Amanohara

die Welt liegt in Trümmern, wer wird sich um sie kümmern? Wer wird sie beherrschen? - deutschsprachiges Fantasy-RPG
 
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Wetter und Zeit

Es ist Morgen, 7.00 Uhr

Nach einer klaren Nacht ziehen nun von Osten her Wolken auf. Über dem nördlichen Meer braut sich eine Front zusammen, die auch bereits von der Küste aus zu sehen ist. Es herrscht ein feuchter Ostwind.
In Tinae geht etwas verspätet die Sonne auf, noch wird der Himmel lediglich von einzelnen Schäfchenwolken bedeckt.
In der Höhe liegt Raureif bei spätwinterlichen Temperaturen, auf tieferen Ebenen ist es trocken und etwas wärmer bei leichtem Südostwind.
Im Südenwesten ist es vorläufig noch klar und es ist ein schöner Sonnenaufgang zu geniessen.
Was gerade los ist
Ereignisse & Plots

Ereignisse:
Die Gildenkämpfe haben sich gelegt, doch die unmittelbaren Folgen sind deutlich sichtbar: verbarrikadierte, beschädigte oder sogar abgebrannte Häuser und unzählige Verletzte. Die Säle der Heilergilde sind zum Bersten voll und es fehlt an fast allem: Material, Platz und Helfer. Jede helfende Hand ist sofort willkommen.
Die Aufräumarbeiten sind schneller angelaufen, aber auch hier könnten zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden.
Zudem wollen manche Gilden ihre Position verstärken und sind nun auf der Suche nach neuen Mitgliedern.

Plots:
- Eine Elfe in Amanohara?
- Wir waren es nicht!
- Mirars Vermächtnis
- Rekruten gesucht
- Gelehrte verschollen

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 Mei's Hütte im Wald

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Daewyn
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Di Jun 28, 2011 11:53 am

Daewyn lauschte amüsiert der kleinen Unterhaltung der beiden. Sie hatte zwar bisher nicht viel mit Adeligen zu tun gehabt - Die Kindheit hatte sie mit arbeiten verbracht und als Dieben hatte sie sie nur um ihren Besitz erleichtert - aber sie wusste doch ein, zwei Dinge über diese Spezies. So horchte sie auf, als Beoris von seinem Vater erzählte und ihr kam ein Sprichwort in den Sinn. "Der Weg ist das Ziel". Hätte wohl auch sehr gut gepasst. Es schien jedoch so, als sei sein Vater ein Mann der Tat.

Die Komplimente über ihr Essen nahm sie schweigend, aber mit einem Kopfnicken an. Mei hatte ihr zugenickt, sie nahm an, dass dies wohl seine Art des Dankes war. Danach ging die Unterhaltung der beiden weiter.
Dass Meis Vater eine Art Adeliger war, überraschte Daewyn sogar nicht wirklich. Irgendwoher musste er ja Geld haben, um sich dieses Haus und eine solch gute... Ausrüstung? zu haben. Und hatte Mei nicht noch etwas von einem Haus in der Stadt selbst erzählt? Entweder hatte Meis Vater einen gut gestopften Geldbeutel, oder aber Mei verdiente so viel, dass er sich das alles leisten konnte...
Sie entschied sich dafür, sich nicht in die Unterhaltung einzumischen und zu essen.
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Beoris
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Sa Jul 09, 2011 10:10 am

