Amanohara

die Welt liegt in Trümmern, wer wird sich um sie kümmern? Wer wird sie beherrschen? - deutschsprachiges Fantasy-RPG
 
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Zeit
Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Küste

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Leda
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BeitragThema: Re: Küste   Mo Sep 19, 2011 10:06 pm

Leda gab keine Antwort sondern begnügte sich damit, ein paar mal den Kopf zu schütteln. Zwar behagte es ihr überhaupt nicht Safnir das letzte Wort zu überlassen, allerdings musste auch sie sich eingestehen das Vayshan Recht hatte. Ein letztes Mal seufzte sie theatralisch, auch wenn Leda inzwischen daran zweifelte das irgendeiner der Drachen verstand was für eine Bedeutung hinter diese Geste lag, ehe sie wieder ihr übliches Show-Lächeln aufsetzte. „Es war mir ein Vergnügen.“ meinte sie und kicherte ein wenig. Sie fügte ihrem Abschiedsgruß noch eine überschwängliche Verbeugung hinzu, ehe sie dem Roten Drachen den Rücken zukehrte.
Leda zögerte einen Momnt, als sie schließlich vor Vayshan stand. Es war ja rührend wie er sich auf den Boden warf, damit sie es einfacher hatte auf seinen Rücken zu kommen, aber irgendwie konnte sie das unangenehme Gefühl das sie jedes mal dabei empfand nicht wirklich abschütteln. Leda konnte sich Safnirs Kommentar dazu schon vorstellen; als sie auf Vayshans Rücken kletterte und dabei ihren Blick gesenkt hielt. Man sollte meinen das wäre beim Fünften Mal einfacher... dachte sie grummelnd, und stopfte schon mal vorsorglich ihre Mütze in eine ihrer Taschen. „Danke Vayshan.“ murmelte Leda leise, während sie sich angespannt ein paar Haare aus dem Gesicht strich.

(ooc verzeiht das der post gerade etwas kurz ausfällt aber ich will euch nicht zulange aufhalten >.<)
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BeitragThema: Re: Küste   Di Sep 20, 2011 11:06 pm

„Die Begegnung war wohl kaum ein Vergnügen“, erwiderte Safnir der Zweibeinerin ehrlich. „Auch wenn sie angenehmer endete, als sie begann.“ Er wusste nicht, ob sie das mit dem Vergnügen ehrlich meinte, oder ob das nur eine Art Menschen-Höflichkeit war. Trotzdem konnte ihn nichts davon abbringen, ehrlich zu sprechen. Es kümmerte ihn recht wenig, was sie von ihm hielt und ob er sie wiedersehen würde. Wahrscheinlich gab es noch massenhaft andere Menschen, von denen einige früher oder später seinen Weg kreuzen mochten. Vielleicht fand er sich mit denen sogar besser ab als mit dieser.
Den Himmelsdrachen dagegen mochte er. „Nichts würde mich mehr erfreuen, als dich wiederzusehen, Vetter“, antwortete er Vayshan ehrlich erfreut. „Ich werde die Mondzeit hier rasten und erwarte dich zu Beginn des nächsten Sonnenwechsels. Auch wenn mir genug Zeit bleibt, treibt es mich weiter. Ich mag es nicht, länger als nötig untätig herumzuliegen.“ Er legte den Kopf schief und verzog die Lefzen zu einem Lächeln. „Falls du nicht eintroffen sein wirst, wenn die kleinsten Schatten geworfen werden und der goldene Drache im Höchststand seines Wechsels steht, werde ich dir entgegenkommen.“
Dann tat Vayshan etwas, was für Safnir zu den schlimmstmöglichen Demütigungen zählte, die er sich vorstellen konnte: Er legte sich flach auf den Boden, unterwarf sich praktisch dieser Zweibeinerin, und liess sie auf seinen Rücken klettern. Safnir kannte zwar die Legenden der Galdramaður – Mitglieder eines Ordens in der alten Welt, die sich mit den Drachen verbündet hatten –, aber kaum jemand hatte weniger Ähnlichkeit mit ihnen als diese Zweibeinerin.
„Es scheint sich noch mehr verändert zu haben, als ich dachte“, bemerkte Safnir trocken, während er nicht ganz gleichgültig beobachtete, wie die Menschin umständlich auf Vayshans Rücken kletterte. „Sie hat nicht die geringste Ähnlichkeit mit den Galdramaður, und trotzdem lässt du sie auf dir reiten.“
Jeden weiteren Kommentar verschluckte er wieder. Irgendwie hatte Safnir das Gefühl, dass Vayshan doch etwas an der Zweibeinerin lag, und er wollte ihn nicht verärgern. Der Himmelsdrache schien sich in dieser Gegend recht gut zurechtzufinden und Safnir erhoffte sich von ihm ein paar Hinweise.
Der goldene Drache hatte sich zurückgezogen und sein Schein verblasste, bald würde die silberne Drache erscheinen. Es war nicht gerade wärmer geworden und der Wind blies unverändert. Langsam wurde es richtig ungemütlich.
Safnir schüttelte sich. „Ihr wisst nicht zufällig, wo es hier den nächsten Vulkan gibt?“, fragte er, als die Zweibeinerin endlich aufgestiegen war. „Nein, wohl eher nicht“, beantwortete er seine Frage selbst. Eine positive Antwort hatte er auch gar nicht erwartet. „Ich werde es überleben“, murmelte er, nur halb im Scherz.
Als er bemerkte, dass Vayshan zum Abflug bereit war, hob er den Kopf und blickte ihm einen Moment in die grünen Augen, bevor er den Kopf neigte.
Dreki úr gulli vaka bin leið - möge der goldene Drache deinen Weg begleiten“, sprach er die rituellen Abschiedsworte in der Drachensprache. Vayshan würde die Worte auch in seinem Feuerdrachendialekt verstehen.
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Vayshan
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BeitragThema: Re: Küste   Fr Sep 23, 2011 12:55 pm

"Wunderbar, dann werde ich zum Morgen wieder hier sein." erwiderete Vayshan erleichtert, bevor er sich auf den Boden legte.
Er bemerkte Safnir's Entgeisterung darüber, dass er sich vor Led auf den Boden legte und verstand, dass dies für den Roten Drachen wie eine Art Unterwerfung aussehen musste. Er selbst konnte das überhaupt nicht nachvollziehen: Wenn er wollte könnte er Leda einfach während des Fluges abwerfen, oder einfach irgendwoanders hinfliegen. Sie hatte also keinerlei Kontrolle über ihn weswegen es eigentlich nichts mit "Reiten" zu tun hatte, und da sie befreundet waren schien es ihm nur logisch, dass er sie auf seinem Rücken mitnahm, denn wie auch sonst? Es war bloß eine praktische Überlegung, dass sie fliegend viel schneller nach Tinae kommen würden und da Leda nicht fliegen konnte, lag dieses Vorgehen eben nahe...
"Nein sie ist keiner der Drachenreiter..." erwiderte Vayshan gleichgültig, wobei er den menschlichen Begriff verwendete, damit Leda verstehen konnte, wovon sie sprachen. "Aber ich halte es in keiner Weise für eine Demütigung, einem Freund zu helfen, solange ich sie aus freien Stücken mit mir fliegen lasse. Ich würde mich keinesfalls wie ein dummes Reittier von einem Menschen anspannen lassen..."
Vayshan hatte natürlich bereits Geschichten von den Galdramaður gehört und fand die Vorstellung einer so engen Verbindung zwischen Vertretern zwei so unterschiedlicher Rassen durchaus interessant, obwohl er es sich persönlich nur schwer Vorstellen konnte, einen so großen Teil seines Lebens mit einem Menschen durch die Welt zu ziehen.
Vayshan war erleichtert als Safnir das Thema wechselte. Auf die Frage des anderen Drachen schüttelte er nur leicht den Kopf und warf einen kurzen Blick zurück zu Leda. Es gab einen Vulkan im Yama-Gebirge, jedoch war der zwei bis drei Tagesflüge von hier entfernt...
Als Safnir die rituelle Abschiedsformel sprach, erwiderte Vayshan diese und fügte hinzu: "E' eíthe o ánemos eínai píso̱ sas pánta - Und möge der Wind dir stets im Rücken sein!", wie man in seiner Sippe zu sagen pflegte.
Dann breitete der Grüne Drache die Flügel aus, streckte sie hoch gen' Himmel und stieß sich mit einem gewaltigen Schwingenschlag vom Boden ab.
Erneut stieg er etwas vorsichtiger höher als normalerweise um Leda ein Schleudertrauma zu ersparen. Als er schließlich auf einer angemessenen Reisehöhe angelangt war, ging er in die Horizontale und wandte sich Richtung Westen...

