Gedanken beiseite, bedankte sich brummend für die Gastfreundschaft und lenkte sein Pferd Beoris hinterher. Er machte ein paar unauffällige Atemübungen um sich zu beruhigen und beschloss fortan nur noch etwas ihre Mission betreffend zu fragen und sonst die Klappe zu halten, da der Holzfäller ihn ohnehin nicht für voll nahm und er, obwohl er stellenweise wirklich Lust dazu hatte, kein Gemetzel vom Zaun brechen wollte, um dem tumben Riesen Manieren und weitere Narben beizubringen. Inzwischen war es ohnehin schon ziemlich dunkel und der Himmel zog merklich zu, es würde wohl bald regnen und ein Dach über dem Kopf konnte da nicht schaden, weshalb er sich beeilte zu Bajurs Hütte, Haus konnte man es nicht nennen, zu gelangen. Hoffentlich waren die Kochkünste des Holzfällers besser, als dieser behauptete, allerdings gab er sich da keinen Illusionen hin.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Okt 11, 2011 8:09 pm

Nanu? Ein Mädchen habe ich jetzt aber nicht erwartet in dieser Gruppe. Noch dazu ein so hübsches.
Na gut, Daewyn hatte zwar verstanden, warum er wohl angenommen hatte, dass sie ebenfalls ein Mann war - Schliesslich sah sie beinahe aus wie Mei und dies hatte wohl schon den alten Opa von vorhin zu falschen Vermutungen verleitet - Trotzdem gefiel ihr der Satz nicht ganz. Wen nennst du hier Mädchen, du Holzklotz? Dachte sie sich verstimmt. Ja, sie war jung, aber ein Mädchen war sie mit Sicherheit nicht mehr. Er grinste noch dazu. Das war eindeutig zu viel. Daewyns Blick konnte man mit dem einer Schlange vergleichen, die mit einem stechenden Blick ihre Beute fixierte.
"Pass auf, wen du hier Mädchen nennst. Nur weil man Frauen meist keine Gelegenheit gibt, sich im Kampf zu beweisen, heisst das noch lange nicht, dass eine Frau wie ich nicht dazu im Stande wäre, sich hinderlicher Personen zu entledigen." Dies war zwar nicht als Drohung gemeint, doch Bajur sollte ruhig wissen, dass hier nicht ein kleines Mädchen vor ihm stand, sondern dass sie durchaus zu mehr fähig war - und er sie nicht unterstätzen sollte. Auch Beoris schein die Bemerkung nicht gefallen zu haben und warf dem Arbeite einen ähnlichen Blick zu.

Froh, dass dies nun auch geklärt war, nahm Beoris Bajurs Angebot an. Eine warme Mahlzeit und ein Dach überm Kopf waren eindeutig besser, als die Nacht im Wald zu verbringen, und so folgte nun auch Daewyn den Herren, denn auch schon Mei war Bajur gefolgt.

Sein 'Haus' sah nicht gerade sturmfest aus, trotzdem versprach es Trockenheit und eine gewisse Wärme am Kochfeuer. Die Pferde konnten sie in der Scheune des Nachbarns einquartieren - Denn wenn die drei im kleinen Werkschuppen Bajurs übernachten wollten, hätte es für die drei Pferde nicht mehr viel Platz gehabt. So bedankte sich Daewyn beim etwas mürrischen Nachbarn und die vier Personen machten es sich in der Küche, wo schon nach kurzer Zeit ein Feuer brannte, bequem. Während sich Bajur ans Abendessen machte, herrschte Schweigen im Raum. Erst als der dampfende, flüssige Eintopf in Schalen auf dem Tisch landete, begann die Unterhaltung. "Auf dem Zettel, der in den Städten aufgehängt wurde, stand nicht gerade viel über euer Problem. Was ist es denn nun, das euch solche Probleme macht?" Daewyn war zwar ziemlich direkt, aber sie war müde und wollte gleich auf den Punkt kommen. Gleichzeitig versuchte sie, den zu flüssigen und versalzenen Eintopf zu essen.

out: Dachte ich mach mal vorwärts.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Do Okt 20, 2011 12:13 am