Er lächelte. Sein Vater würde Mei aufknüpfen und seinen eigenen Sohn auspeitschen lassen, wenn er je von Meis Beruf erfuhr. Soweit ging seine Libe zur Jagd dann doch nicht.
"Das wäre vermutlich keine so gute Idee. Weißt du, er könnte auf Attentäter schlecht zu sprechen sein, nachdem er Zweien von deiner Spezies schon entkommen musste. Solange du mir nicht mindestens ein Duzend mal das Leben gerettet hast würde er dich ohne mit dir zu reden hängen lassen. Ab dem zwölften Mal würde ich nicht mehr drauf wetten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dies passieren würde ist noch relativ hoch."
Er grinste Mei an. Nein, das gesündeste war wohl, wenn sein Vater niemals zu viel von Mei mitbekam.
"Ein Adeliger, ja. Nur ein Graf zwar, aber mit einer reichen Familie. Doch mit dem Raubritter liegst du nicht mal so falsch. Weißt du, der Begründer unseres Hauses war ein einfacher, stinkender Söldner. Er hatte zwar ein wenig mehr Ehrgefühl als andere Vertreter seiner Zunft, aber trotzdem. Das ist auch der Grund für diese Reise. Die Tradition verlangt, dass der Erbe des Hauses eine Reise unternehmen muss, auf der er sein Können unter Beweis stellen muss. Und dabei dürfen ihm weder seime Untergebenen, noch irgendwelche Söldner helfen. Sinn des Ganzen ist natürlich auch, dass er Bekanntheit durch seine guten Taten erringt, neue Verbindungen knüpft, die der Famlie helfen könnten und zudem einen Ruf erwirbt, der ihm, wenn er die Familiengeschäftet übernimmt behilflich ist. Das ändert aber nichts daran, dass ich von einem ungewaschenen Söldner abstamme und mich mehr oder weniger wie er verhalten soll. Mit mehr Verruchtheit kann ich aber leider nicht dienen."
Er grinste weider Mei an und genehmigte sich einen weiteren Bissen. Daewyn verlegte sich offenbar aufs Zuhören.
"Tja Deawyn. Kannst du vielleicht auch mit einer achtbaren Familie aufwarten? Würde ja wirklich gut passen."
wandte er sich nun freundlich lächelnd an sie. Er hatte sich genau überlegt, ob er sich auf ihre Vergangenheit ansprechen sollte. Doch sie alle hatten etwas von sich er zählt, er sogar deutlich mehr als Mei. Da konnte man doch hoffen, dass auch sie ein wenig reden würde. Vermutlich waren ihr diese Erinnerungen nicht gerade lieb. Er versuchte ihr einen aufmunternden Blick zuzuwerfen und zugleich zu verdeutlichen, dass er Verständnis hatte, wenn sie nicht reden wollte. Schließlich war sie eine Straßendiebin. Wie angenehm, konnte die Vergangenheit da schon sein? Ihm war jedoch auch nicht entgangen, dass Mei nicht gerade viel gesagt hatte. Er selbst hatte zwar einiges gesagt, doch davon war nicht viel ein Geheimnis gewesen. Mit ein wenig Nachforschung hätte man das alles herausfinden können.
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Mo Jul 11, 2011 2:28 pm

"Dein Vater muss ein bedeutender Mann sein, oder zumindest bedeutende Feinde haben, wenn gleich zwei Attentäter auf ihn angesetzt wurden. Normalerweise reicht einer und selbst wenn der versagt, weil er ein ungeschickter Tölpel ist, oder warum auch immer, dann ist die Botschaft dennoch meistens angekommen. Dein Vater scheint also nicht nur äußerst geschickt, sondern auch äußerst stur zu sein, er wäre vermutlich eine Herausforderng." In der Tat legte er manchmal eine Art sportlichen Ehrgeiz an den Tag, was schon mal zum Ableben eines Händlers geführt hatte, der von sich behauptet hatte im hohen Alter zu sterben, in jedem Fenster den Kopf eines Auftragsmörders seiner Feinde. Er hatte den AUftrag für einen viel zu niedrigen Lohn angenommen, angesichts des Risikos, aber er hatte es geschafft und fühlte sich danach wie ein Ringkämpfer, der gerade einen 2 einhalb Meter hohen Büffelmenschen besiegt hatte.
"Aber ich sehe schon, für die Jagd auf Menschen hat euer Vater nicht viel übrig, schade eigentlich. Wobei ich allerdings auch sagen kann, dass der Unterschied zwischen mir und einem Söldner, wie euer Vorfahr angeblich einer war, nur darin besteht, dass Söldner die Vordertüre eintreten und dutzende Unschuldige schlachten, während ich durch die Hintertür schleiche. Die Arbeit bleibt trotzdem meistens die Selbe. Mein Weg wird erfreulicher Weise um einiges besser bezahlt." Er hatte inzwischen fertig gegessen und stellte die Schüssel vor sich auf den Boden. Daewyn hatte bisher noch nichts gesagt, da Beoris allerdings ziemlich direkt heraus gefragt hatte würde sie sich um eine Antwort nur schwer drücken können.
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Di Jul 26, 2011 10:22 pm