tbc: Tinae
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BeitragThema: Re: Küste   Fr Okt 21, 2011 9:38 am

Safnir beobachtete, wie sich Vayshan vorsichtig vom Boden abstiess und langsam höher stieg. Wahrscheinlich hielt er sich wegen der Zweibeinerin zurück. Safnir vermutete, dass der Himmelsdrache einen weit eindrucksvolleren Start hinlegen könnte, wenn er nur wollte.
„Drachenreiter“, murmelte Safnir vor sich hin. Ein solcher Ausdruck konnte auch nur den Zweibeinern in den Sinn kommen. Jeder, der mit Drachen etwas vertrauter wäre, wüsste, dass die Herren der Lüfte nicht zu reiten waren. Hie und da wurde einem Zweibeiner die Ehre gewährt, mit einem Drachen zu fliegen. Die Galdramaður hatten sich diese Ehre anscheinend verdient, doch wodurch diese Zweibeinerin sich das verdient hatte, konnte er sich nicht erklären. Die Grünen Drachen mussten sich doch recht weit von ihrer Tradition entfernt haben, sie galten früher als noch hochmütiger als die Drachen der Feuerdynastie.
Vayshan drehte ab und flog davon. Safnir folgte mit seinem Blick der Flugrichtung. Weit entfernt, wo der Himmel die Erde berührte, leuchtete durch die Wolken der tiefrote Feuerball. Das Ende der kurzen Sonnenwanderung war gekommen.
Safnir blickte sich um. Eine Höhle war nicht in Sicht, die Erde aufgeweicht und zerfurcht und der Wald feucht und abweisend. Ihm stand eine ungemütliche Nacht bevor. Mit der Schnauze dicht über dem Boden suchte Safnir das Gelände nach einer trockenen Stelle ab. Wie befürchtet war das hoffnungslos und so liess sich der Feuerdrache auf einer etwas härteren Stelle nieder, wo er zumindest nicht ganz so tief einsinken würde. Ein hässliches schmatzendes Geräusch ertönte, als sein Bauch auf den aufgeweichten Morast traf, und Safnir verzog angewidert die Lefzen. Er bog den Hals zurück und betrachtete seinen Körper. Der war verdreckt wie noch nie, tatsächlich klebten sogar an seinem Rücken Erdklümpchen, Steine und Schlamm.
Etwas pochte auf seinen Kopf, eine unangenehme Kälte breitete sich an der Stelle aus und rann langsam seinen Nasenrücken entlang. Safnirs Zunge zuckte vor und schmeckte …Wasser! Safnir warf einen Blick in den Himmel, liess einen kleine Flamme durch die Luft zucken und erkannte mit Entsetzen die zahlreichen fallenden Wasserperlen, die im Schein des Feuers golden schimmerten.
Jetzt wurde er auch noch nass! Bei den ungnädigen Feuergeistern, womit hatte er das denn nun verdient?
Vergessen war sein sorgfältig ausgesuchter Ruheplatz, als Safnir sich Hals über Kopf unter einen grösseren Baum flüchtete, der einzeln etwa eine Drachenlänge vom Waldrand entfernt stand. Schaudernd rollte sich Safnir dicht um den Stamm und vergrub den Kopf unter seinen Flügeln. Er hörte die Regentropfen auf das Blätterdach fallen und lauschte mit mulmigem Gefühl dem immer schneller werdenen Rhythmus. Der Sonnenwechsel hatte schlecht begonnen und offenbar wollte er noch miserabler enden. „Goldener Drache, steh mir bei“, flüsterte er und berührte mit der Zunge sein Diadem. Doch weiter konnte er sich keine Gedanken darüber machen, die Müdigkeit war zu überwältigend, die Kälte und der Regen trugen den Rest dazu bei. Bevor sein Körper ganz steif geworden war, war Safnir bereits eingeschlafen. Selbst als sich das Gewitter voll entlud und den Einzelbaum spaltete, weckte ihn das nicht. Er lag in tiefem Kälteschlaf und bis zum Anbruch des nächsten Sonnenwechsels war von ihm keinen Mucks zu hören.

OUT: Ich darf ja Safnir noch Schlafen schicken, hatte ich fast übersehen. Ich entschuldige mich übrigens bereits für den anfälligen Doppelpost. Falls Vayshan morgen nicht genug früh zurückkehrt, wird Safnir wohl schon erwacht sein.
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BeitragThema: Re: Küste   Di Nov 01, 2011 8:13 pm

Wie ein grüner Blitz sauste Vayshan über das Blätterdach hinweg. Er wollte auf keinen Fall zu spät kommen, denn wie oft bekam man schon die Gelegenheit sich mit einem so weit entfernt lebenden Verwandten auszustauschen?
Es dauerte nicht lange bis die grüne Decle unter ihm lichter wurde und er schließlich, dank seines guten Orientierungssinns, die Stelle wiederfand wo sie Safnir gestern verlassen hatten.
Sanft landete Vayshan auf der Lichtung und war verwundert, dass der Rote Drache sich offenbar einen anderen Schlafplatz gesucht hatte. Noch mehr wunderte ihn, dass die Geruchsspur des anderen Drachen aus dem Wald heraus führte... Er wird doch nicht allen ernstes bei diesem Unwetter auf freiem Feld übernachtet haben?! dachte Vayshan erschrocken und folgte eilig der Spur des anderen Drachen, die er problemlos auch ohne den Geruch gefunden hätte, denn die Bäume hatten an vielen Stellen tiefe Schrammen in der Rinde, wo Safnir aufgrund seiner Größe wohl nicht glatt hindurchgepasst hatte.
Als Vayshan schließlich den Waldrand erreichte entdeckte er den Artgenossen einige Meter weiter unter einem Baum, den wohl ein nächtlicher Blitz vollständig gespalten hatte.
Safnir schlief noch tief und fest. Offenbar hatte ihn der Einschlag nicht sonderlich gekümmert...
Vayshan war froh, dass er unversehrt war, denn er hatte schon miterlebt, was passierte wenn man von einem der Himmelsfeuer getroffen wurde... Der getroffene Drache, einer der Ältesten in seiner Sippe namens Ranarion, hatte nach dem Einschlag eine Woche lang kein Glied rühren können und es dauerte Monate, bis seine teils verkohlte Flügelhaut wieder nachgewachsen war!
Vayshan beschloss, Safnir schlafen zu lassen, da die Strapazen des gestrigen Gewaltfluges ihn sehr mitgenommen haben mussten... So legte er sich in respektvollem Abstand zu Safnir unter einen Baum und wartete geduldig.
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BeitragThema: Re: Küste   Di Nov 01, 2011 11:09 pm