Der stämmige Holzfäller antwortete nicht sofort auf die Frage des Mädchens sondern nahm sich ein paar Sekunden. Erst nachdem er sich die letzten Löffel seiner kargen Mahlzeit einverleibt hatte, legte er den hölzernen Löffel nieder und warf den drei Kämpfern einen ersten Blick zu, den ersten seit sie ihn getroffen hatten. "Wenn es uns denn wirklich nur "Probleme" machen würde, würden wir nicht die Hilfe von Leuten wie euch bedürfen. Leider bleibt uns aber in Anbetracht der Gefahr keine ander Wahl." Er blickte kurz auf. "Aber nunja, ich möchte euch ja schließlich nicht langweillen sondern informieren. Allerdings muss ich vorher, sehr zu meinem Bestürzen, sagen, dass auch ich nicht gerade viel Zeit und Gelegenheit hatte um mir das Biest genauer anzuschauen. Ich weil aber noch, dass es sich um ein ziemlich großes Tier gehandelt hat und es hat sich schneller bewegt, als jedes Tier, dass ich vorher gesehen habe. Die Tatsache, dass ich noch lebe habe ich wohl eher meiner eigenen Tollpatschigkeit zu verdanken als Können, soviel ist sicher. Wäre ich nicht gestolpert hätte es mich....ebenfalls....in der Mitte auseinander gerissen." Einen Moment schien er nachzudenken und als er weitersprach klang es mehr fragend als nach einer Tatsache. "Ich...glaube noch, dass es grünliches Fell hatte und in etwa zwei bis dreimal so hoch war wie ich. Aber im Zwielicht des Waldes und bei der Geschwindigkeit die das Ding draufhatte konnte ich leider nicht viel mehr feststellen. Es tut mir leid, dass ich euch was das angeht nicht mehr helfen kann. " Nachdem er fertig gesprochen hatte, stand er auf, wünschte seinen "Gästen" eine geruhsame Nacht und begab sich in sein eigenes kleines Kämmerlein.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Do Okt 20, 2011 9:07 pm

Er folgte den Anderen in die Hütte des Holzfällers, setzte sich und sagte kein Wort bis sie die Mahlzeit beendet hatten, auch danach verlegte er sich mehr aufs zuhören, da er es aufgegeben hatte mit dem Mann direkt zu sprechen, zumal er Daewyn gegenüber wesentlich aufgeschlossener war als ihm, was ihn wneig wunderte, Daewyn und er sahen sich zwar auf den ersten Blick ähnlich, aber wenn man nicht gerade einer vom anderen Ufer war würde einem doch spätestens beim zweiten Blick Daewyn besser gefallen. Bajur war schließlich auch nur ein Mann und seinem Aussehen nach zu urteilen vermutlich nicht gerade verwöhnt was Frauen anging.
Wie sich herausstellte wusste jener, wie sollte es auch anders sein, auch nicht viel, dass das Vieh dreimal so groß wie der riesenhafte Holzfäller wagte er zu bezweifeln und grünes Fell war auch sehr ungewöhnlich, aber man wusste ja nie. Er hatte schon von Drachen gehört die grün waren, vielleicht war das einer davon, allerdings gab es in den Wäldern und Gebirgen auch allerhand andere Kreaturen, die dem normalgebildeten Menschen Zeit seines Lebens unbekannt blieben, da sie Siedlungen meistens mieden, so hatte er es zumindest gehört und manche davon sollte wahre Bestien sein. Die Beschreibung schien aber durchaus auf einen Drachen passen zu können, einen sehr großen Drachen vermutlich, auch wenn er sich da nicht wirklich auskannte.
Nachdem Bajur sich zurückgezogen hatte stand er ohne ein Wort auf und bereitete seinen Schlafplatz, bestehend aus Sattel und Pferdedecke, den Mantel als Zudecke verwendend, im Werkschuppen für die Nacht vor. Als er sich hinlegte schlief er trotz der schleichende Kälte und Feuchtigkeit die in dem Schuppen vorherrschte schnell ein. Morgen würde ein harter Tag werden, der Holzfäller hatte tatsächlich nicht ganz unrecht, diese Sache könnte ihnen schnell über den Kopf wachsen, wenn sie sich nicht gut vorbereiteten.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Fr Okt 21, 2011 5:55 pm