Beoris plauderte über seine Familie und es war interessant zu hören. Daewyn hatte zwar schon mal von Familien gehört, die ähnliche Traditionen ausübten, aber bisher hatte sie niemanden getroffen, der wirklich davon betroffen war. Vielleicht hätte sie sich etwas ähnliches auch gewünscht, als sie klein war, aber da ihr die Vorstellung von Abenteuern in der Ferne und ähnliches früh versagt worden war, hatte sie sich nie die Hoffnung gemacht, auch eines Tages überhaupt die Stadt zu verlassen. Dies hatte sich aber schnell geändert, als sie Ael traf.

"Tja Deawyn. Kannst du vielleicht auch mit einer achtbaren Familie aufwarten? Würde ja wirklich gut passen." Als Beoris dies sagte, wobei sich Daewyn relativ sicher war, dass er es ironisch meinte (da eine achtbare Familie ja so gut zu einer Diebin passte), liess sie ein sarkastisches Schnauben hören, das man sehr gut so deuten konnte, dass eben genau dies der Fall war. "Wie man so sagt, der Schein trügt manchmal." kommtentierte sie ihre Reaktion und legte ihr Essen beiseite, um tief durchzuatmen. Die beiden hatten über ihre Vergangenheit geplaudert, nun war sie dran. Ihr war es nicht wohl dabei, aber irgendwie wäre es unhöflich gewesen, würde sie nicht ein paar wenige Dinge über sich aufdecken. Oh Gott, hätte nicht gedacht, dass ich wieder so höflich werde, dass ich mich verpflichtet fühle, über meine dunkle Zeit zu reden, nur weil andere ebenfalls aus ihrer Vergangenheit erzählen...
Sie blickte Beoris direkt an. "Nun, ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich meine Familie achtete oder die Personen, die man zum inneren Kreis zählen kann, aber alle ausserhalb des Familiengrundstücks in Taneyd dachten wohl so. Während mein Vater mit seinem Handel erfolgreich war und das Vermögen anhäufte, kümmerte sich meine Mutter um ihre Besitztümer und ich mich um den Staub. Mein Bruder bedeute ihnen alles und konnte sich alles erlauben, mir wurde jedoch die Kindheit gestohlen. Mit 10 hatte ich die Gelegenheit, von der Bildfläche zu verschwinden, und so kam ich nach Lenadur, wo ich mich irgendwie durschlagen musste. Ich hatte Hilfe dabei, doch er weilt nicht mehr unter uns..." Die ganze Sache mit versuchten Selbstmord liess sie beiseite, das war unnötig. Den letzten Satz hatte sie nur schwer herausgebracht. Dass sie Ael auch nur beiläufig erwähnen musste, hatte ihr einen Stich verstezt. Aber sie war sich sicher gewesen, dass die beiden stutzig geworden wären, wenn sie hörten, dass sie es als zehnjährige alleine nach Lenadur geschafft hatte, und hätten nachgefragt. Deshalb hatte sie ihnen diese Information bereits jetzt gegeben. Um die Pause zu überbrücken, nahm sie sich ihre Schüssel und nahm noch einen Happen, ehe sie fortfuhr. "Um deine Frage zu beantworten, Beoris, meine Familie wird zwar geachtet, aber die Frage ist, von welchem Blickwinkel aus."

Ihre Schüssel war leer und sie stellte sie beiseite. Sie hatte während ihrer Erzählung den beiden abwechselnd in die Augen gesehen, jetzt jedoch vermied sie Blickkontakt. Sie wollte kein Mitleid von ihnen, denn das war die Art von Bemerkung, die sie bisher meist von den Gildenmitgliern erhalten hatte, und es nützte nicht das geringste. Selbst wenn man es nicht aussprach, so hatte sie es des öfteren auch in den Augen gesehen.
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Mi Jul 27, 2011 12:05 pm