Als Safnir aus seinem traumlosen Kälteschlaf auftauchte, konnte er sich nicht mehr erinnern, wie er in diese Lage gekommen war. Er spürte nur, dass sein ganzer Körper steif, nass und eiskalt war. Eines stand zumindest fest, er befand sich nicht in seiner Höhle.
Zudem machte er gerade eine völlig neue Erfahrung, obwohl sein inneres Feuer annähernd intakt war, konnte er seine Glieder nicht bewegen. Eine äussere Kälte lähmte ihn und als Sanfir einatmete, fror die eisfeuchte Luft in seine Lungen. Was war nur passiert?
Safnir schmiegte seinen Kopf noch näher an seinen warmen Bauch und zog den Flügel noch enger an. Während er darauf wartete, dass sein inneres Feuer seinen Körper aufwärmte, lauschte er auf seine Umgebung. In kurzer Entfernung hörte er tiefe Atemzüge, da musste irgendein Drache neben ihm liegen. War noch jemand mit ihm unterwegs? Safnir liess seine Zunge hervorschnellen und schmeckte die Luft. Der Geschmack liess ihn innehalten, das roch bestimmt nicht nach seiner Sippe oder allgemein nach einem Feuerdrachen, es lag keinerlei Russ in der Luft. Doch welcher andere Drache …? Da fiel es ihm ein und die Erinnerungen des letzten Tages überfluteten sein Gehirn. Der lange Flug, der breite Fluss, das Himmelsfeuer, der Absturz und natürlich der Himmelsdrache. Er musste wenig geschlafen haben und schon früh zurückgekehrt sein, denn Safnir hatte ihn nicht landen hören.
„Ich muss ja ganz schön weggetreten sein“, dachte Safnir, während sich die Wärme seines inneren Feuers langsam ausbreitete und abzuschätzen versuchte, wie hoch die Sonne wohl schon stehen mochte. Dabei fiel ihm auch wieder der Name des Himmelsdrachen – Vayshan – ein, der geduldig darauf wartete, dass der Feuerdrache endlich erwachte.
„Sei gegrüsst, Vetter“, brummte Safnir unter seinem Flügel hervor, während er überlegte, ob er nicht besser einfach liegen bleiben sollte. Schliesslich hob er trotzdem mühselig seinen Flügel leicht an und linste unter den Flughäuten hervor. Mehr konnte er beim besten Willen nicht bewegen.
Vayshan lag unter einem nahen Baum und blickte ihn fröhlich an. Er schien sich nicht im mindesten am Regen, der Kälte, der aufgeweichte Erde, am frühen Sonnenstand oder einen katastrophalen Schlaf zu stören. Kurz, er schien sich ausserordentlich wohl zu fühlen.
„Wie schaffst du das?“, erkundigte sich Safnir mit zitternder, abgehackter Stimme. Er räusperte sich und hustete eine russige Wolke aus. Etwas kräftiger wiederholte er: „Wie bringst du es fertig, bei einer solchen Kälte so fit zu sein?“

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und niemand ginge, um zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge
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BeitragThema: Re: Küste   So Nov 06, 2011 5:50 pm

Vayshan sah auf, als Safnir sich regte, sehr schwach, aber immerhin war er nicht erfroren. Allerdings schien die Kälte dem Roten Drachen schwer zugesetzt zu haben...
Als Safnir ihn ansprach erhob sich Vayshan und neigte zum Gruß leicht den Kopf.
"Sei gegrüßt!" erwiderte er und ergriff gleich wieder das Wort um Safnirs Frage zu beantworten: "Meine Sippe lebt seit jeher in den höchsten Gipfeltälern der Gebirge, wo die nächtlichen Temperaturen sogar zur Sommersonnenwende derart nierdrig sein können, dass der Regen gefriert. Dadurch haben wir uns auf Dauer den Verhältnissen angepasst: Die Kälte kann nur für die jüngsten von uns noch gefährlich werden, alle älteren sind dagegen ziemlich unempfindlich. Vor Allem aber hilft uns das Fliegen dabei die Kälte zu umgehen, da es die Körpertemperatur zusätzlich erhöht. Deswegen müssen wir amüsanter weise gerade im Winter möglichst viel fliegen... Im Gegenzug jedoch, sind wir große Hitze weit weniger gewohnt - Denn wie gesagt, ist es bei uns im Vergleich zum Flachland relativ kühl. In deiner Heimat zum Beispiel würde ich vermutlich in wenigen Minuten ersticken..." sagte er und musste beim letzten Satz leicht lachen.
Doch Safnir sah wirklich nicht gut aus. Dadurch, dass er und seine Verwandten in einem Vulkan lebten, war er vermutlich sehr stark von der dortigen Wärme abhängig. Nur Vayshan hatte keine Ahnung, wo er hier in der Nähe eine vergleichbare Wärmequelle hernehmen sollte...
"Kann ich dir irgendwie helfen? Du solltest nicht hier liegen bleiben wenn der Regen heftiger wird... Vielleicht könnten wir, falls du eine Flamme zustande bekommst am Waldrand ein Feuer anzünden, an dem du dich aufwärmen kannst... Noch gibt es genug trockenes Holz unter den Bäumen." schlug er ein wenig unsicher vor.
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BeitragThema: Re: Küste   Sa Nov 12, 2011 11:27 am

„Ich bin erst nach dem grossen Schlaf aus meinem Ei geschlüpft, ich sollte in der Aussenwelt überleben können“, antwortete Safnir und fügte mit einem Seufzer hinzu: „Auch wenn ich bei einem solchen Wetter schrecklich Sehnsucht nach meiner warmen Höhle bekomme.“
Er zog den Kopf wieder zurück in die Wärme unter seinem Flügel. Mit geschlossenen Augen erklärte er: „Meine Höhle liegt tief unten im Vulkan, die Luft steigt direkt vom Lavastrom hoch und der Stein selbst strahlt Wärme ab, gelegentlich glüht er sogar beinahe.“ Beim Gedanken daran summte er zufrieden. „Herrlich“, murmelte er sehnsüchtig und rollte sich noch etwas mehr zusammen.
Wieder pochte etwas auf seinen Rücken und Safnir fuhr empört hoch – zumindest wollte er das. Knackend öffneten sich zwar seine Flügel und sein Kopf schnellte hervor, aber den restliche Teil seines Körpers hatte das innere Feuer noch nicht erreicht und er war daher noch kalt und steif. „Andskotans!“, fluchte der Feuerdrache kräftig, als ein stechender Schmerz durch seinen ganzen Körper schoss. „Leiðinglegt skitaveður!“ Anschliessend brüllte er kräftig aus und versuchte seine Glieder dazu zu zwingen, sich zu bewegen. Die Folge war, dass er erneut von einem grösseren Tropfenschauer aus der schiefen, zersplitterten Baumkrone über ihm überschüttet wurde.
Sofort brach ein weiterer Fluch aus ihm heraus: „Fjandas!“ Heftig schüttelte seinen Kopf und leckte sich mit der Zunge trocken. Das Wasser drang in seine Augen und sogar in seine Nüstern ein, endete dieser graue Albtraum denn nie?! Safnir nieste heftig und ein Funkenregen sprühte aus seinem Maul und den Nüstern.
Noch einmal schüttelte er den Kopf und blickte dann zu Vayshan hinüber, der etwas näher gekommen war und ihn seltsam ansah. Safnir hatte ja ganz vergessen, dass der Himmelsdrache seinen Dialekt verstand, auch wenn er nicht wusste, wie weit dessen Kenntnisse reichten. Kurz stutzte er und hoffte, ihn durch sein Fluchen nicht zu sehr geschockt zu haben, dann knurrte er ärgerlich über sich selbst. Was er sich auch für Gedanken machte! Bestimmt fluchten die Himmelsdrachen auch gelegentlich.
„Der Regen geht mir auf den Geist“, knurrte Safnir daher nur rechtfertigend, was bei ihm aber schon fast als so etwas wie eine Entschuldigung angesehen werden konnte. „Ich bin mir eine solche Kälte nicht gewohnt, und während der Kältezeit schlafen wir.“ Er bog langsam seinen Hals zurück und betrachtete seinen Körper. Kein Wunder zeigte sich Vayshan besorgt, seine Schuppen waren in einem unnatürlich dunklen, matten Rotton angelaufen, wie Safnir es noch nie gesehen hatte. Erneut versuchte er seine Krallen zu biegen und der Schmerz kehrte sofort zurück. „Ojbjakk!“, knurrte er leiser, konnte den Fluch aber nicht ganz unterdrücken.
„Wenigstens ist mein inneres Feuer intakt“, murmelte er mehr zu sich selbst und zog die Beine vorsichtig an seinen warmen Bauch. Das konnte ja noch ewig dauern, bis er endlich wieder reisetauglich war! „Vielleicht würde ein Feuer tatsächlich helfen“, überlegte er laut. „Ansonsten kommen wir vor Sonnenhöchststand hier definitiv nicht weg – falls es dem Goldene Drache nicht beliebt, sein Feuer vor Ende des Sonnenwechsels doch noch auf die Erde zu senden.“