Er musste sich anstrengen um nicht zu grinsen. Das waren keine brauchbaren Informationen. So viel hätte auch ein Kind gewusst. Ihn würde es nicht wundern, wenn ein solches Wesen in den Geschichten, die in diesem Dorf erzählt wurden, vorkam. Es war doch erstaunlich, wie lecht man sich selbst etwas vormachen konnte. Er hatte mal einen Mann getroffen, der, zugegeben schon etwas angetrunken, durch die nächtlichen Gassen seiner Heimat gewandert war. Irgendwann war ihm ein Schatten aufgefallen, der ihm folgte, den er gegen Ende hin gar für einen bösartigen Vampir mit rot glühenden Augen und einer geschätzen Größe von drei Metern hielt. Schreiend war er fortgelaufen vor jenem Moster, das sich als Straßenjunge herausstellte. Auch nicht ganz ungefährlich, aber mehr eine Bedrohung für saubere Kleidung und die Geldbörse als das Leben. Nachdem Mei wortlos gegangen war und auch Bajur sich zur Ruhe gelegt hatte, sah er Daewyn an. Wie es wohl für sie war mit ihnen die Nacht im Schuppen zu verbringen? Naja, sie würde wohl oder übel damit zurechtkommen müssen.
"Ich geh dann auch mal. Wünsche wohl zu ruhen."
Mit einem Lächeln verschwand er, kramte ein wenig Stroh zusammen und legte sich, den Sattel als Kopfkissen nutzend, hin. Er kramte noch einmal den Anhänger, den ihm seine Schwester gegebn hatte, hervor. Wie es ihr wohl ging? Und seien Eltern? Bestimmt waren auch in seiner Heimat Unruhen ausgebrochen. Mit einem Seufzen drehte er sich auf die Seite, seine Rüstung klirrte dabei leise. Er hatte schon so viele Nächte in ihr geschlafen, dass sie fast nicht mehr unbequem war. Die Sicherheit ging eben vor. Und in diesem merkwürdigen Dorf wollte er da keine Ausnahme machen.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   So Okt 23, 2011 11:39 pm

Bajurs Antwort war verwirrend und nicht gerade hilfreich. Das war zumindest Daewyns Meinung. Ein grünes Monster mit Fell? Bei grün und gross dachte sie erst einen Drachen. Sie hatte das Glück gehabt, mal einen Drachen über Lenadur fliegen zu sehen. Der war allerdings ziemlich hoch geflogen und sie hatte damals die Farbe nicht sehen können. San erklärte ihr damals, dass es verschiedene Arten von Drachen gab, unter anderem grüne. Aber dass sie Fell hatten, stimmte eindeutig nicht. Also musste es etwas anderes sein. Vielleicht ein Höhlenbär, dessen Fell aufgrund des Mondlichtes grünlich schimmerte. Das Grün könnte von den Büschen und Bäumen im Wald stammen...

Was auch immer es war, es warf Fragen auf und sie würden das Tier wohl erst erkennen, wenn sie wahrllich vor ihm standen. Bajur legte sich zu Bett, sowie auch Mei und Beoris, die im Schuppen verschwanden. Daewyn blieb allerdings noch eine kurze Weile in der Küche und grübelte weiter darüber, was für ein Tier es sein könnte.

Da sie mit ihren Gedanken nicht voran kam, liess sie es sein und trat in den Schuppen. Die beiden Männer schliefen bereits, Beoris trug sogar noch seine Rüstung. Ihr war es ein Rätsel, wie er damit schlafen konnte und schüttelte den Kopf. Sie hätte gerne den Mantel ausgezogen und als Kopfkissen benutzt, aber dann wäre ihr zu kalt gewesen. Regen prasselte auf das Dach und bildeten eine angenehme Geräuschkulisse. Trotzdem gelang es ihr schon wie in der Nacht zuvor nicht ganz, zur Ruhe zu kommen. San verfolgte sie in ihrem Geist und sie wälzte sich unruhig hin und her. Wann würde sie erfahren, ob es ihm gut ging? Sollte sie ihm eine Nachricht schicken? So blieb sie noch gut zwei Stunden wach, ehe die Müdigkeit über ihre tobenden Gedanken siegte und sie schlafen liess.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   So Okt 30, 2011 11:21 pm