Er lachte über Meis Geschichte. Ja, zu viel Selbstsicherheit war nicht gut. Man wusste nie, wann man jemanden verärgerte und vor allem ließ man in der Wachsamkeit nach. Er selbst wusste nur zu gut, dass man immer wachsam sein musste, auch wenn seit Jahren nichts passiert war. In einem Augenblick konnte sich alles rächen. Und er wusste auch, wie schwer es war, diese Selbstdisziplin durchzuhalten.
"Nun, er ist nicht ganz unwichtig. Unter anderem, weil der halbe Adel meiner Heimat unserer Familie Geld schuldet. Und das gefällt sowohl ihnen nicht, als auch dem restlichen Adel, da unsere Schuldner gezwungenermaßen unserem Willen Folge leisten müssen. Aber du hast recht, die beiden waren echt mies. Einer wurde in der Küche erwischt, ls er Gift ins Essen mischen wollte. Der andere kam nicht mal ins Haus. Gute Wachen zahlen sich eben aus."
Er grinste. Er selbst hatte einen kurzen Blick auf den Mann werfen können. Er hatte kein bisschen wie Mei ausgesehen. In seinen Augen hatte er Angst lesen können.
"Und dass Söldner schlechter bezahlt werden ist logisch. Wer kämpfen kann wird Söldner. Wer schleichen kann Mörder. So einfach ist das. Meiner Meinung nach ist letzteres schwerer.
Dann sprach Daewyn. Er lauschte ihr. Es schien viel Bitterkeit in ihrer Stimme zu liegen. Er lächelte ihr aufmunternd zu, dann sagte er:
"Ich verstehe das. Meiner älteren Schwester ging es auch so. Zusätzlich dazu, dass sie nach meiner Geburt weniger Beachtung fand, wurde ich ihr immer vorgezogen. Aber sie hat sich gerächt. Dumme Ziege. Mir doch egal, ob man schuld daran ist, dass man so geworden ist, wie man ist, oder nicht. Mich kümmert es nur, wie die Menschen sind. Soll ich etwa Mitleid mit jemandem haben, der mich töten will, nur weil er eine schwere Kindheit hatte? Du solltest dich nicht um deine Vergangenheit kümmern, Daewyn, sondern um die Zukunft. An der kannst du nämlich noch etwas ändern. Wobei mir auffällt, dass ich eindeutig die glücklichste Kindheit hatte. Und trotzdem sind wir alle hier gelandet. Das Schicksal geht doch seltsame Wege, nicht wahr?"
Er beendete sein Mahl und warf die Schüssel neben sich auf den Boden. Dann streckte er sich auf dem Rücken aus und beobachtete die Baumkronen, die sich leise im Wind wiegten.
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Mi Jul 27, 2011 2:48 pm

Über Beoris Kommentare musste er schmunzeln, vermutlich hatte er recht und es war schwerer jemandem im verborgenen zu töten, als sprichwörtlich mit der Tür ins Haus zu fallen, aber da er jahrelang fürs verborgene Töten ausgebildet wurde sah er es grundsätzlich als den einfacheren Weg an. Das hatte unter anderem auch damit zu tun, dass er bei manchen Gegnern wirklich präzise zuschlagen musste um mit seinem Katana deren dicke Rüstung zu durchdringen. Er konnte zwar auch mit den "normalen" Schwertern virtuous umgehen, aber wurde nicht so recht warm mit ihnen und wenn es ging nahm er deswegen das Katana, mit dem er wirklich meisterhaft umzugehen wusste, allerdings zahlte es sich dann aus Konfrontationen mit schwer gerüsteten Soldaten zu vermeiden, der Söldnerjob war nicht unbedingt seine Vorstellung von einer guten Arbeit.