Out: sorry wegen der langen Wartezeit, hatte wieder einmal eine anstrengende Woche mit viel Schreibarbeit, da fehlen mir die Ideen fürs Posten. Gelobe natürlich Besserung Rolling Eyes
Out: Aus Rücksicht auf die z.T. noch jüngeren Mitglieder wurden die meistern Ausdrücke in diesem Beitrag nicht übersetzt Wink . btw, ist gar nicht so einfach, gute Fluchwörter zu finden.
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BeitragThema: Re: Küste   So Nov 20, 2011 1:38 am

Vayshan schmunzelte bei den derben Flüchen, die Safnir ausstieß, auch wenn er nicht jedes Wort kannte; die Ältesten hatten ihnen nur die Grundlagen der anderen Drachensprachen und nicht deren Umgangssprachen beigebracht...
"Gut, das Holz kann ich sammeln aber wenn wir ein Feuer anzünden wollen müssen wir in den Schutz der Bäume am Waldrand... BIst du in der Lage, dich bis dahin zu bewegen? Denn das Feuer hier am Brennen zu halten ist zwar nicht unmöglich, aber ziemlich umständlich." erwiderte er und blickte sich um, um die Entfernung von hier bis zum Waldrand abzuschätzen: Etwa zwei bis drei Körperlängen, eigentlich nicht viel aber für den geschwächten Safnir war die Strecke wohl ziemlich lang...
Leicht schüttelte er den Kopf und senkte den Blick wieder zu seinem Vetter. "Ich gehe zuerst mal das Holz besorgen. Wenn ich wiederkomme entscheidest du, ob wir das Feuer hier oder unter den Bäumen entfachen!" meinte Vayshan entschlossen, dann wandte er sich um und lief zum Waldrand.
Die äußeren Bäume waren natürlich viel zu nass, um ihr Holz anzuzünden und auch weiter drinnen war die Suche schwieriger, als er gedacht hatte. Er musste ein kurzes Stück in den Wald hinein, bis er endlich einen Baum fand, dessen Äste durch das dichte, schützende Blätterdach von der Nässe verschont geblieben waren... Nun hob er seine Klauen und hieb damit auf einen der niedrigeren und dickeren Äste ein, bis dieser anfing, bedrohlich zu knacken. Dann schloss Vayshan seine kräftigen Kiefer um das Holz und riss den Ast mit einem kräftigen Ruck heraus. Diesen Vorgang wiederholte er noch dreimal, bis er mit der Menge des Holzes zufrieden war. Zwar war der Rücktransport der schweren Hölzer keine einfache Angelegenheit, da Vayshan sie sich ja nicht einfach auf den Rücken legen konnte, aber irgendwie schaffte er es trotzdem, indem er einen ins Maul nahm, je einen in beide Vorderklauen und das letzte mit der Schnauze vor sich herstieß.
Als er wieder am Waldrand ankam und zum Himmel blickte atmete Vayshan erleichtert auf. Wenigstens hilft uns Vater Himmel ein wenig... Die Wolken waren ein wenig heller geworden und der eben noch kräftige Regen war zu einem leichten Nieseln abgeklungen. Trotzdem war es genauso kalt wie zuvor...
Kurzerhand beschloss Vayshan, dass er das Feuer nun problemlos direkt bei Safnir aufschichten konnte und stapfte, aufgrund seiner Last ein wenig unbeholfen, zu dem gespaltenen Baum zurück, unter dem sein unterkühlter Artgenosse kauerte.
Dort angekommen legte er die Hölzer ab, teilte sie mit seinen Klauen nocheinmal in jeweils zwei Hälften und schichtete eine Feuerstelle auf, wie er sie bei den Jägern im Yama-Gebirge gesehen hatte: Zwei Hölzer als Grundlage und die anderen schräg an diese angelehnt. Dabei gab Vayshan sich Mühe, die Hölzer so weit wie möglich zu verteilen, damit die Fläche des Feuers später möglichst groß würde...
"So, nun kannst du versuchen es zu entzünden..." sagte er ruhig, als er fertig war und blickte erwartungsvoll zu Safnir hinüber, während er einen Schritt zurücktrat.
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BeitragThema: Re: Küste   Mo Nov 21, 2011 8:08 pm