Kurz bevor der erste der Abenteurer, die gekommen waren um Bajur und seinem Dorf zu helfen, aufstand, hatte Bajur sich schon daran gemacht ein "nahrhaftes" Frühstück, wie er es nannte, zu bereiten. Auch wenn das Ergebnis eher in die Hände eines Alchemisten zu gehören schien schmeckte es dem großen Holzfäller. Insgeheim allerdings hing er völlig anderen Gedanken nach. So fragte er sich zum Beispiel, ob seine Besucher überhaupt eine Chance gegen das...Tier haben würden. Zugegeben er selbst konnte natürlich nicht einschätzen, ob es sich bei ihnen um gute Kämpfer handelte oder nur um Möchtegern-Helden, allerdings zeigten sie das Selbstbewusstsein von Leuten, die wussten was sie taten.
Was natürlich nichts zu sagen hatte, schließlich hatten die Söldner von vorher das auch behauptet. Im Nachhinein hoffte Bajur eigentlich, dass sie es schaffen, Arroganz hin oder her, wenn sie auch versagten würde es das Dorf nur noch weiter schädigen und das wollte Bajur, der hier geboren und aufgewachsen war, nun garnicht. Lieber würde er sich das Gerede noch länger anhören und dafür demnächst endlich wieder beruhigt in den Wald gehen können, ohne ständig davon ausgehen zu müssen, dass er jederzeit umgebracht werden könnte.
Ein plötzliches Quietschen gab Bajur kund, dass wohl zumindest einer seiner Besucher aufgewacht sein sollte. Bei Gelegenheit würde er die Dielen wohl austauschen müssen, doch dies hatte Zeit.

out: Sorry, dasses so wenig ist aber ich hab momentan totalle Kopf- und (vorallem) Brieftaschenschmerzen :L
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Okt 31, 2011 5:54 pm

Er wachte früh am Morgen auf. Draußen war es noch dunkel, also blieb er noch ein wenig liegen, bevor er sich zu einem kleinen Spaziergang durch das Dorf entschloss.
Draußen roch es noch immer nach Regen, im Großen und Ganzen war er allerdings schon vorrüber. Außer einem Hund traf er kein Lebewesen. Er nutzte die Zeit um weiter über das Monster nachzudenken. War es nicht egal, was es war, wenn man es töten konnte? Und war das nicht genau der Grund, warum er fort gegangen war? Um Gutes zu tun. Monster zu besiegen, Jungfrauen zu retten. Sich einen Namen zu machen. Er konnte nur hoffen, dass sein erstes Ungeheuer nicht gleich auch sein letztes sein würde. Er umschloss den Anhänger, den er um seinen Hals trug mit seiner rechten Hand. Er würde schon überleben. Mit einer energischen Bewegung stopfte Beoris ihn zurück unter seinen Harnisch und ging zurück zu Bajurs Haus. Die Tür quietschte ein wenig als er sie öffnete.
"Guten Morgen." grüßte er den Holzfäller.
"Wenn meine Gefährten aufgewacht sind wäre ich Euch verbunden, wenn Ihr uns zu der Stelle bringen könntet an der Ihr das... Wesen gesehen habt."
Er zögerte kurz. Doch wie sollte er das Biest nennen? Vermutlich machte seine Ahnungsloigkeit bezüglich des Wesens, welches er töten sollte, Bajur nicht gerade Mut. Doch immerhin waren sie hier. Und man musste nicht wissen, wie jemand hieß, um ihn töten zu können. Das hatte er schon oft feststellen dürfen.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Mo Okt 31, 2011 8:54 pm

Er wurde von Beoris scheppernder Rüstung geweckt, zumal er wegen des Regens ohnehin nicht gut geschlafen hatte, er beschloss aber noch nicht aufzustehen und sich statt dessen lieber Gedanken über die Jagd zu machen. Mit den Waffen die ihnen zur Verfügung standen würde es vermutlich nicht einmal leicht werden ein Wildschwein zu erlegen, da Schwerter für die Jagd schlicht und einfach ungeeignet waren. Ein großes Tier damit erlegen zu wollen grenzte an Selbstmord, da er, der sich für weitaus wendiger hielt als Beoris, es sich nicht zutrauen würde einer rasenden Bestie paroli bieten zu können, was Wendigkeit und Reflexe anbelangt.
Er beschloss nun doch aufzustehen und den Holzfäller nach einem Speer zu fragen, oder einem angespitzen Stab, oder Stock, irgendwas.