Kommentarlos hörte er sich Daewyns Geschichte an und danach was Beoris dazu sagte.
"Wer die glücklichste Kindheit von uns hatte sei mal dahingestellt, aber ich war auch nicht unglücklich in meiner Kindheit, die Leute haben sich um mich gekümmert und auch wenn mein Vater sehr streng und teilweise brutal war, so hat meine Mutter mich doch geliebt und was mein Vater tat diente letztendlich nur zu meinem Besten, es hat mich sowohl Durchhaltevermögen, als auch Demut gelehrt. Hast du jemals daran gedacht, dass du mit 10 Jahren noch gar nicht erkennen konntest, welche Vorteile dieses Leben dir im nachhinein hätte bringen können. Ich vermute dir würde es jetzt finanziell besser gehen, wenn du damals nicht verschwunden wärst, mal davon abgesehen, dass sich eine solche Respektlosigkeit seinem Vater gegenüber nicht gehört, schließlich hat er dir das Leben geschenkt."
Er kannte Daewyns Vater zwar nicht, auch wenn er schon die Bekanntschaft mit ein paar Händlern aus Saneyd gemacht hatte und er vielleicht tatsächlich darunter war, doch wusste er wie manche Väter waren, dass sie ihren Kindern das Leben zur Hölle machten, sie misshandelten und ähnliches. Aber Daewyn hatte nichts von Misshandlungen gesagt, auch nichts dergleichen angedeutet, sodass er einfach mal davon ausging, dass nichts passiert war. Seiner Meinung nach war sexueller Missbrauch aber der einzige vertretbare Grund aus dem Elternhaus zu fliehe. Das Verrichten von Hausrabeiten war zwar lästig, aber sollte dem Respekt den man seinen Eltern schuldet keinen Abbruch tun, er selbst musste den Hausboden einmal zehnmal hintereinander Schrubben, weil er immer wieder ein paar Stellen vergessen hatte und sein vater ihn zur Strafe nochmal alles Putzen lies, er hatte diese Lektion allerdings genutzt und war danach gründlicher gewesen.
"Und Beoris, ich finde du hast recht, eine schwere Kindheit, oder eine schlechte Lebenssituation sind kein Grund Gnade walten zu lassen, wenn man geschnappt wird, dann muss man sich der Strafe stellen, sobald man um Gnade bettelt, hat man jeden Anspruch darauf verloren. Aber genug davon, wollen wir aufbrechen? Das Dorf, in dem die Leute verschwunden sind dürfte drei bis vier Stunden östlich von hier liegen? Wenn wir uns beeilen sind wir vor Sonneuntergang dort."
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Mi Jul 27, 2011 11:43 pm

Daewyn hörte beiden Antworten gut zu. Sie hätte gern gewusst, auf welche Art und Weise Beoris' Schwester sich gerächt hatte (und weshalb sie eine dumme Ziege deswegen war), doch er ging nicht weiter darauf ein und nachfragen wollte sie nicht. Er gab ihr den Rat, sich um die Zukunft, nicht um die Vergangenheit zu kümmern. Das war ja schön und gut, aber so einfach liess sich das nun mal nicht ausüben. Die Vergangenheit betraff sie auch jetzt noch und wird sie auch in der Zukunft nicht loslassen. Nicht Ael.

Mit ihren Eltern hatte sie zwar immernoch eine Rechnung offen und ihr Hass loderte noch immer tief, geschührt von den ersten 10 Lebensjahren, aber eines Tages würde sie diese Flamme löschen - Ob durch Rache oder Zeit ist noch ungewiss. Fakt war, dass die Vergangenheit sie noch nicht losgelassen hatte, und das war schlicht und einfach nicht so leicht, wie Beoris sich das vorstellte. Bei seinem Kommentar, dass das Schicksal seltsame Wege ging, nickte sie einfach nur.

Für Meis Kommentar jedoch hätte sie ihn liebend gerne erwürgt. Finanziell besser gehen? Nein, sie wäre nur eine Art Sklavin gewesen, mehr nicht. Nicht die Vorteile erkennen? Sie hatte ein Dach über dem Kopf, genug essen und nur dank dieser verdammten Haushalterei war sie imstande gewesen, was Gutes zu kochen heute. Sie hatte damals durchaus nur eines im Kopf, nämlich weg zu gehen und hatte deshalb nicht an die Vorteile gedacht. Aber all diese Vorteile hatten einen hohen Preis.
Sie wollte ihr eigenes Leben und dafür hatte sie auf diese 'Vorteile' verzichtet. Das Leben mit Ael war ihr eigenes Leben und bedeutete ihr mehr, als ihr in dem Moment klar gewesen war. Und was die Respektlosigkeit anging, so hatte sie nur einen Kommentar parat. "Mein leiblicher Vater hat nie etwas getan, wofür er von mir Respekt verdient hätte. Ich hätte auch nur eine normale Magd von einer anderen Familie sein können, es wäre das Gleiche gewesen... Nein, selbst diese behandelte er höflicher. Er war nicht mein Vater, und ich nicht seine Tochter. Tut mir Leid, aber was den Respekt gegenüber den Eltern angeht, so kann ich nicht mit deinen Vorstellungen mithalten."