Nach einer halben Ewigkeit kehrte Vayshan endlich von seiner Holzsammeltour zurück, wobei lautes Knacken seine Rückkehr schon ankündigte, lange bevor er in Sicht kam.
Schweigend beobachtete Safnir, wie der Himmelsdrache seine gesammelten Äste aufschichtete und dann zurücktrat, um ihm das Anzünden zu überlassen.
Safnir schüttelte innerlich den Kopf. Was für grossartige Fähigkeiten die Grünen Drachen auch besitzen mochten, Feuer machen gehörte mit Sicherheit nicht dazu. Schon aus einiger Entfernung erkannte er, dass das meiste Holz noch grün vor Frische war, was nichts anderes als ein qualmendes Feuer ergeben konnte, und woher Vayshan die Idee für dieses wie vom Sturm durchgeschüttelte Holzgestrüpp hatte, wollte er gar nicht wissen. Safnir rückte seinen Körper etwas zur Seite und rollte ihn um eine trockene Stelle, auf der er die ganze Nacht gelegen hatte. Mühselig pickte er einige der trockensten Holzstücke vom nassen Boden und stellte die Stücke neben seinem Bauch nach Feuerdrachenart auf. Mit seinen scharfen Krallen schlitzte er sie längs ein und beim Aufschichten benutzte er seine rechte Flügelkralle als Hilfe, während der rechte Flügel ein schützendes Dach bildete.
Das trockenste Stück hielt er schliesslich in der Luft, wo er es mit einer so kleinen Flamme wie möglich in Brand steckte und erst brennend quer auf den gebildeten Turm legte. Beinahe sofort fühlte Safnir, wie sich sein inneres Feuer verkleinerte und die Kälte vorrückte. Den aufsteigenden Fluch konnte er gerade noch verschlucken und in ein harmloseres Fauchen umwandeln, worauf er einen vorsichtigen Blick zu Vayshan hinüber warf.
Der Himmelsdrache hatte seine Flüche stoisch ertragen und zeigte sich aussergewöhnlich geduldig, auch wenn sich Safnir beinahe sicher war, dass es für sein Vetter keine alltägliche Situation war.
„Ich sollte momentan nicht zu viel Feuer spucken, es würde mein inneres Feuer zu sehr schwächen“, erklärte er Vayshan, während er sich etwas enger zusammenrollte. Nun blieb nichts anderes zu tun, als abzuwarten.
Doch nun waren sie ungestört und damit die Gelegenheit gekommen, Informationen auszutauschen. Daher drehte er seinen Kopf Vayshan zu. „Vielleicht hast du dich bereits darüber gewundert, einen Feuerdrachen alleine in diesen Landen anzutreffen, so weit von unserem Heimatvulkan entfernt“, begann er und fügte die Erklärung gleich hinzu: „Als ihr euch aus den Ländern der Zweibeiner zurückgezogen habt, haben die Feuerdrachen beschlossen, an unserer Geburtsstätte zu wachen. Vor ungefähr zwei Jahrhunderten sind die überlebenden Drachen aus ihrem Schlaf geweckt worden und mussten mit Entsetzen feststellen, dass eine grosse Energiequelle, das Lebensfeuer der Feuerdrachen, einfach verschwunden war. Ohne sie sind sie für ihr restliches Leben an den Vulkan gebunden. Ich selbst bin noch zu jung und habe diese Energie nie kennengelernt, weshalb ich den Vulkan verlassen kann. Aber wie du siehst, steht es momentan auch nicht gerade blendend um mich“, gab Safnir widerwillig zu und deutete mit seinem Kopf nach hinten auf seinen steifen Körper. „Doch ich wurde vom Rat der Neun ausgesandt, um einen Weg zu finden, diese Energiequelle zurückzuholen. Sie soll uns Drachen mit grossartigen Fähigkeiten ausgestattet haben und offensichtlich haben auch manche Zweibeiner gelernt, diese Energie zu nutzen. Sie nannten sie „Magie“. Wenn du irgendetwas drüber weisst, bitte ich dich, dieses Wissen mit mir zu teilen. Die Zukunft aller Drachen, sicher aber das Überleben der Feuerdrachen, wird davon abhängen.“
Während Safnir auf eine Antwort wartete, hob er weitere Holzstücke von dem wirklich grauenvoll aufgeschichteten Stapel vor sich und legte es auf sein Feuerchen, das wie prophezeit stark qualmte.
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BeitragThema: Re: Küste   Sa Nov 26, 2011 9:42 pm

Vayshan hörte Safnir aufmerksam zu und schüttelte am Ende traurig den Kopf. Er konnte mitfühlen, wie es Safnir dabei gehen musste, für das Überleben seiner ganzen Art verantwortlich zu sein. "Es tut mir Leid, aber ich weiß genauso wenig wie du, wo sich eure Quelle befinden könnte... Kannst du mir etwas genaueres über sie sagen? Ist es ein Stein mit besonderen Eigenschaften? Ich werde dir auf jeden Fall helfen, sie wieder zu finden!" erwiderte er entschlossen und richtete sich auf. "Aber wenn du sagst, die Menschen hätten ebenfalls davon profitiert, gibt es vielleicht unter ihnen jemanden, der uns weiterhelfen kann. In Tinae leben so viele Menschen, da muss es doch irgendjemanden geben, der mehr über diese Quelle weiß." fügte er hinzu und überlegte schon, wen sie fragen könnten. Wenn das Lebensfeuer der Feuerdrachen schon vor zweihundert Jahrend verschwunden ist, kann ziemlich sicher auch keiner von meinem Stamm etwas davon wissen. Immerhin sind wir erst seit wenigen Jahrzehnten wieder in Amanohara... überlegte Vayshan enttäuscht.
In der Stadt hatte er Menschen mit komischen, unterschiedlich großen Blöcken aus vielen Lagen weißen Materials gesehen. Die anderen Drachen hatten ihm davon erzählt, dass die Menschen ihr Wissen nicht wie die Drachen in der Erinnerung sondern in Form von niedergeschriebenen Symbolen aufbewahrten und somit ungeheure Massen davon sammeln konnten... Vayshan hatte das von Anfang an faszinierend gefunden und in diesen angehäuften Erinnerung und Wissensschätzen musste es doch auch Informationen über den Verbleib diese Energiequelle geben!
Doch plötzlich fiel ihm etwas auf. "Meine Sippe war einst auch zu Dingen fähig, von denen wir heute nicht mehr zu träumen wagen... Nach allem was mit die Alten erzählt haben, konnten wir früher Stürme erzeugen und den Wind dorthin wehen lassen, wo es uns beliebt..." Vayshan schwieg kurz, bei dieser wunderbaren Vorstellung. "...Aber wir verloren unsere Kräfte ähnlich wie ihr. Auch der Zeitpunkt könnte ungefähr stimmen. Es geschah zu der Zeit, als die Himmelsstadt aus den Wolken fiel und die Engel verschwanden. Aber uns hat der Verlust nicht wirklich geschadet.." meinte er nachdenklich und lies seinen Blick zu den dunklen Wolken schweifen, die den Himmel verdichteten. Es war blos eine Vermutung aber selbst, wenn die Grünen Drachen dadurch nicht zu alter Stärke zurückfanden musste er Safnir um jeden Preis helfen. Das Überleben seiner Verwandten stand auf dem Spiel!
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BeitragThema: Re: Küste   Mi Nov 30, 2011 10:18 pm

„Ein Gegenstand? Nein, ganz bestimmt nicht. Damals jedenfalls nicht“, fügte Safnir unsicher hinzu. Vayshan war ja noch jünger als er, da konnte er diese Energiequelle gar nicht gekannt haben. Der Feuerdrache hielt inne und überlegte, wie er seinem Vetter etwas beschreiben könnte, das er selbst nur ungenau beschrieben bekommen hatte.
Schliesslich rief er sich einfach Mordais Worte in Erinnerung und zitierte laut: „Wie soll man etwas beschreiben, dass nicht beschrieben werden kann? Es ist wie ein zweites inneres Feuer, das aber nicht nur in deinem Bauch sitzt, sondern dein ganzer Körper durchströmt, ebenso wie denjenigen jedes anderen Wesens.“ Safnir hielt abermals inne, da ihm in den Sinn kam, dass Himmelsdrachen kein inneres Feuer besassen und Vayshan daher vielleicht nicht verstehen konnte, was er meinte. Trotzdem fuhr er nach kurzem Zögern weiter: „Es war pure Energie, in jedem Atemzug strömte sie in deine Lungen, in jedem Sonnenstrahl brannte sie auf deiner Haut, ebenso wie sie in Steinen ruhte und mit den Wellen die Felsen umspült haben soll. Jeder konnte diese Energie auf eine etwas andere Art nutzen, zumindest jeder von uns Drachen. Wir Feuerdrachen nutzten sie für Feuer und Wärme, wie du dir sicher denken kannst“, schloss Safnir mit einem kleinen Lächeln. Zu schade, dass er diesen Feuerzauber nicht anwenden konnte, etwas Wärme herbeizudenken, das hätte er im Moment gut gebrauchen können. Safnir hob noch einmal zwei Holzstücke auf sein Feuerchen und zuckte probehalber kurz mit der Schwanzspitze. Sie war bereits erheblich geschmeidiger geworden.
Plötzlich zuckte Vayshan mit dem Kopf und seine Augen leuchteten auf, anscheinend war ihm etwas eingefallen. Doch da erzählte er Safnir, der bereits einiges über die Fähigkeiten anderer Drachen gehört bekommen hatte, nun wirklich nichts Neues. „Natürlich konntet ihr das. Hast du noch nie von Alari Westwind, den Windreiter-Zwillingen Delayar und Eldariel oder von Laryllan, dem „Herr der Stürme“ gehört?“, fragte er und blickte Vayshan erstaunt an. „Sie waren alle grosse Helden von eurem Volke. Waren die Feuerdrachen berühmt für ihre Feuerkünste, so wart ihr Himmelsdrachen es genauso für eure Fähigkeit im Beherrschen der Stürme und Winde.“ Er blickte seinem Vetter forschend in die Augen. Es konnte doch nicht sein, dass er die glorreiche Vergangenheit seines Volkes und seiner herausragenden Helden nicht kannte.
„Mordai sagte, ihr wärt fantastische Flieger und ernst zu nehmende Windmacher, aber auch mit grosser Weisheit gesegnet, gewandt in den Künsten der Worte und ihm Umgang mit anderen Rassen, … und von unschlagbarer Arroganz umgeben“, schloss er etwas leiser, beinahe schon verlegen. Safnir wandte den Blick von Vayshan ab und betrachtete statt dessen seine Vorderklauen. „Nur in diesem einen Punkt würde ich die Veränderungen nicht als Verlust bezeichnen“, fügte er hinzu. Vorsichtig krümmte er seine Vorderklauen und beobachtete, wie seine Krallen Furchen in die weiche Erde gruben. Endlich war auch der Schmerz gewichen.
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BeitragThema: Re: Küste   Mo Dez 05, 2011 7:05 pm