Draußen war es kühl und es regnete leicht, was ihn auf den wenigen Metern bis zur Hütte des Holzfällers schon eine schlechte Meinung über diesen Tag bescherte, drinnen war es zwar warm, aber es stank erbärmlich, als ob etwas verbrannt worden wäre. Wie sich herausstellte war etwas verbrannt worden, was den Holzfäller abe rnicht davon abhielt dieses etwas fröhlich zu essen. Mei war früher ein genau so schlechter Koch gewesen, weshalb er Bajur keine Vorwürfe machte, er wusste nur, dass er wo anders frühstücken würde.
"Guten Morgen", er nickte Bajur und Beoris zu, dann fuhr er fort: "Ohne dich überfallen zu wollen Bajur, aber gibt es in diesem Dorf vielleicht ein Speer, oder etwas vergleichbares? Großwildjagd ohne einen Speer ist riskant und wenig erfolgversprechend. Nein danke ich bin nicht hungrig." Er setzte sich so weit wie möglich weg von der Schüssel auf dem Tisch, so wie es roch fragte er sich, ob man nicht besser das Haus evakuieren sollte, lächelte dabei aber freundlich in Richtung des Holzfällers.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Di Nov 08, 2011 10:10 pm

Auch wenn die beiden Herren wohl so leise wie möglich aufstanden, wurde Daewyn durch die Geräusche geweckt. Kein Wunder für eine Diebin, ihre Sinne waren geschärft. Trotzdem blieb sie noch eine Weile liegen und genoss die Pause, die sie ihrem durch das lange Reiten erschöpften Körper gönnen durfte. Beoris klapperte hinaus und auch Mei wand sich später aus der Türe hinaus.
Daewyn vernahm das sanfte Klopfen von Regentropfen auf das Dach des Schuppens und liess sich ein wenig von dem Geräusch hypnotisieren, ehe sie beschloss, nun auch aufzustehen. Sie liebte den Regen - Niemand fragt nach, wenn man mit einem schwarzen Mantel mit Kapuze in den Gassen herumläuft. Das perfekte Wetter zum stehlen - Sofern man sich nicht auf glitschige Steindächer bewegete.

Wie dem auch sei, sie trat hinaus in das graue Nass und kam auch schon bald in Bajurs Haus an. Da sie die Stimmen der drei Männer vernahm, machte sie sich nicht die Mühe, auch noch zu klopfen. Mit einem Naserümpfen vernahm sie den Geruch in dem Haus und ihr Magen antwortete mit einem böswilligen Grollen. Scheint, als wolle er ihr empfehlen, nichts von der rätselhaften Masse, die ihr auf dem Küchentisch zu Gesicht kam, zu essen. Dennoch zwang sie sich dazu. Bajur hatte sich wohl Mühe gegeben und es wäre unhöflich.
"Guten Morgen allerseits." Grüsste sie die Truppe, nahm sich ein wenig des Frühstücks und bedankte sich bei Bajur. "Was hab ich verpasst?" fragte sie, um sich auf den neuesten Stand zu bringen.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Do Nov 17, 2011 2:14 am

Tatsächlich schien der Schlaf Bajurs Gästen geholfen zu haben, denn als sie den Raum betraten schien es dem Holzfäller, als ob sie besserer Laune wären als am Vortag. Und das, obwohl es draußen am regnen war und er selbst zugeben musste, dass das "Früstück" dieses Mal schlechter als am Vorabend gelungen war. Allerdings war dies wohl nicht der rechte Moment, um sich über solche Kleinigkeiten zu beklagen, sie hatten, wie es schien, viel zu tun, an diesem Tag. Kurz nachdem er das Essen auf dem Tisch abgestellt hatte, versicherte Bajur Beoris, dass er sie just zu der selben Stelle zurückführen wollte, an der er selber der Bestie begegnet sei. In diesem Moment betrat auch schon der schwarz gekleidete Mei das Esszimmer und fragte Bajur nach speerähnlichen Waffen. Diesmal kam bajur nicht sofort dazu, zu antworten denn die dritte Person der Truppe betrat das Zimmer. Erst als sie auch saß wandte sich der stämmige Mann an Mei. Also, Speere haben wir nicht, aber wenn ihr euch etwas gedulden wollte können wir Lanug fragen, ob er nicht einige der Mistgabeln ändern könnte. Mit etwas Geduld könnten daraus vielleicht ein oder zwei Speere entstehen. Lanug ist ein Könner in der Schmiede, müsst ihr wissen. Man hörte ihm an, dass er stolz auf den Dorfschmied war.
Bis dahin allerdings gilt es sich anderweitig die Zeit zu vertreiben. Auch wenn es den Ansprüchen von Städtern vielleicht nicht ganz entspricht, könntet ihr uns im Gasthaus etwas Geselltschaft leisten. Einige von uns sind ziemlich gute Sänger. Sein Grinsen lies erahnen, dass sich die meisten Personen dieser Bewertung nur im volltrunkenen Zustand anschließen würden, sofern sie ab da an nicht selber schon Gesang zum Besten geben.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Do Nov 17, 2011 9:22 pm