Damit war das Thema für Daewyn gegessen und Mei hatte so oder so schon das Thema gewechselt. Mit seinem letzten Satz hatte er jedoch recht. Ganz egal, was man in der Vergangenheit erlebte, man hat heute immer die Wah - Stiehlt man, stiehlt man nicht? Tötet man oder tötet man nicht? Selbst wer eine harte Vergangenheit hatte, kann eine Entscheidung treffen, aber muss für diese gerade stehen.

Zu Meis Vorschlag nickte sie. "Ich bin auch der Meinung, dass wir weiter ziehen sollten. Kennt jemand von euch den Weg?"
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Do Jul 28, 2011 12:38 pm

Schweigend lauschte er Mei. Er hatte zwar recht, Respekt vor dem Vater war immer wichtig. Auch er war so erzogen worden. Und so schwer es auch manchmal fiel, man musste ihm Respekt zollen. Doch einen solchen Mangel an Einfühlsamkeit hatte er noch nie erlebt. Nicht einmal bei seinem eigenen Vater. Er beschloss nichts zu sagen. Nach Daewyns Gesichtsausdruck schien sie ihn sowieso schon umbringen zu wollen. Vielleicht war der einzige Grund, aus dem sie es nicht tat, die Tatsache, dass er ein ausgebildeter Mörder war und bestimmt Erfahrung darin hatte sich seiner Haut zu wehren. Wenn er nun das ganze noch mehr anheizte, war er sich aber nicht mehr sicher, ob am Ende des Tages nicht doch eine Leiche neben dem Lagerfeuer liegen würde. Auch deshalb sagte er hastig:
"Ja, gute Idee. Ich kenne mich hier aber nicht so gut aus. Mei, du wohnst hier. Also, geh am besten vor. Wenn wir auf der großen Straße sind, die von Lenadur nach Saneyd führt, weiß ich etwa wo wir entlang müssen. Ich habe eine Karte, auf der die wichtigsten Straßen und Siedlungen eingezeichnet sind."
Mit diesen Worten erhob er sich und begann sich und sein Pferd auf den Aufbruch vorzubereiten.
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Do Jul 28, 2011 3:50 pm