Vayshan schnaubte entrüstet. "Natürlich kenne ich die Geschichten meines Volkes. Ich bin nur nie auf den Gedanken gekommen, dass sie etwas mit einer äußeren Energiequelle zutun haben könnten..." erwiderte er ein wenig eingeschnappt beruhigte sich jedoch sofort wieder und schalt sich für sein Verhalten. Safnir hatte es sicher nicht böse gemeint. Er war einfach etwas Älter als Vayshan.
Über Safnir's letzten Kommentar musste er jedoch tatsächlich auflachen.
"Oh, glaub mir: Diese Arroganz liegt vielen Mitgliedern meines Volkes noch voll und ganz im Blut. Du brauchst dich nicht dafür genieren. Unsere Einbildung ist tatsächlich unsere größte Schwäche..." erwiderte er amüsiert. Natürlich war ihm dieser Wesenszug vieler seiner Artgenossen schon immer bewusst gewesen, jedoch hatte er nicht gewusst, dass sie überall dafür berühmt waren!
Safnirs Erklärungen über das "Innere Feuer" fand er mehr als interessant. "Zurück zum Thema: Hast du von deinen Verwandten irgendeinen Hinweis auf den Verbleib eures Feuers bekommen? Deine Suche muss doch irgendeinem System folgen..." fragte er neugierig und musterte dabei Safnirs Körper: Es musste ihm langsam besser gehen, denn die Farbe seiner Schuppen war wieder deutlich kräftiger geworden und er regte sich gelegentlich. Vayshan selbst konnte sich gar nicht vorstellen, derartig gelähmt zu sein. Es musste ein schauriges Gefühl sein, seiner Umwelt so ausgeliefert zu sein.
Für einen Grünen Drachen war es wichtig sich viel zu bewegen. Zwar waren sie gegen Kälte sehr resistent, jedoch konnten auch sie erfrieren wie jedes andere Geschöpf auch. Deshalb war es auch sehr gefährlich, bei Flügen in noch höheren Lagen als ihrem Tal Pause zu machen. Einmal wäre Vayshan fast nicht mehr in die Luft gekommen, weil er sich für drei Minuten auf einem Gipfelplateau ausgeruht hatte...
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BeitragThema: Re: Küste   Mo Dez 12, 2011 8:01 pm

„Natürlich hatte alles mit dieser Energie zu tun, denn das Lebensfeuer durchfloss schliesslich alles und jeden“, erwiderte Safnir, wobei ihm Vayshans entrüsteter Tonfall völlig entging. Für jemanden, der unter vor Temperament funkenden Feuerdrachen aufgewachsen war, glich dies lediglich einem lauen Lüftchen. „Ich schätze, sie war den Drachen zu alltäglich, um in den Chroniken erwähnt zu werden.“
Erneut bewegte Safnir seine Vorderkrallen, es funktionierte erfreulicherweise einwandfrei. Der Feuerdrache bog seinen Hals zurück und versuchte das gleiche mit den Hinterklauen, wobei ihm eine besonders in Auge fiel: diejenige, die bei seinem Absturz abgebrochen hatte. Safnir leckte daran, bis der Dreck entfernt war und aus der Wunde etwas schwarzrotes Blut quoll, bevor er die Kralle mitten ins Feuer hielt.
„Normalerweise wäre so eine kleine Verletzung kein Problem für mich“, fügte er als Erklärung an Vayshan hinzu. „Aber hier draussen weiss man ja nie.“
Safnir drehte sein Kopf wieder dem Himmelsdrachen zu. „Wenn wir wüssten, wie das Lebensfeuer wieder erweckt werden kann, hätten wir es längst getan. Seit dem Erwachen haben 17 Feuerdrachen den Yukaman verlassen, zurückgekehrt ist keiner“, erzählte er, wobei ihn ein unangenehmes Gefühl durchfloss. Doch Safnir liess es nicht zu, ebenso wenig wie er eine Regung zugelassen hätte, und schob es beiseite. „Aber wir haben erfahren, dass sich irgendwo im Süden ein riesiger, seltsamer Krater befinden solle, der mit Wasser gefüllt ist und in dessen Mitte ein ewiger Sturm toben soll. Ich habe zwar keine Ahnung, was das bedeuten soll, aber die Ältesten können sich nicht an einen solchen Krater in der Alten Welt erinnern. Ausserdem scheinen die alten Zweibeinervölker verschwunden zu sein.“ Safnir hob seine Kralle aus dem Feuer und betrachtete das geschwärzte Horn. „Ich würde mich ja nicht darum scheren, aber die Ratsdrachen wünschen, dass ich auch nach ihnen Ausschau halte. Vielleicht können sie mir jedoch helfen, die ganze Angelegenheit mit der grossen Energiequelle wieder gerade zu biegen.“
Mittlerweile war die Wärme auch in die äussersten Bereiche seines Körpers gedrungen und hatte den grössten Teil der Steifheit vertrieben. Safnir erhob sich mit einem Ächzen, seine Gelenke knackten und die Schuppen knarrten, aber sein Körper gehorchte ihm wieder. Mühselig stakste er einige Schritte, entfaltete seine beiden Flügel und schüttelte sich richtig durch. Danach reckte er den Hals in die Höhe, streckte den Schwanz und schlug mehrere Male kräftig mit den Flügeln. Mit jedem Schlag pulsierte das warme Blut flüssiger durch seine Flughäute und die Schläge wurden immer geschmeidiger und schneller.
Safnir brummte zufrieden. „So ist es schon viel besser.“ Er stellte sich über das kleine Feuer und liess die Flammen an seinen Bauch züngeln. „Noch eine kleine Weile, dann ist mein Körper auch wieder reisetauglich“, versicherte er Vayshan und blickte auf.
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BeitragThema: Re: Küste   Di Dez 20, 2011 4:29 pm