Er selbst kostete etwas von Bajurs Essen. Das beste an ihm war, dass man es schnell runterschlingen konnte. Das Schlechte, dass Bajur Nachschlag gab. Aber es gab auch Dinge die wesentlich schlechter schmeckten. Zum Beispiel... nun, auf Anhieb fiel ihm nichts ein. Aber er war sicher, dass es etwas gab.
"Nun gut, dann sollten wir dieses Mal bald abbrechen und uns auf den Weg machen."
Nicht ganz uneigennützig, dieser Vorschlag. Aber zur Hölle, selbst Bajur hatte etwas davon, dieses Zeug nicht weiter essen zu müssen. Holz zu hacken schien das einzige zu sein, was er konnte. Beoris sah sich darin durch Bajurs nächste Aufgabe bestätigt.
"Jeder kann einen Speer herstellen. Habt Ihr denn nie geschnitzt? Das ist im Prinzip genauso. Man braucht weder Schmied noch Eisenspitze. Ich denke so oder so nicht, dass es bei einem Provinzschmied einen Unterschied macht. Und da er wohl nicht viel Übung darin hat Waffen zu schmieden wohl noch weniger."
Ihm war es egal, was Bajur von dem Mann hielt. Und es scherte ihn wenig, ob diese Worte Bajur verletzten. Zum Henker, der Mann verstand das vermutlich nicht einmal. Und wenn dann nicht genug, um zu erkennen welche Wahrheit in diesen Worten lag. Die Erwähnung der Sangeskünste lies er ohne Kommentar. Bei Bajurs dümmlichen Grinsen zu diesem Thema lohnte das nicht.
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BeitragThema: Re: Das Dorf Eneswe   Do Nov 17, 2011 10:00 pm

Er fragte sich wie die Leute hier Jagen gingen, allerdings musste es nicht einmal sein, dass sie hier Jagen gingen, sondern ihr Essen einfach gegen das Holz tauschten, man wusste es nicht. Allerdings hatte Beoris Recht, ein Speer brauchte keine Eisenspitze, die meisten Tiere, Schildkröten mal ausgenommen, konnte man auch ohne weiteres mit einem angespitzten Holzpfahl aufspießen.
"Danke, aber ich denke es wird nicht nötig sein den Schmied zu bemühen. Wenn ihr einfach so freundlich wärt und uns ein paar 1,5-2 Meter lange, unterarmdicke und gerade Äste besorgen könntet und eventuell auch noch etwa oberarmdicke 2-3 Meter lange Pfähle, die wir als Spieße einsetzen könnten. Das würde uns wirklich weiterhelfen." Er versuchte ein versöhnliches Lächeln aufzusetzen, da er das selten machte hörte er auch sofort wieder auf, zumal er sich vorstellen konnte wie dämlich das aussah.
"Das Gasthaus schauen wir uns mal an" mit einem Seitenblick auf Bajurs Grinsen und seine sogenannte Mahlzeit fügte er hinzu, "nichtd es Gesanges wegen, ich bin ein Saneyder Barden gewohnt, da wird man verwöhnt."
Tatsächlich hatte er durchaus Hunger, aber so schlimm, dass er Bajurs Kreation angerührt hätte war es dann doch nicht, er hoffte, dass in dem Gasthaus jemand war, der tatsächlich wusste was man mit Pfannen und Töpfen tat.
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