out: Ich bin mal so frei und breche als erster auf^^


in: Daewyn hatte seine Meinung offensichtlich nicht gefallen, denn sie bedachte ihn mit einem Blick, wie er nur Frauen zu eigen ist und der in einem den Wunsch weckt möglichst schnell im Boden zu verschwinden, sich in Luft aufzulösen oder sich anderweitig seiner materiellen Form zu entledigen beziehungsweise möglichst schnell ganz weit weg zu sein. Er verfügte zwar von Berufs wegen über ein paar nette Tricks, um sich "unsichtbar" zu machen, doch die halfen hier alles nichts, außerdem war es seine Meinung, zu der er durchaus stand, aber diese Blicke konnten vermutlich über längere Zeit wirklich töten, also beschloss er sich zu entschuldigen, zumindest ein bisschen.
"Verzeih mir Daewyn, wenn meine Worte etwas ungehobelt und hart waren, aber manchmal vergesse ich, dass meine Erziehung sich doch sehr von der der meisten Menschen unterscheidet. Man brachte mir bei, dass die Treue und der Respekt zu seinem Vater, beziehungsweise im Erwachsenenalter zu seinem Herrn, eine Kardinalstugend sind, dass man ohne sie kein guter Mensch sein konnte und dass diese Treue bedingungslos ist. Die hierzulande verbreitete Meinung weicht in diesem Punkt etwas ab, aber manchmal vergesse ich das, ich hoffe du entschuldigst meine Unverschämtheit."
Er versuchte einen möglichst versöhnlichen Blick in Richtung Daewyn hinzubekommen, aber er vermutete dabei eher wie ein geprügelter Hund auszusehen, also hakte er die Sache ersteinmal ab und widmete sich ihrem nächsten reiseziel, wie hieß es noch gleich? Eneswe.
Er versuchte sich zu erinnern, wo er den Steckbrief mit dem Hilfegesuch gesehen hatte und wo die Kreuzung war, auf der Mann in Richtung Eneswe abbiegen konnte. Es lag, soweit er sich erinnern konnte, recht nahe an der Haupthandelsroute von Saneyd nach Lenadur im Nordosten.
"Ich bringe uns auf dem kürzesten Weg in die Nähe der Abzweigung zum Dorf, sofern ich es noch einigermaßen richtig im Kopf habe, den Rest besorgt dann Beoris mit seiner Karte, wenn wir Glück haben werden wir auch nicht von Banditen überfallen." sagte er, inwzischen wieder mit einer freundlicheren Miene.
Als alle aufgestanden waren trat er die Glut aus, lies die Schüsseln und den Topf aber wo sie waren, da sie von minderwertiger Qualität waren und er hier ohnehin fast nie herkam. Außerdem war das Haus mindestens genauso dreckig wie der Waldboden. Beoris hatte sein Pferd schon gesattelt und er tat es ihm gleich, dann verschloss er die Haustür und saß auf, wobei er sich zum wiederholten Male fragte, wie man einen Sattel nur derart hatte verpfuschen können. Es war als hätte ihn ein geistig behinderter Fünfjähriger im Drogenrausch gemacht, was unter diesen Umständen keine schlechte Leistung gewesen wäre, da der Sattler aber mindestens 40 war, nicht geistig behindert (soweit er das auf Sicht beurteilen konnte) und auch nicht wie ein Drogenabhängiger aussah war er leicht fassungslos, ob dieser grandiosen Fehlleistung. Das behielt er aber diesmal für sich und setzte eine unergründliche Miene auf. Es konnte losgehen.

tbc: Hügelland nahe Saneyd
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Mo Aug 01, 2011 4:43 pm

Mei entschuldigte sich zwar und auch Daewyn war klar, dass sie in dieser Sache wohl einfach anders aufgewachsen sind, aber totzdem sagte sie nicht, dass sie seine Entschuldigung annahm. Ihre Schulter, die bei ihrem ersten Selbstmordversuch gebrochen gewesen und nicht korrekt verheilt war, juckte unangenehm als sie daran dachte. Die Verletzung behinderte sie immernoch leicht in ihrer Bewegungsfreiheit.

Zum Glück wussten die beiden, wo lang sie gehen mussten und so dauerte es nicht lange, bis sie wieder reisebereit gewesen waren. Mei hatte keine Anstalten gemacht, den Kessel und die Schüsseln waschen zu wollen, weshalb Daewyn dies einfach sein liess. Sie verstaute die Vorräte, die sie zuvor durchsucht hatte, wieder an der Satteltasche ihres Pferdes, schwang sich auf dessen Rücken und gemeinsam ging es weiter.

tbc: -->
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BeitragThema: Re: Mei's Hütte im Wald   Fr Aug 05, 2011 2:17 pm

Er grinste in sich hinein, als er Meis Entschuldigungsversuch hörte, der allerdings mehr eine Rechtfertigung zu sein schien. Alles in allem wirkte es, als ob er sich selten entschuldigte. Nun ja, wie hieß es so schön "Entschuldigungen sind ein Zeichen von Schwäche!" Ob man nun daran glaubte oder nicht, als Meuchelmörder schien es unpassend und vor allem auch nutzlos sich zu entschuldigen. Wortlos schwang er sich aufs Pferd und folgte, in einer schweigsamen Prozession, dem vorrausreitenden Mei und Daewyn. Er hoffte, dass die beiden ihren Streit überwunden hatten. So etwas konnte oftmals viel Schaden anrichten. Doch gegen ein wenig Schweigen hatte er auch nichts. Also folgte er den beiden Reitern vor hm und dachte an seine Heimat und seine Familie und nicht zuletzt auch seine Schwester.

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