Ein seltsamer Krater? Was könnte das sein? Mit den anderen Zweibeinerwölkern muss er die Elfen und Zwerge meinen... Sie sind ja offenbar ebenfalls aus dem Land verschwunden... dachte Vayshan. "Da du so weit in den Norden gekommen bist nehme ich an, dass du zuerst nach dem Zweibeiner suchst... Konnten dir deine Ältesten sagen, wonach genau du Ausschau halten sollst? Immerhin sind mit den Zwergen, Elfen und Engeln ja gleich drei Völker aus Amanohara verschwunden... Ein Engel kann es wohl eher schlecht sein. Wenn von ihnen noch welche am Leben sind, sind sie in den Ruinen des fliegenden Stadt gefangen." überlegte er laut und lies den Blick prüfend über den Himmel schweifen. Die Wolken wurden zunehmend heller und der Wind hatte nachgelassen. Bald wären die Bedingungen wieder gut genug zum Fliegen.
"17 Mitglieder deines Volkes sind auf der Suche verschollen?! Kaum zu glauben, dass sie allen dabei etwas zugestoßen sein sollen. Vielleicht sind sie ja nur immernoch auf der Suche!" fügte er mit wenig überzeugendem Optimismus hinzu.
Wie konnte es sein, dass 17 Drachen, die alle so groß waren wie Safnir, vielleicht bei der bloßen Suche nach der Quelle ums Leben gekommen waren. War dieser Sturm auf irgendeine besondere Weise gefährlich oder hatte sie jemand an der Suche gehindert und vielleicht sogar getötet?
Die Vorstellung war Vayshan alles andere als geheuer. Vor einem Sturm hatte er keine Angst: Für ihn war es kein Problem, unbeschadet das Zentrum eines Wirbelsturms zu erreichen, aber dieser Sturm konnte keinen natürlichen Ursprung haben...
Ein leises Brummen riss Vayshan aus seinen Überlegungen und er sah zu Safnir hinunter. Seine Kraft schien wiederhergestellt zu sein. "Hattest du irgendein konkretes Ziel, bevor dich der Sturm erfasst hat? Wenn du erlaubst würde ich dich gerne bei deiner Suche begleiten! Vielleicht kann ich dir bei deiner Suche helfen..." sagte er entschlossen und spreizte demonstrativ kurz seine Flügel.

out: Ich weiß, viel Gelaber, wenig Inhalt aber mehr fällt mir grad net ein ^^'
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BeitragThema: Re: Küste   Mi Dez 28, 2011 8:03 pm

„Gegen Norden?“, fragte sich Safnir. Eigentlich war er immer mit dem Goldenen Drachen geflogen und das hiess -,  falls er richtig umgerechnet hatte, was natürlich der Fall war,- nach Osten, möglicherweise Südosten. Das war die einzige Anweisung der Ratsdrachen gewesen, die einzige Hilfe, die sie ihm geben konnten. Wirklich tolle Hilfe! Völlig unbrauchbar. Sie scheinen wohl vergessen zu haben, dass da ein breiter Fluss den Weg versperrte.
Vayshan machte eine Bemerkung über die 17 verschollenen Feuerdrachen, aber Safnir hatte keine Lust, darauf einzugehen. Und auch der Himmelsdrache schien nicht wirklich eine Antwort erwartet zu haben, denn Safnirs leises Brummen hatte ihn aus weit entfernten Gedanken zurückgerissen. „Ziemlich verträumt, dieser Winddrache“, dachte Safnir bei sich. Hoffentlich war er zumindest in kritischen Situationen vollkommen anwesend, das könnte richtig mühsam werden, falls Vayshan seine Gedanken weiterhin so leicht abschweifen liess. Aber ein zeitweise geistig abwesender Drache war besser als ein vollkommen körperlich abwesender, und ein passabler Begleiter gab Vayshan allemal ab.
„Ein konkretes Ziel hatte ich nicht, woher auch? Der Rat der Neun schien zu denken, ich würde es auch so schaffen“, brummte er immer noch leicht verärgert. Doch dann schob er ihn zur Seite, den Ärger aufzubewahren würde ihm auch nicht weiterhelfen. „Dieser Krater sollte jedoch untersucht werden und da ich gerade sonst ja nichts besseres zu tun habe“, Safnir stiess immer noch leicht verstimmt zwei Rauchwölkchen aus seinen Nüstern, „werde ich das wohl als erstes erledigen.“
Während Safnir immer frischer wurde, schien Vayshan immer müder zu werden. "Nun ist es endgültig Zeit, dies zu ändern!", beschloss Safnir. „Lass uns aufbrechen“, brummte er und erhob sich. Wie er darauf brannte, diesen fürchterlichen, matschigen Boden hinter sich zu lassen! Er machte einige geschmeidige Schritte und drehte sich dann zum Feuerchen zurück. Der Regen hatte glücklicherweise nachgelassen, und die kleinen Flammen kämpften tapfer gegen die Feuchtigkeit an. Safnir beendete ihren Todeskampf, indem er mit seiner Vorderpfote den qualmenden Holzhaufen in den Schlamm trat und den Qualm sowie die kleinen Flämmchen erdrückte.
Mit einem Brüllen streckte er sich noch einmal, kauerte sich dann hin und entfaltete seine Flügel. „Da du den Krater auch nicht zu kennen scheinst, ist eine Richtung so gut wie die andere. Sollten wir auf ein anderes Wesen treffen, werden wir eben von ihm Auskunft einholen“, beschloss Safnir. Mit voller Kraft stiess er sich vom Boden ab, rutschte dabei leicht, fand jedoch dank seinen Krallen Halt, und schlug kräftig mit seinen Flügeln. Mit einem erneuten Aufbrüllen schoss er himmelwärts, die zwei Rauchschlangen aus seinen Nüstern schlangen sich spiralförmig um seinen Körper. Ein Glückgefühl durchströmte ihn, obwohl die Luft immer noch feucht und kalt war. Zu lange war er unbeweglich am Boden gefesselt gewesen. Mit weiteren Flügelschlägen trug er sich höher, bis er eine angenehme Luftschicht gefunden hatte. Sanft blies der Wind aus der Richtung, in der sich der goldene Drache nie befand, direkt auf das goldene Rad des Urdrachen zu. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis er seinen Höchststand erreicht haben würde.
"Warum nicht?", dachte sich Safnir, drehte in dieselbe Richtung und liess sich vom Wind tragen. Dabei drehte er den Hals zurück und brüllte Vayshan erneut freudig zu.

OUT: ich brauche dafür ewig. Ziemlicher Sprung, aber da uns die Ideen auszugehen scheinen, habe ich Safnir mal aufbrechen lassen. Sonst sitzen wir noch in Wochen da und quasseln. Vayshan sollte den Feuerdrachen ja im Handumdrehen eingeholt haben Smile.


Zuletzt von Safnir a.d. Vulkanfeuern am So Apr 08, 2018 2:15 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Küste   Di Jan 03, 2012 9:09 pm

Das nenne ich eine planlose Suche... Aber was solls! dachte Vayshan bei Safnirs Aussage amüsiert. Safnir schien das genaue Gegenteil von ihm zu sein: Mit dem Kopf durch die Wand, stand ständig zu überlegen, was wohl das Beste sei! Vayshan meinte das in keiner Weise abwertend, es war nunmal so...
Als Safnir sich schließlich erhob und die Flügel ausbreitete seufzte Vayshan zufrieden. Endlich wieder zurück in die Luft wo er hingehörte! Es war viel zu lange her, dass er eine schönen, langen Flug unternommen hatte.
Vayshan wartete bis Safnir es beim zweiten Versuch schaffte abzuheben, dann breitete auch er die Flügel aus. Er ging in die hocke und spannte alle Muskeln an, während er die Schwingen so weit wie möglich in die Luft streckte. Dann sprang er mit einem einzigen Satz in die Luft und schoss wie ein Falke in die Luft. Als Vayshan Safnirs Brüllen vernahm antwortete er so laut er konnte, was trotzdem noch ein gutes Stück leiser war, als das des Feuerdrachen, was ihn ein wenig ärgerte. Wie überstürzt und hitzig Safnir auch sein mochte, er bot eindeutig den beeindruckenderen Anblick, jetzt, wo seine Schuppen und Flügel vom Wind gereinigt waren. Vayshan stieg weiter auf, bis er ein Stück über dem anderen Drachen flog und nahm sich einen kurzen Moment Zeit den anderen Drachen mal gründlich zu mustern, während er Safnirs Vorsprung einholte. Er kam nicht umhin ein kleines bischen neidisch auf Safnirs glänzenden Schuppenpanzer zu sein. Sein eigener war zwar keineswegs zu verachten, jedoch sah Rot nunmal einfach beeindruckender aus als Grün...
Doch der leichte Anflug von Neid verschwand ebensoschnell wie er gekommen war. Nunja, jeder hat seine eigenen Vorzüge! stellte Vayshan fest, während er sich auf dem angenehmen und kräftigen Nordwind tragen lies und schließlich an die rechte Seite des Feuerdrachen aufschloss.

tbc: Wo auch immer du Bock hast, ich flieg hinterher ^^
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BeitragThema: Re: Küste   So Jan 08, 2012 10:04 pm

Vayshan folgte ihm in die Luft und obwohl er es nicht lassen konnte, etwas weiter aufzusteigen als der Feuerdrache, schien er ihm die Führung zu überlassen, was Safnir mit Befriedigung feststellte. Nach einer Weile schloss Vayshan zu ihm auf und flog nun zu seiner Rechten.
Safnir drehte den Kopf, stiess zwei Rauchwölkchen aus und verzog die Lefzen zu einem Grinsen. Safnir war kein Einzelgänger und hatte sein ganzes Leben inmitten einer grossen Feuerdrachengemeinschaft verbracht. Er genoss es, nach den einsamen Flügen der letzten Tage endlich wieder einmal Gesellschaft zu haben. Wäre der Drache neben ihm nicht grün gewesen, hätte womöglich noch vergessen, dass er sich fern seiner Heimat befand. Doch auch so schien ihm seine Aufgabe viel weniger bedrückend.
„Manchmal bemitleide ich die Bodenkriecher schon etwas darum, dass sie keine Flügel haben“, summte Safnir, schloss die Augen halb und legte sich genüsslich in den Wind. „Aber ihre Götter werden schon einen Grund gehabt haben, warum sie ihnen den Himmel verschlossen. Auch wenn es in gewisser Weise grausam war.“
Allzu schnell tauchte jedoch das blaubraune Band des breiten Flusses auf und Safnir bremste unmerklich ab. Am Ufer zögerte er, hielt inne und begann dann der Küste entlang auf und ab zu fliegen. Leicht ratlos starrte er auf das Wasser hinaus, drehte den Kopf dann in alle anderen Richtungen, bevor er wieder aufs gefährliche Nass hinausstarrte. Der Goldene Drache schien heute mit ihnen zu sein, denn der Wind blies günstig. Trotzdem zögerte Safnir.
„Ich hasse Wasser“, gestand er Vayshan und fügte hinzu: „Und ich hasse es, darüber zu fliegen.“ Dass er auch etwas Angst davor hatte, verschwieg er. Aber bei allen Feuergeistern, er war ein Feuerdrache, ein FEUER-Drache. Sie konnten Wasser nun einmal nicht ausstehen.
Zögernd drehte er weitere Runden am Ufer entlang, dann fasste er sich ans Herz. Drei Tage lang war er dem Fluss schon gefolgt, hatte nach einer schmaleren Stelle gesucht, wo der gefürchtete Flug wenigstens so kurz wie möglich wäre, jetzt war es genug. Dieser Fluss würde ihn, einen gefürchteten Feuerkrieger der mächtigen Feuerdynastie, nicht auf den Boden zwingen! Und es lag auch nicht in seiner Absicht, in Anwesenheit eines anderen Drachens Schwäche zu zeigen. Safnir füllte seine Lungen und brüllte seinen Frust heraus, zusammen mit einem Funkenregen.
Dreki úr gulli vaka okkar leið – möge der Goldene Drache mit uns sein“, murmelte er, bevor er seinen Kopf leerte und sich auf die bevorstehende Strecke konzentrierte.
Spiralförmig stieg er etwas höher, um dem gefürchteten Nass nicht so nah zu sein, legte sich in den Wind und nahm wieder Kurs auf. Die Luft war etwas klarer als gestern, denn heute konnte Safnir weit entfernt einen grünbräunlichen Streifen erkennen, wo sich das andere Ufer befinden musste.
Den Blick starr auf das goldene Sonnenrad gerichtet, um ja nicht zufällig nach unten zu schauen, bemühte er sich mit kraftvollen Flügelschlägen, diesen Streifen so bald wie möglich zu erreichen. Um dieser unangenehmer Flug so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, hatte er das Tempo stark gesteigert, was wohl auch Vayshan bemerkt hatte. Doch Safnir hatte keine Bedenken, dass sein Vetter nicht mithalten konnte. Einerseits war dieser ein Meister im Fliegen und andererseits war er es auch nicht gewohnt, Rücksicht auf andere zu nehmen. Hauptsächlich bemühte sich Safnir jedoch, an überhaupt nichts zu denken, und versuchte zu verdrängen, dass in ein Sturz ins Wasser mit Sicherheit das Leben kosten würde.

tbc: Kraterrand (wo Yona mit ihrer Elfe schon sehnlichst auf Besucher wartet.)
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BeitragThema: Re: Küste   Fr Jan 13, 2012 4:15 pm

Vayshan fühlte sich zum ersten Mal seit vielen Tagen wieder ein bischen wie zuhause: Er war seit gut einem Monat nicht mehr an der Seite eines anderen Drachen geflogen und er fühlt sich eindeutig wohler wenn er nicht allein war.
Mit einem zustimmenden Brummen gab er Safnirs Kommentar über die Menschen recht. "Ich bin gespannt wie es sich anfühlen wird, keine Flügel und Klauen zu haben, ganz zu schweigen vom Gehen auf zwei Beinen, wenn ich später mal ihre Gestalt annehmen kann. Einer der Ältesten hat es mir einmal gezeigt und es war ein wirklich merkwürdiges Gefühl, auf einmal vier Köpfe größer als einer der Drachen zu sein, zu denen man vorher den Hals recken musste..." meinte er lies das Thema dann jedoch stehen.
Mitlerweile kam unter ihnen der breite Fluss in Sicht, der Amanohara vom Meer hin bis weit nach Westen teilte. Tatsächlich hätte man fast meinen können, es handle sich auch bei ihm um ein Meer, wenn man nicht weit hinten am Horizont die schattigen Umrisse des anderen Ufers sehen könnte.
Safnir's Angst vor Wasser verwunderte Vayshan zwar nicht - Immerhin war sein Vetter ein Wesen der Feuers - doch trotzdem amüsierte ihn die ängstliche Abscheu, die er vor etwas hatte, dass Vayshan selbst wie das harmloseste auf der Welt vorkam.
So war Vayshan auch nicht überrascht, als Safnir plötzlich das Tempo stark erhöhte. Dennoch hatte er keine Schwierigkeiten mitzuhalten und bald ließen sie den Fluss hinter sich...

tbc: hinterher du kannst zuerst posten wenn du willst
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